Wirtschaftsbeziehung nach England

IHK Schwaben zum Brexit-Drama: No-Deal are bad news

Das britische Unterhaus schließt einen ungeordneten Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (EU) aus. Die Industrie- und Handelskammer Schwaben sieht darin eine gute wie schlechte Nachrichten für die Wirtschaft.

In der gestrigen Gesetzesinitiative schloss das britische Unterhaus einen ungeordneten Ausstieg der UK aus der Europäischen Union aus – vorbehaltlich der noch ausstehenden Zustimmung durch das Oberhaus. Das stellt auch den vereinbarten Austrittstermin der fünfgrößten Weltwirtschaft aus der EU, also den 31. Oktober, in Frage. Offen auch immer noch: ob es zu einem für beide Seiten akzeptablen Deal kommt. Das sei aus Sicht der IHK Schwaben immer noch mehr als unsicher.

Ende der Brexit Verhandlungen scheint nicht in Sicht

IHK-Präsident Dr. Andreas Kopton zu den neusten Ereignissen: „Im Juni 2016, also vor über drei Jahren, haben sich die Briten mit knapper Mehrheit für den Brexit entschieden. Nun, im September 2019, ist kein Ende der Hängepartie in Sicht, unter der auch die deutsche Wirtschaft zu leiden hat.“ Konkret lasse sich dies an den Ergebnissen einer Unternehmensbefragung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) festmachen. Daran hatten sich 1.500 Unternehmen beteiligt. So berichtete nur noch jedes fünfte Unternehmen von guten Geschäften auf den Inseln. Und 70 Prozent gingen davon aus, dass es noch schlechter wird.

Kopton: Schwäbische Wirtschaft braucht endlich Planungssicherheit

„Vor dem Hintergrund dieser ernüchternden Zahlen ist es erfreulich, dass auch die britischen Volksvertreter mehrheitlich erkannt haben, dass ein No-Deal bad news für die Wirtschaft auf beiden Seiten des Kanals ist. Das gilt auch für die rund 500 bayerisch-schwäbischen Unternehmen, die aktuell regelmäßige Geschäftsbeziehungen mit Großbritannien unterhalten. Doch die Erkenntnis alleine löst das Problem nicht. Auch nicht eine immer weitere Verschiebung des Austrittstermins. Der Wirtschaft geht es um Planungssicherheit, das heißt um jetzt konkret fixierte Austrittregelungen und ein dann zügig ausgehandeltes Freihandelsabkommen für die Zeit nach einem Brexit“, so Dr. Kopton abschließend.

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