Digitalisierung trifft Globalisierung

IHK Schwaben Sommerfest 2019: China – Bedrohung oder Chance?

China will zur führenden globalen Wirtschaftsmacht aufsteigen. Gerade Deutschland schaut deshalb immer mehr zum Reich der Mitte. Ob diese Entwicklung nur Risiken oder auch Chancen bringt, war Thema des internationalen Sommerfests der IHK Schwaben 2019.

Rund 500 Gäste kamen in den Räumen der Industrie- und Handelskammer Schwaben in der Stettenstraße zusammen, um das traditionelle Sommerfest zu feiern. Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nutzten die Gelegenheit zum Austausch in sommerlichem Rahmen. Dieses Jahr stand das Fest unter dem Motto „Digitalisierung trifft Globalisierung – Weltmacht China?!“.

Chancen und Risiken für bayerisch-schwäbische Unternehmen

Die Strategie für die Modernisierung der chinesischen Industrie steht bereits seit 2015 fest: Der Plan „Made in China 2025“ formuliert die ambitionierten Ziele bis 2025. Unter anderem soll in Schlüsseltechnologien wie Informations- und Kommunikationstechnik, Automatisierung und Robotik sowie in Fahrzeugtechnik investiert werden. Welche Chancen und Risiken das für die international agierenden Unternehmen in Bayerisch-Schwaben birgt, war Thema des Sommerfests.

Das IHK Schwaben Sommerfest 2019 in Bildern

IHK-Präsident Dr. Andreas Kopton weiß, dass diese Entwicklung Veränderungen für die regionalen Unternehmen bringt: „Wir sind eine der wenigen IHKn in Deutschland, die Unternehmen in diesem Kontext unterstützten. Bislang hat unser China Competence Center hauptsächlich mit Unternehmen gearbeitet, die nach China gehen wollen. Aber mittlerweile sind auch chinesische Unternehmen, die in Bayerisch-Schwaben investieren, ein großes Thema“, erläuterte Kopton.

„Wir müssen uns überlegen, was wir von China abschauen können“

„Die Geschwindigkeit und Unabdingbarkeit mit der China agiert, ist beeindruckend. So sehr man auch versucht ist, das als Bedrohung zu sehen, sollte man auch die Chance ergreifen, von China zu lernen. Wir müssen uns überlegen, was wir von China abschauen können – vor allem die Dynamik und der strategische Ansatz sind hier beispielhaft“, ergänzte Markus Anselment, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben.

„Wir müssen ernst nehmen, was da auf uns zu kommt“

Als Beispiele führte Kopton auf, dass in China allein im letzten Jahr acht Flughäfen eröffnet wurden und in den vergangenen fünf Jahren eine Million Kilometer Straßen erneuert beziehungsweise gebaut wurden. „Zum Vergleich: in Deutschland gibt es derzeit insgesamt nur 645.000 Kilometer Straßen“, unterstrich Kopton. In nur neun Jahren wurde in China außerdem die 55 Kilometer lange Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke gebaut. Allein durch die bürokratischen Hürden wäre ein solches Vorhaben in Deutschland nicht in dieser Zeit umsetzbar, ist sich Kopton sicher. „Wir müssen auf jeden Fall ernst nehmen, was da aus China auf uns zu kommt“, so Kopton.

Gelegenheit zum Austausch

Weiterer Höhepunkt des Abends war der Impulsvortrag durch den chinesischen Botschafter S.E. Ken Wu, der seit rund 120 Tagen im Amt ist. Im Anschluss wurden im Rahmen einer Podiumsdiskussion die aktuellen Entwicklungen thematisiert. Teilgenommen haben Kai Strittmatter, Journalist und Buchautor, Walter Haas, CTO Huawei Technologies Deutschland GmbH und Ulrich Huggenberger, Geschäftsführer der Xitaso GmbH. Durch den Abend geführt hat Dr. Astrid Freyeisen vom Bayerischen Rundfunk. Im Nachgang hatten die Gäste Gelegenheit, sich über ihre Eindrücke auszutauschen.

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Das IHK Schwaben Sommerfest 2019 in Bildern

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