IHK-FachkräfteCamp

IHK Schwaben: So sieht die Personalarbeit von morgen aus

Archiv. Symbolbild. IHK Schwaben in Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Für Unternehmen wird es immer schwieriger, ihre freien Stellen zu besetzen. Daher hat die IHK Schwaben nun das IHK-FachkräfteCamp ins Leben gerufen. Thema der ersten Veranstaltung war die Personalarbeit von morgen.

Obwohl das wirtschaftliche Wachstum seinen Zenit überschritten hat, boomt der Arbeitsmarkt. In Bayerisch-Schwaben herrscht Vollbeschäftigung. Jedes zweite IHK-Mitgliedsunternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleitungen kann seine offenen Stellen nicht mehr besetzen, sogar zwei Drittel sehen darin den größten Hemmschuh für das eigene Unternehmen.

„Fachkräftemangel ist das größte Risiko“

„Trotz Brexit und Trump – der Fachkräftemangel ist das größte Risiko für die bayerisch-schwäbischen Wirtschaft“, stellt daher IHK-Präsident Dr. Andreas Kopton in seiner Begrüßung zum ersten IHK-FachkräfteCamp fest. Denn der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt habe sich grundlegend geändert. Kopton weiter: „Aus dem Anbieter- ist ein Bewerbermarkt geworden. Heute bewerben sich die Unternehmen bei ihren Fachkräften von morgen.“

Digitalsierung macht auch vor Personalarbeit nicht Halt

Einen weiteren Grund, warum die Personalarbeit von morgen nicht mehr mit den Lösungen von gestern einher gehen kann, lieferte Carolina Trautner, Bayerns Staatsekretärin für Familie, Arbeit und Soziales: den Megatrend der Digitalisierung, der „neue Wege und viele Chancen eröffnet, wie beispielsweise die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ Da der technische Fortschritt aber auch viele Arbeitsplätze verändern wird, ist es unverzichtbar den Mensch in den Mittelpunkt zu stellen, um den Veränderungsprozess aktiv mitgestalten zu können.

„Daher hat die Bayerische Staatsregierung unter anderem mit den Industrie- und Handelskammern den Pakt für berufliche Weiterbildung 4.0 geschlossen“, so Trautner weiter. Zusätzliche Impulse verspricht sich die Staatsregierung durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz und das Qualifizierungschancengesetz, das ältere Menschen oder Mitarbeiter mit geringerer Qualifizierung in den Fokus nimmt.

Dioese Fragen müssen sich Unternehmen stellen

Den thematischen Unterbau der anschließenden Sessions, die von den Teilnehmern selbst vorgeschlagen und auch gestaltet wurden, hatte Dr. Valerie Müller vom Institut der Deutschen Wirtschaft parat. Wo stehe ich? Wie sieht meine Arbeitgebermarke aus? Wie komme ich an geeignete Arbeitskräfte? Und wie qualifiziere ich diese und binde sie damit ans Unternehmen? Diese Fragen muss die Personalarbeit von heute für das Morgen beantworten, denn: der Fachkräftemangel zieht sich durch fast alle Branchen und Unternehmensgrößen. Und dementsprechend vielschichtig sind auch die Antworten, die die bayerisch-schwäbischen Arbeitgeber finden müssen, was sich ebenfalls in der Themenvielfalt der Sessions widerspiegelte.

So sieht die Personalarbeit von morgen aus

So beginnt die Personalarbeit schon bei der Frage, nach den richtigen Qualifikationen und der Art, wie eine moderne Stellenbeschreibung aussehen muss. Weiter geht es mit der richtigen Ansprache der jeweiligen Zielgruppe. Online-Stellenportale sind dabei ein viel genutztes Instrument, doch gerade Schulabgänger, beispielsweise für eine duale Ausbildung, sind ohne Soziale Netzwerke nicht mehr zu erreichen. Authentizität ist dabei unverzichtbar, weshalb immer mehr Arbeitgeber ihre Mitarbeiter selbst zu Wort kommen lassen, unter anderem in Unternehmensclips. Und dann geht es darum, die Mitarbeiter zu halten. Staatliche geförderte Qualifizierungsangebote spielen dabei ebenso eine Rolle wie agiles Arbeiten in den heimischen vier Wänden. Ebenfalls ein Weg, der durch die Digitalsierung neue Möglichkeiten erfahren hat.

Mit dem ersten IHK-FachkräfteCamp hat sich die IHK Schwaben gemeinsam mit der IHK Akademie Schwaben und  mit ihren Mitgliedsunternehmen auf einen neuen Weg für die Antworten von morgen gemacht.

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„Daher hat die Bayerische Staatsregierung unter anderem mit den Industrie- und Handelskammern den Pakt für berufliche Weiterbildung 4.0 geschlossen“, so Trautner weiter. Zusätzliche Impulse verspricht sich die Staatsregierung durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz und das Qualifizierungschancengesetz, das ältere Menschen oder Mitarbeiter mit geringerer Qualifizierung in den Fokus nimmt.

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