Stellungnahme zur EEG-Umlage

IHK Schwaben krisiert geplanten Anstieg von Energie-Kosten

Die EEG-Umlage soll um etwa 6 Prozent erhöht werden. Was sich zunächst nach einer angemessenen Steigung anhört, stellt gerade für kleinere Betriebe einen massiven Einschnitt in ihre Wettbewerbsfähigkeit dar.

Die Erhöhung der EEG-Umlage um 5,5 Prozent auf 6,756 ct/kWh bedeutet für die regionale Wirtschaft eine weitere Belastung mit Ansage. IHK-Präsident Dr. Andreas Kopton fordert jetzt schnelles Handeln der Politik: „Wir zahlen schon heute die höchsten Stromkosten innerhalb der EU und jetzt sollen diese über die erhöhte EEG-Umlage 2020 nochmals steigen. Das läuft der Forderung der Unternehmen nach geringeren Strompreisen komplett entgegen“, erklärt Kopton.

Strompreise explodieren: Das müssen Betriebe aufgrund der neuen Auflage zahlen

Konkret bedeutet dies für einen größeren Lebensmittel-Einzelhändler mit einem jährlichen Stromverbrauch von 500.000 kWh, dass er im kommenden Jahr eine EEG-Umlage von 33.780 Euro an seinen Versorger überweisen muss. Noch tiefer in die Tasche muss ein mittelständischer Maschinenbauer mit einem Jahresstromverbrauch von 10 GWh greifen. Für ihn werden 675.600 Euro, allein für die EEG-Umlage, fällig.

60 Prozent der Betriebe appellieren auf niedrigere Strompreise

Die stetig steigenden Energie- und Rohstoffpreise werden für immer mehr Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen zum Problem. Sechs von zehn bayerischen Unternehmen fordern daher die Reduktion von Steuern und Abgaben auf den Strompreis. Das ergibt sich aus dem Energiewende-Barometer des DIHK, an dem sich auch Unternehmen aus der Region beteiligt haben.

„Bei den scheinbar unaufhaltsamen Stromkostensteigerungen verwundert es nicht, dass die Wirtschaft der Energiewende immer skeptischer gegenübersteht“, erklärt Kopton. Rund ein Drittel der befragten bayerischen Unternehmen sieht in der Energiewende gar eine Gefahr für seine Wettbewerbsfähigkeit. Im Branchenvergleich fällt in der Industrie das Urteil am pessimistischsten aus. „Als Produktionsstandort mit hohem Exportanteil sind wir in Schwaben von hohen Energiekosten besonders betroffen“, macht Kopton deutlich.

Das fordert die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Auch die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fordert daher eine Novellierung des EEG. „Der Anstieg und die Höhe der Umlage zeigen, dass das Gesamtsystem nicht passt. Die Politik muss jetzt dringend handeln. Wir müssen die Erneuerbaren Energien zügig in ein marktwirtschaftliches System überführen, vor allem, da diese ein immer größeres Gewicht im Strommix einnehmen. Dazu gehört auch, den Einspeisevorrang auf den Prüfstand zu stellen. Gleichzeitig muss es Rechtssicherheit geben, dass der Energiepreis nicht nur stabil bleibt, sondern perspektivisch sinkt“, betont vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

„Die Politik sollte schnelle Lösungen finden“

„Die Politik sollte jetzt schnelle Lösungen finden, um den Strompreis zu reduzieren. Das geht etwa über eine Senkung der Stromsteuer“, sagt der IHK-Präsident. Dass die hohen Energiekosten ein Wettbewerbsnachteil der deutschen Wirtschaft sind, bestätigt mittelweile auch der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in der Industriestrategie 2030. Zumal auch die Höhe der Netzentgelte 2020 noch nicht feststeht und ebenfalls Strompreis weiter in die Höhe treiben könnte. Kopton dazu: „Bei der Energiewende muss der Klimaschutz einhergehen mit Versorgungssicherheit und bezahlbaren Strompreisen, sonst gerät das System in Schieflage.“

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