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IHK Schwaben: „2021 wird ein weiteres Krisenjahr“
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Corona-Krise

IHK Schwaben: „2021 wird ein weiteres Krisenjahr“

Archivbild. Dr. Andreas Kopton, IHK Präsident. Foto: IHK Schwaben
Archivbild. Dr. Andreas Kopton, IHK Präsident. Foto: IHK Schwaben

Die Stimmung in der Wirtschaft kippt, das hat die IHK Schwaben mit Sitz in Augsburg Mitte Januar verkündet. Was das für das aktuelle Jahr 2021 bedeutet und was jetzt wichtige weitere Schritte sind.

„Die Krise der bayerisch-schwäbische Wirtschaft verschärft sich weiter. Noch immer wissen viele Unternehmen nicht, wie sie dem Teufelskreis aus weiterlaufenden Kosten und fehlenden Einnahmen entkommen können. Die Stimmung in der Wirtschaft kippt“, erklärt Dr. Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben. Angesichts der erneuten Verschärfung und Verlängerung des Lockdowns stehe laut dem Präsidenten fest: „2021 wird ein weiteres Krisenjahr. Die bisherigen Maßnahmen konnten die Welle nicht brechen und viele Unternehmen warten noch immer auf lang versprochene Wirtschaftshilfen.“

Corona-Maßnahmen machen „schnelle Erholung unmöglich“

Noch im letzten Sommer bestand die Hoffnung, dass die Wirtschaft bereits in diesem Jahr den fünfprozentigen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes 2020 aufholen kann. Der IHK-Konjunkturklimaindex bestätigte diese Chance. Dr. Marc Lucassen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben: „Nach nun fast dreimonatigem Lockdown ist es unrealistisch, dass wir das Vorkrisenniveau zum Jahresende erreichen können. Die weitere Verschärfung und Verlängerung des Lockdowns machen eine schnelle Erholung unmöglich.“

Ursachenbekämpfung sei jetzt wichtig

Viele Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise seien laut Meinung der IHK Schwaben Opfer der unzureichenden Digitalisierung und überzogenen Regelungsdichte geworden. „Die Corona-Warn-App ist an der Datenschutzgrundverordnung gescheitert und die schnelle Bearbeitung und Auszahlung staatlicher Wirtschaftshilfen an einer funktionsfähigen Software“, erklärt Kopton. Die Folge davon sei, dass die Politik ein Jahr nach den ersten Corona-Fälle in Deutschland weitgehend auf die gleichen Maßnahmen setzt wie im letzten Frühjahr. „Die Lernkurve im Management der Corona-Krise muss deutlich steiler werden. Wir brauchen einen Systemwechsel, weg von der Symptom- hin zur Ursachenbekämpfung“, fordert Kopton.

Wirtschaftliche Folgen nicht mehr zu „reparieren“

Kopton abschließend: „Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind in vielen Unternehmen nicht mehr zu reparieren. 2021 wird ein Jahr deutlich steigender Unternehmensinsolvenzen werden. Wenn es nicht gelingt aus dem Teufelskreis immer neuer und längerer Lockdowns auszubrechen, dann wird es auch leistungsstarke Familienunternehmen treffen. Gleiches gilt für die jungen Menschen in den Abschlussklassen der allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, also für die Fachkräfte von morgen. Auch sie dürfen nicht zu Verlierern der Krise werden. Das Corona-Management der Politik muss verständlicher, digitaler und fokussierter werden. Sonst verlieren wir den Motor unseres Wohlstandes: die Unternehmen.

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