Handel

IHK Schwaben bewertet Brexit-Abkommen positiv

Die IHK-Regionalversammlung Kaufbeuren und Ostallgäu bewerten das Brexit-Abkommen als eine gute Nachricht. Was sich ihrer Meinung nach trotzdem in Zukunft schwieriger und teurer gestalten wird.

„Das Handels- und Kooperationsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich ist eine gute Nachricht für die Wirtschaft im Ostallgäu“, betont Peter Leo Dobler, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Kaufbeuren und Ostallgäu. Die Insel bleibe auch nach dem Brexit ein wichtiger Handelspartner der heimischen Wirtschaft. „Das Abkommen kann allerdings nicht verhindern, dass der Handel mit Gütern und Dienstleistungen für so gut wie alle Unternehmen schwieriger und teurer wird. Denn wie so oft liegt der Teufel im Detail.“

Vereinigtes Königreich als sechstwichtigster Handelspartner

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Knapp 500 Unternehmen aus Bayerisch-Schwaben treiben laut IHK Schwaben derzeit Handel mit dem Vereinigten Königreich, davon haben rund 10 Prozent ihren Sitz in Kaufbeuren und dem Landkreis Ostallgäu. Bayernweit ist das Vereinigte Königreich mit einem Exportvolumen von 12,5 Milliarden Euro der sechstwichtigste Handelspartner. 2019 gingen 6,6 Prozent aller bayerischen Exporte auf die Inseln.

Das ändert sich zukünftig für den Handel

Das zum 1. Januar 2021 in Kraft getretene Freihandelsabkommen sorgt dafür, dass für Waren keine Mengenbeschränkungen gelten und meist keine Zölle anfallen. Das Abkommen ändert allerdings nichts daran, dass das Vereinigte Königreich zum Jahreswechsel für die Mitglieder der Europäischen Union zu einem Drittland wurde. „Unternehmen, die mit Gütern und Dienstleistungen handeln, brauchen in der Regel nun eine zollrechtliche Registrierung und müssen Ex- und Importe vorher anmelden“, stellt IHK-Zollexperte Axel Sir fest.

Regelungs- Informations- und Beratungsbedarf sei groß

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Tina Poisl, Länderreferentin der IHK Schwaben für das Vereinigte Königreich, sehe weitere Herausforderungen auf die regionale Wirtschaft zukommen. „Mit dem Brexit kommt es auch zu Veränderungen im Steuerrecht oder beim Datenschutz. Möglicherweise fallen neue Steuern im Vereinigten Königreich an. Auch rechtliche Fragen, etwa zur unternehmerischen Haftung, müssen neu geklärt werden“, so Poisl. „So erfreulich es ist, dass das Freihandelsabkommen doch noch zustande gekommen ist, so viele Fragen lässt es derzeit noch offen. Der Regelungs- und damit auch Informations- und Beratungsbedarf bleibt in den nächsten Monaten groß.“

Wichtig: Faire und einvernehmliche Lösungen

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Dobler abschließend: „Das Ostallgäu ist wie ganz Bayerisch-Schwaben ein Wirtschaftsstandort mit einer starken internationalen Verflechtung. Das haben uns die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise nochmals nachdrücklich vor Augen geführt. Umso wichtiger ist es, dass wir im Handel mit dem Vereinigten Königreich zu fairen und damit einvernehmlichen Lösungen kommen. Die Erfahrungen des letzten Jahres haben uns gezeigt, dass der internationale Austausch von Gütern, Dienstleistungen und Menschen keine Selbstverständlichkeit ist. Mit einem erfolgreichen Management des Brexit lässt sich ein positives Zeichen setzen, für mehr freien Wettbewerb und weniger wirtschaftlichen Protektionismus. Daher ist es ganz im Interesse der regionalen Wirtschaft, dass die noch offenen Details zeitnah und fair geklärt werden.“

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