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IHK: Herausforderungen für Wirtschaft und Politik
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Industrie- und Handelskammer Schwaben

IHK: Herausforderungen für Wirtschaft und Politik

 DIHK Präsident Dr. Eric Schweitzer auf dem 41. Augsburger Konjunkturgespräch. Foto: B4B SCHWABEN

Anlässlich des 41. Augsburger Konjunktur Gespräches konnte die IHK Schwaben einen ganz besonderen Gast in ihrem Haus begrüßen. Dr. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), kam zu diesem Event in die schwäbische Hauptstadt. Hierbei sprach er zu Themen rund um Politik und Wirtschaft, die auch für unsere Region interessant sind.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Zum 41. Augsburger Konjunktur Gespräch konnte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben einen besonderen Besucher empfangen. Zum ersten Mal hatte diese Dr. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), bei sich im Haus zu Gast. In der Dachorganisation in Berlin beschäftigen sich Wirtschaftsvertreter und Politiker mit vielen Fragen, die auch für Schwaben relevant sind. Einige Eckpunkte behandelte Dr. Schweitzer auch in der Fuggerstadt.

Weitere Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands von Unternehmen angezweifelt

„Worin sieht die Wirtschaft den Aufschwung gefährdet?“, fasste Dr. Peter Lintner, IHK Schwaben, die laufenden Diskussionen in Politik und Wirtschaft zusammen. Die Sorgen der Unternehmen nehmen zu. Fast 50 Prozent von ihnen fühlen sich verunsichert. Doch warum ist das so? Darauf hat Dr. Schweitzer mehrere Antworten, die eine Grundangst wiederspiegeln: Wie soll Deutschland weiter wettbewerbsfähig bleiben?

Dr. Schweitzer über verpasste Chancen, Mindestlohn und Rente mit 63

„Wir haben im letzten Jahr viele Chancen verpasst…“, begann Dr. Schweitzer seine Erklärungen. Auch der Mindestlohn drücke an vielen Stellen. Nicht in Schwaben hieß es erst, doch Dr. Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben, verneint dies: „Der Mindestlohn trifft uns voll!“ Probleme sieht Dr. Schweitzer aber auch bei der Rente mit 63. Mehr als 200.000 Menschen haben jetzt schon einen Antrag auf Frührente gestellt. Diese verlängerte Rentenzeit kostet jährlich rund 9 Milliarden Euro. Durchschnittlich bezieht diese jeder Rentner nun nämlich 19 Jahre lang. Mit dem früheren Rentenalter stehe die Bundesrepublik aber auch noch vor einem zweiten Problem. Dr. Schweitzer erklärte klar: „In zehn Jahren fehlen uns sechs Millionen Fachkräfte.“

Fachkräftemangel – Lösungsvorschläge von Dr. Schweitzer

Der Mangel an diesen war ebenfalls ein großes Thema. Beziehungsweise, wie diesem entgegengewirkt werden soll. Dabei kam Dr. Schweitzer auf drei zentrale Lösungsansätze: Zuwanderung, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sowie mehr Investitionen. „Die Bundesregierung muss sich mehr auf Investitionen und Fachkräfte fokussieren“, formulierte der DIHK Präsident klar das Ziel. Um dies zu erreichen müsse Deutschland „attraktiver“ werden. Denn „wegen dem Wetter überzeugen wir niemanden nach Deutschland zu ziehen“. Auch ein besseres Ganztagsschulen und Betreuungsangebot soll dem Fachkräftemangel ausbessern. Frauen, die Vollzeit arbeiten wollen, soll dies auch möglich gemacht werden. Besonders Bayern sei im Bereich der Ganztagsschulen hinten dran.

Energiewende: alle müssen an einem Strang ziehen

Hitzig diskutiert zurzeit auch: die Energiewende. Der Atomausstieg ist beschlossene Sache. Bereits jetzt liefern erneuerbare Energien 27 Prozent unseres Stroms. Dr. Schweitzer spricht sich klar für die Energiewende aus. Aber zu marktwirtschaftlichen Preisen. Dabei nennt er die hohen Energiekosten, die schon in den letzten Jahren einen Investitionsrückzug der Industrie zur Folge hatten. Sollte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer weiter auf Gaskraftwerke setzten, wird „Bayern als Industriestandort verlieren“, wie Dr. Schweitzer betont. „Die Energiewende ist ein nationales Problem. Wenn wir diese nicht als solches sehen, werden wir sie nicht erreichen.“

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