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IG Metall protestiert gegen Osram Werksschließung
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IG Metall Augsburg

IG Metall protestiert gegen Osram Werksschließung

 Die IG Metall läuft sturm - Osram hat eigenhändig die Schließung des Werkes Traunreut beschlossen, Foto: GNU Frank Vincentz

Der Streit geht wieder los. Osram hat die Schließung des Werkes Traunreut beschlossen, ohne die vertraglich verbindliche Konsultation mit den Arbeitgebervertretern. Die IG Metall reagiert mit heftigen Protestaktionen.

Die Lage bei Osram spitzt sich weiter zu. Das gespannte Verhältnis zu seinen Mitarbeitern wird einfach nicht besser. Über die letzten Jahre erntete das Unternehmen immer wieder Kritik von der IG-Metall. Nach einer Ankündigung Anfang letzten Jahres bis 2014 rund 1000 Stellen abzubauen, hatte die Gewerkschaft sich bemüht, die Folgen dieser Strukturveränderungen abzufedern. Des Weiteren hatte IG-Metall einen Zukunftsvertrag mit Osram ausgehandelt. Neben weitreichenden Informations- und Beratungsrechten für die Arbeitnehmerseite bei Investitionsentscheidungen, Umstrukturierungen und Standortentscheidungen, garantierte Osram die Sicherung der deutschen Standorte bis März 2015. Nun hat das Unternehmen aber beschlossen, das Werk Traunreut zu schließen und die Arbeit zu verlagern. Ohne Rücksprache mit dem Arbeitnehmervertreter.

Gewerkschaft fühlt sich übergangen

Die Entscheidung ist firmenintern bereits beschlossene Sache. Die IG Metall hat den Arbeitgeber wiederholt aufgefordert, die Schließung von Traunreut wieder zurückzunehmen. Dabei wurde auf die vertragliche Abstimmung zwischen den beiden Parteien verwiesen. Die Anstrengungen blieben ohne Erfolg. Die IG Metall reagiert darauf mit einer Einladung aller Mitarbeiter deutscher Osram Standorte zu betrieblichen Informationsveranstaltungen. In Augsburg fand die Informationsveranstaltung vor dem Osram Werk an der Berliner Allee statt. Insgesamt wurden schichtübergreifend von den drei Augsburger Osram Werken etwa 800 Mitarbeiter erwartet. Weitere Proteste der Belegschaft sind wohl nicht mehr auszuschließen.

Entscheidungen von Osram werden nicht toleriert

Die Mitglieder der IG Metall fühlen sich von Osram verraten. Der Standpunkt von Michael Leppek, kommissarischer Geschäftsführer der IG Metall Augsburg, ist klar: „Wir werden es nicht zulassen, dass Osram bestehende Vereinbarungen bricht und Beschäftigte mit Standortschließung bedroht.“ Es ginge nicht nur um Solidarität mit dem Werk Traunreut, sondern auch um ein klares Signal an den Arbeitgeber. Mit einem solchen Vorgehen würde er scheitern. „Die Verantwortlichen bei Osram müssen erkennen, dass sie nicht nach Gutsherrenart agieren können. Kurz vor dem Börsengang brauchen einige Manager offenbar noch Nachhilfeunterricht in Sachen Mitbestimmung, den kriegen sie“, so Leppek weiter. Bezirksleiter der IG Metall Bayern, Jürgen Wechsler, und der gesamte Ortsvorstand der IG Metall Augsburg waren ebenfalls bei der Veranstaltung zu Gast.

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