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ICE-Neubaustrecke: Augsburg fordert Ausbau des Knotenpunktes Augsburg
Infrastruktur

ICE-Neubaustrecke: Augsburg fordert Ausbau des Knotenpunktes Augsburg

Die ICE-Neubaustrecke soll parallel zur A8 verlaufen. Die rot eingezeichnete Strecke zeigt die Vorschlagstrasse, die grau eingezeichnete die Bestandsstrecke. Foto: Screenshot, Deutsche Bahn
Die ICE-Neubaustrecke soll parallel zur A8 verlaufen. Die rot eingezeichnete Strecke zeigt die Vorschlagstrasse, die grau eingezeichnete die Bestandsstrecke. Foto: Screenshot, Deutsche Bahn

Vor Pfingsten hat der Bundestag der ICE-Neubaustrecke zwischen Ulm und Augsburg grünes Licht gegeben. Stadt und Landkreis Augsburg fordern nun, dass die Region bei den weiteren Planungen berücksichtigt wird.

Die Deutsche Bahn kann mit der Entwurfsplanung für die ICE-Neubaustrecke zwischen Ulm und Augsburg anfangen. Denn nachdem der Bundestag vor Pfingsten für das Projekt gestimmt hat, ist der Weg erst mal frei. Augsburgs Oberbürgermeister Florian Freund und Landrat des Landkreises Augsburg, Martin Sailer, sind über die Entscheidung erfreut – stellen aber auch Forderungen. Etwa, was den Augsburger Hauptbahnhof betrifft. Dessen Ausbau und die Interessen der Region sind für Sailer und Freund Voraussetzung, damit der Streckenneubau erfolgreich wird. Doch der Ausbau des Knotenpunktes Augsburg ist im Rahmen der Neubaustrecke derzeit nach Entscheidung des Bundestages nicht vorgesehen.

Forderungen für den Ausbau Knotenpunkt Augsburg

„Der Bahnausbau Augsburg–Ulm birgt enormes Potenzial, entscheidend ist jetzt, dass der Hauptbahnhof Augsburg als leistungsfähiger Knoten mitwächst“, sagt Freund. Konkret meint er damit eine Modernisierung der Gleise und Signaltechnik und dass Zulaufstrecken besser miteinander verknüpft werden, etwa die Strecke Richtung Donauwörth und die Anbindung des Güterverkehrszentrums. „Nur so können mehr Züge gleichzeitig fahren, Verspätungen reduziert und Anschlüsse zuverlässig erreicht werden. Nur wenn Fern- und Nahverkehr hier reibungslos zusammenspielen, Züge pünktlich fahren und Anschlüsse funktionieren, profitieren wir Menschen vor Ort tatsächlich“, so Freund weiter.

Landrat Sailer sieht das ähnlich: „Elementar wichtig ist jetzt, wie gut die zusätzlichen Verkehre vor Ort abgewickelt werden können“, sagt er.

Zusmarshausen bekommt Regionalbahnhalt

Sailer und Freund erwarten vom Bund, dass neben dem überregionalen Bedarf auch der regionale Bedarf bei der Planung eine Rolle spielt. Deshalb wollen sich die beiden mit der Bahn und dem Bund austauschen und in die anstehenden Planungsschritte einbringen.

Bereits genehmigt hat der Bund, dass Zusmarshausen einen Regionalbahnhalt bekommt. Für die Kosten in Höhe von 59 Millionen Euro sieht der Bund aber den Freistaat Bayern als zuständig an. Wegen möglicher weiterer Regionalhalte solle sich die DB InfraGO mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft abstimmen.

Wann die Bauarbeiten für die ICE-Neubaustrecke starten können, ist offen und kann noch Jahre dauern. Allein weil noch unklar, ist, wie viel genau der Neubau kostet und wie er finanziert wird. Derzeit geht der Bundestag von Kosten in Höhe von 8,15 Milliarden Euro aus.

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