Internationalen Bodensee Konferenz (IBK)

IBK: Startschuss für „Bodensee-Plattform Innovation 4.0“ ist gefallen

Europaminister Peter Friedrich sprach bei der Veranstaltung die Keynote zum Thema Digitalisierung. Foto: HTWG Konstanz

Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung der Bodenseeregion unterstreichen bei einer Tagung an der Hochschule Konstanz den Wunsch nach mehr Austausch zum Thema Digitalisierung. Die neue „Bodensee-Plattform Innovation 4.0“ ist dabei auch als Wegweise für wirtschaftliche Akteure gedacht.

Wie kann die Vierländerregion Bodensee von der Digitalisierung profitieren und sich als Modellregion für intelligente und nachhaltige Entwicklung positionieren? Darüber haben sich rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft, Verwaltung und Politik Hochschule Konstanz ausgetauscht. Ein wichtiger Baustein dafür soll eine institutionalisierte, branchen-, disziplinen- und länderübergreifende Vernetzungsplattform sein.

Bodenseeregion will digitalen Wandel aktiv mitgestalten

Digitalisierung, Internet der Dinge, Industrie 4.0: Die Definition der Begriffe ist oft unscharf. Klar ist jedoch, dass das, was sie beschreiben, bereits jetzt Wirtschaft und Gesellschaft verändert. Neue Technologien und verändertes Denken stellen gerade kleine und mittlere Unternehmen, vor entscheidende Herausforderungen. Besondere Zielgruppe des Treffens war deshalb der Mittelstand der Vierländerregion. Ihm bescheinigte Europaminister Friedrich in seinem Einführungsvortrag: „Ich bin überzeugt, dass wir das Innovations- und Kooperationspotential der Digitalisierung durch einen effektiven Wissens- und Technologietransfer für die Wirtschaftsregion Bodensee nutzbar machen können und müssen. Denn als internationaler Wirtschaftsstandort ist die Region dafür geradezu prädestiniert, im Kontext des digitalen Wandels grenzüberschreitende Synergieeffekte zu hebeln und so den Wandel aktiv zu gestalten.“

Handwerkskammer Konstanz will Unternehmen in der Vierländerregion Orientierung bieten

Georg Hiltner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz, wies auf die Veränderung der Aufgaben der Kammern hin: „Als Handwerkskammer ist es unsere Aufgabe, unseren Mitgliedsunternehmen aufzuzeigen, wohin die digitale Reise geht und welche Vorteile sie daraus ziehen können. Wir sind sehr interessiert daran, den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu forcieren und damit das Thema Digitalisierung zu einem Erfolgsmotor in der Region zu machen.“

Vor allem der Mittelstand soll von der „Bodensee-Plattform Innovation 4.0“ profitieren

„Damit insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen rund um den See von der Digitalisierung profitieren können, müssen wir als Region an einem Strang ziehen und unsere Kompetenzen noch intensiver verknüpfen“, forderte Minister Friedrich und kündigte an: „Hierfür schaffen wir mit der ‚Bodensee-Plattform Innovation 4.0‘ eine wichtige Basis für die Wirtschaftsakteure der Region.

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