Auszeichnung

Holzbaupreis 2019: Ein Preisträger kommt aus Königsbrunn

Alle vier Jahre wird der Holzbaupreis als Auszeichnung für das Bauen mit dem ökologisch nachhaltigen Werkstoff vergeben. Einer der diesjährigen Preisträger kommt aus Königsbrunn bei Augsburg.

Sechs herausragende Holzbauten hat die bayerische Forstministerin Michaela Kaniber in München am 28. Februar mit dem Bayerischen Holzbaupreis ausgezeichnet. „Das Bauen mit Holz hat Zukunft: Das zeigen die Preisträger eindrucksvoll. Der ökologische Baustoff Holz mit seinen hervorragenden Eigenschaften ist bei Architekten und Bauherren beliebt wie nie zuvor“, erklärte die Ministerin.

Die Bauherren der besten Projekte werden mit 1.500 Euro Preisgeld belohnt.

Jeweils 1.500 Euro erhalten die vier Sieger-Projekte: der Neubau eines Kindergartens in Neustadt an der Donau, ein Einfamilienhaus in Herrsching am Ammersee, ein Architekturbüro als Garagenaufstockung in Königsbrunn bei Augsburg sowie ein Gemeinschaftsprojekt in Garmisch-Partenkirchen, das alpenländisches Bauen modern interpretiert. Sonderpreise in Höhe von je 1.000 Euro erhielten ein temporärer Eingangs- und Ausstellungspavillon für die Alte Pinakothek in München sowie der Neubau einer Kirche mit außergewöhnlicher Formensprache in Holzkirchen im Landkreis Miesbach. 

Der Werkstoff Holz ist modern und hat eine grandiose ökologische Bilanz

Bei der Preisverleihung verwies Ministerin Kaniber auch auf die herausragende Ökobilanz des Baustoffs Holz und seine vielfältigen Einsatzbereiche - gerade im urbanen Bauen. Ein Kubikmeter Holz entziehe der Atmosphäre beim Wachsen im Wald eine Tonne Kohlendioxid, so Kaniber, und spare durch Substitution anderer Baustoffe weitere Treibhausgase ein. Die Digitalisierung werde zudem dem Bauen mit Holz weitere Türen öffnen, da sie die Herstellung individueller Bauteile wirtschaftlicher ermögliche.

Das Königsburnner Architekten-Büro 17A überzeugt die Jury durch Individualität 

Die Preisvergabe an das Architekturbüro 17A begründete die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Lydia Haack so: „Durch eine Aufstockung mit Wand-, Decken- und Dachelementen aus massivem Brettsperrholz wurde eine Beton-Doppelgarage in ein Bürohaus mit einzigartigem Charakter verwandelt. Dass Bauen im Bestand zu besonderen und individuellen Lösungen führen kann, wird uns hier gekonnt vor Augen geführt. Die gelungene Komposition aus Alt und Neu, mit Eingang durch das ehemalige Garagentor, hellen Arbeitsräumen mit raumbreiter Verglasung und einem 45 Grad Pultdach, liefert ein hervorragendes Beispiel für die Möglichkeiten der Nachverdichtung im urbanen Raum durch einen kreativen Umgang mit dem Vorhandenen.“

Der Holzbaupreis ist nicht die erste Auszeichnung

Der Garagenaufbau aus dem Augsburger Land wurde bereits 2018 mit dem Thomaswechs-Preis ausgezeichnet, welcher alle drei Jahre für Bauwerke in Schwaben ausgelobt wird und auf herausragende neue Architektur aufmerksam macht. Der jetzt gewonnene Holzbaupreis wird seit 1978 alle vier Jahre als Gemeinschaftsprojekt des Forstministeriums, des Landesbeirats Holz Bayern und proHolz Bayern, unterstützt durch die Bayerische Architektenkammer und die Bayerische Ingenieurekammer-Bau, vergeben. 

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Die Bauherren der besten Projekte werden mit 1.500 Euro Preisgeld belohnt.

Jeweils 1.500 Euro erhalten die vier Sieger-Projekte: der Neubau eines Kindergartens in Neustadt an der Donau, ein Einfamilienhaus in Herrsching am Ammersee, ein Architekturbüro als Garagenaufstockung in Königsbrunn bei Augsburg sowie ein Gemeinschaftsprojekt in Garmisch-Partenkirchen, das alpenländisches Bauen modern interpretiert. Sonderpreise in Höhe von je 1.000 Euro erhielten ein temporärer Eingangs- und Ausstellungspavillon für die Alte Pinakothek in München sowie der Neubau einer Kirche mit außergewöhnlicher Formensprache in Holzkirchen im Landkreis Miesbach. 

Der Werkstoff Holz ist modern und hat eine grandiose ökologische Bilanz

Bei der Preisverleihung verwies Ministerin Kaniber auch auf die herausragende Ökobilanz des Baustoffs Holz und seine vielfältigen Einsatzbereiche - gerade im urbanen Bauen. Ein Kubikmeter Holz entziehe der Atmosphäre beim Wachsen im Wald eine Tonne Kohlendioxid, so Kaniber, und spare durch Substitution anderer Baustoffe weitere Treibhausgase ein. Die Digitalisierung werde zudem dem Bauen mit Holz weitere Türen öffnen, da sie die Herstellung individueller Bauteile wirtschaftlicher ermögliche.

Das Königsburnner Architekten-Büro 17A überzeugt die Jury durch Individualität 

Die Preisvergabe an das Architekturbüro 17A begründete die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Lydia Haack so: „Durch eine Aufstockung mit Wand-, Decken- und Dachelementen aus massivem Brettsperrholz wurde eine Beton-Doppelgarage in ein Bürohaus mit einzigartigem Charakter verwandelt. Dass Bauen im Bestand zu besonderen und individuellen Lösungen führen kann, wird uns hier gekonnt vor Augen geführt. Die gelungene Komposition aus Alt und Neu, mit Eingang durch das ehemalige Garagentor, hellen Arbeitsräumen mit raumbreiter Verglasung und einem 45 Grad Pultdach, liefert ein hervorragendes Beispiel für die Möglichkeiten der Nachverdichtung im urbanen Raum durch einen kreativen Umgang mit dem Vorhandenen.“

Der Holzbaupreis ist nicht die erste Auszeichnung

Der Garagenaufbau aus dem Augsburger Land wurde bereits 2018 mit dem Thomaswechs-Preis ausgezeichnet, welcher alle drei Jahre für Bauwerke in Schwaben ausgelobt wird und auf herausragende neue Architektur aufmerksam macht. Der jetzt gewonnene Holzbaupreis wird seit 1978 alle vier Jahre als Gemeinschaftsprojekt des Forstministeriums, des Landesbeirats Holz Bayern und proHolz Bayern, unterstützt durch die Bayerische Architektenkammer und die Bayerische Ingenieurekammer-Bau, vergeben. 

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