Employer-Branding

Höhle der Löwen: So geht es Studyflix aus Augsburg heute

Trotz kurzfristiger Nichtausstrahlung des fertig gedrehten Beitrags für die TV-Sendung Die Höhle der Löwen (DHDL), entwickelte sich das Startup Studyflix seit Staffel-Aus erfolgreich weiter.

Den Rückschlag durch den Entschluss des TV-Senders die bereits abgedrehte Folge mit Studyflix doch nicht auszustrahlen, überwand das Unternehmen gut. Mittlerweile konnten die Startup-Gründer Benedikt Bergner und Reinhard Blech ihre Mitarbeiterzahl auf mehr als 30 Personen verdoppeln. Anfang des Jahres wurde ihre Plattform Studyflix außerdem mit besserer Usability und erweiterten Features neu gelauncht. Dadurch erhöhte sich die Anzahl der Visits seit Ende letzten Jahres um 300 Prozent auf knapp 400.000 Sitzungen im Juli.

„Von allen Teilnehmern haben wir aktuell die meisten Sitzungen und sind somit das erfolgreichste Startup der Staffel“, erklärt Benedikt Bergner, ehemaliger Wirtschaftsjura-Student an der Universität Augsburg.

Wie die Videos entstehen

„Damit man ein komplexes Thema in 5 Minuten verstehen kann, investieren wir in jedes Video 50 Stunden Arbeit“, so Reinhard Blech. Zunächst ermittelt das Team durch Keyword-Analyse, welche Themen in einem Kurs am häufigsten von Studenten gesucht werden, damit besonders klausurrelevant und schwer verständlich sind.

Im Anschluss wandelt das Team die relevanten Themen des Kurses in eine Playlist mit etwa 10 fünf-minütigen Videos. Die Drehbücher werden von professionellen Synchronsprechern vertont. Hier setzt Studyflix auf einen jungen, lockeren Sprecher, der auf die Nutzer motivierend wirken soll. Im letzten Schritt wird das Video animiert.

Um ihre Kurse auf der Plattform sehen zu können, wählen Studenten ihr Studienfach, wie Maschinenbau, Informatik oder Wirtschaft aus, die Kurse können dann in Form von Playlists angesehen werden.

„Was Netflix heute für Serien ist, soll Studyflix morgen für die Bildung sein“

Mittlerweile stellt die kostenlose E-Learning-Plattform mehr als 1.300 Lernvideos zur Verfügung, bis 2020 sollen es rund 2.000 werden. Finanziert werden die Videos durch Arbeitgebermarketing. Durch Videobotschaften in den Lernvideos wird die Bekanntheit und Attraktivität der Arbeitgebermarke gesteigert. Die Anmeldedaten der Studenten ermöglichen es, die gesuchten Zielstudiengänge und Zielhochschulen anzusprechen.

Nach Angaben des Startups nutzen derzeit etwa 150 Unternehmen die E-Learning-Plattform. Dabei haben die beiden Gründer ehrgeizige Ziele: „Was Netflix heute für Serien ist, soll Studyflix morgen für die Bildung von Studenten sein“, erklärt Reinhard Blech. Benedikt Bergner ergänzt: „Employer Branding wird für Unternehmen immer wichtiger. Studyflix soll das führende Tool werden, um die Studenten und Unternehmen frühzeitig zu verbinden.“

So will sich die E-Learning Plattform weiterentwickeln

Die Gründer wollen sich im zweiten Halbjahr von 2019 noch stärker auf Felder wie die Content-Erweiterung, die technische Entwicklung, das Userwachstum oder neue Geschäftsfelder fokussieren.

Auch für neue Studiengänge sollen Inhalte erstellt werden. Im Vergleich zum Vorjahr konnte Studyflix seinen Umsatz auf einen siebenstelligen Betrag verdoppeln. Ende 2019 wird dann eine Embed-Funktion gelauncht, mit der andere Webseiten die Studyflix-Videos bei sich einbinden können. Dies soll den Bekanntheitsgrad des Startups weiter steigern.

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Im Anschluss wandelt das Team die relevanten Themen des Kurses in eine Playlist mit etwa 10 fünf-minütigen Videos. Die Drehbücher werden von professionellen Synchronsprechern vertont. Hier setzt Studyflix auf einen jungen, lockeren Sprecher, der auf die Nutzer motivierend wirken soll. Im letzten Schritt wird das Video animiert.

Um ihre Kurse auf der Plattform sehen zu können, wählen Studenten ihr Studienfach, wie Maschinenbau, Informatik oder Wirtschaft aus, die Kurse können dann in Form von Playlists angesehen werden.

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Mittlerweile stellt die kostenlose E-Learning-Plattform mehr als 1.300 Lernvideos zur Verfügung, bis 2020 sollen es rund 2.000 werden. Finanziert werden die Videos durch Arbeitgebermarketing. Durch Videobotschaften in den Lernvideos wird die Bekanntheit und Attraktivität der Arbeitgebermarke gesteigert. Die Anmeldedaten der Studenten ermöglichen es, die gesuchten Zielstudiengänge und Zielhochschulen anzusprechen.

Nach Angaben des Startups nutzen derzeit etwa 150 Unternehmen die E-Learning-Plattform. Dabei haben die beiden Gründer ehrgeizige Ziele: „Was Netflix heute für Serien ist, soll Studyflix morgen für die Bildung von Studenten sein“, erklärt Reinhard Blech. Benedikt Bergner ergänzt: „Employer Branding wird für Unternehmen immer wichtiger. Studyflix soll das führende Tool werden, um die Studenten und Unternehmen frühzeitig zu verbinden.“

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Die Gründer wollen sich im zweiten Halbjahr von 2019 noch stärker auf Felder wie die Content-Erweiterung, die technische Entwicklung, das Userwachstum oder neue Geschäftsfelder fokussieren.

Auch für neue Studiengänge sollen Inhalte erstellt werden. Im Vergleich zum Vorjahr konnte Studyflix seinen Umsatz auf einen siebenstelligen Betrag verdoppeln. Ende 2019 wird dann eine Embed-Funktion gelauncht, mit der andere Webseiten die Studyflix-Videos bei sich einbinden können. Dies soll den Bekanntheitsgrad des Startups weiter steigern.

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