Hochschule Augsburg

Hochschule Augsburg: Was macht einen Arbeitgeber attraktiv?

Heute liegt die Entscheidung für oder gegen eine Stellenbesetzung mehr und mehr bei den Absolventen. Was einen Arbeitgeber atraktiv macht, untersuchten jetzt Studenten der Hochschule Augsburg.

Wer für welches Jobangebot tatsächlich in Frage kommt, ist von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren abhängig: Aufgabenspektrum, Einkommen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten sowie Image, Unternehmensstandort und die Frage nach der Work-Life-Balance spielen bei der Entscheidung eine wichtige Rolle. Auch das künftige Arbeitsumfeld gibt für viele Interessenten den Ausschlag für oder gegen eine Stelle. Den Absolventen der Hochschule Augsburg ist das Betriebsklima bei der Berufswahl besonders wichtig: 62 Prozent der Studenten des vergangenen Studienjahres aus ingenieur- und wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen des letzten Sommersemesters gaben dies in einer Umfrage an.

Wandel auf dem Arbeitsmarkt feststellbar

Der Fachkräftemangel hat auf dem Arbeitsmarkt so manches verändert. Vor wenigen Jahren noch lag die Initiative bei der Jobsuche ausschließlich auf der Seite der Absolventen – neuerdings scheint sich das Blatt zu wenden: Immer mehr potenzielle Arbeitgeber rücken sich ins beste Licht, um Absolventen für sich zu gewinnen.

Studenten untersuchen Kriterien für Arbeitgeber-Attraktivität

Kriterien, die einen attraktiven Arbeitgeber ausmachen, und welches Unternehmen aus Absolventensicht besonders attraktiv ist, haben Studenten der Hochschule Augsburg unter der Leitung von Prof. Erika Regnet und Prof. Christian Lebrenz von der Fakultät für Wirtschaft im Rahmen eines Semesterprojektes untersucht. Dabei wurde beispielsweise abgefragt, ob Unternehmen aus dem ländlichen Raum ihren Standortnachteil ausgleichen können und womit. Außerdem wurde die Firmenkontaktmesse Pyramid an der Hochschule Augsburg in Augenschein genommen. Hier kreisten die Untersuchungen um die Frage, wie Firmen die Messe optimal in ihr Hochschulmarketing integrieren können.

Unterschiedliche Geschlechter – unterschiedliche Vorstellungen

Das Ergebnis der Umfrage an der Hochschule Augsburg zeigt: Wichtiger als das Gehalt ist bei der Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber das Betriebsklima. Beim Geschlechtervergleich kamen übrigens signifikante Unterschiede ans Licht: Für Frauen ist eine ausgewogene Work-Life-Balance wichtiger als für Männer. Bei den männlichen Ingenieuren hingegen waren die Aufgaben besonders wichtig. Auch die Gehaltserwarten lagen bei den Männern höher als bei den Frauen.

Standortnachteil vorhanden aber ausgleichbar

In den Firmen in ländlichen Regionen, bei denen der Landkreis Donau-Ries repräsentativ gegenüber dem Landkreis und der Stadt Augsburg untersucht wurde, bestätigte sich der Standortnachteil auch für die Absolventen der Hochschule Augsburg. Nur für ein Fünftel der befragten Studenten kam ein Umzug in den Landkreis Donau Ries für eine Stelle in Frage. Dies könne allerdings durch ein attraktives Gesamtpaket aus guten Karrierechancen, flexiblen Gehaltszahlungen oder Boni ausgeglichen werden, so die Befragten. Auch die Größe der Unternehmen spielt in Bezug auf die Attraktivität als Arbeitgeber eine Rolle für die Absolventen der Hochschule Augsburg: Großunternehmen und mittelständische Unternehmen sind für die befragten Studierenden interessanter als kleine Unternehmen.

Männliche Absolventen sind begehrter

Prinzipiell hat die Studenten-Gruppe der Hochschule Augsburg bei ihren Untersuchungen festgestellt, dass Planungssicherheit die Attraktivität der Arbeitgeber steigert. Absolventen starten die Suche nach einer Einstiegsposition heutzutage schon sehr früh – etwa ein Drittel der Absolventen haben bereits zum Hochschulabschluss eine Stelle in Aussicht. Die männlichen Absolventen zeigten sich bei der Befragung allerdings im klaren Vorteil: Knapp 29 Prozent der männlichen Absolventen der Fakultät Maschinenbau und Verfahrenstechnik haben bereits die Zusage für eine Stelle – bei den Frauen sind es lediglich 10 Prozent. Während bei den weiblichen Absolventinnen mehr als drei Viertel noch keine Stelle in Aussicht haben, ist es bei den männlichen 44 Prozent.

Firmenkontaktmesse Pyramid macht Absolventen aufmerksam

Die Firmenkontaktmesse Pyramid, die jährlich im Frühjahr auf dem Campus der Hochschule Augsburg stattfindet, ist ein wichtiger Gradmesser für die Attraktivität als Arbeitgeber. Nach der Pyramid stellen 83 Prozent der teilnehmen Unternehmen einen signifikant höheren Eingang an Bewerbungen fest. Aus diesem Grund ist die Hochschulmesse Pyramid eine lohnenswerte Möglichkeit insbesondere für Kleinunternehmen und sogenannte Hidden Champions, die Aufmerksamkeit potenzieller Kandidaten auf sich zu ziehen.

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Wandel auf dem Arbeitsmarkt feststellbar

Der Fachkräftemangel hat auf dem Arbeitsmarkt so manches verändert. Vor wenigen Jahren noch lag die Initiative bei der Jobsuche ausschließlich auf der Seite der Absolventen – neuerdings scheint sich das Blatt zu wenden: Immer mehr potenzielle Arbeitgeber rücken sich ins beste Licht, um Absolventen für sich zu gewinnen.

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Kriterien, die einen attraktiven Arbeitgeber ausmachen, und welches Unternehmen aus Absolventensicht besonders attraktiv ist, haben Studenten der Hochschule Augsburg unter der Leitung von Prof. Erika Regnet und Prof. Christian Lebrenz von der Fakultät für Wirtschaft im Rahmen eines Semesterprojektes untersucht. Dabei wurde beispielsweise abgefragt, ob Unternehmen aus dem ländlichen Raum ihren Standortnachteil ausgleichen können und womit. Außerdem wurde die Firmenkontaktmesse Pyramid an der Hochschule Augsburg in Augenschein genommen. Hier kreisten die Untersuchungen um die Frage, wie Firmen die Messe optimal in ihr Hochschulmarketing integrieren können.

Unterschiedliche Geschlechter – unterschiedliche Vorstellungen

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Standortnachteil vorhanden aber ausgleichbar

In den Firmen in ländlichen Regionen, bei denen der Landkreis Donau-Ries repräsentativ gegenüber dem Landkreis und der Stadt Augsburg untersucht wurde, bestätigte sich der Standortnachteil auch für die Absolventen der Hochschule Augsburg. Nur für ein Fünftel der befragten Studenten kam ein Umzug in den Landkreis Donau Ries für eine Stelle in Frage. Dies könne allerdings durch ein attraktives Gesamtpaket aus guten Karrierechancen, flexiblen Gehaltszahlungen oder Boni ausgeglichen werden, so die Befragten. Auch die Größe der Unternehmen spielt in Bezug auf die Attraktivität als Arbeitgeber eine Rolle für die Absolventen der Hochschule Augsburg: Großunternehmen und mittelständische Unternehmen sind für die befragten Studierenden interessanter als kleine Unternehmen.

Männliche Absolventen sind begehrter

Prinzipiell hat die Studenten-Gruppe der Hochschule Augsburg bei ihren Untersuchungen festgestellt, dass Planungssicherheit die Attraktivität der Arbeitgeber steigert. Absolventen starten die Suche nach einer Einstiegsposition heutzutage schon sehr früh – etwa ein Drittel der Absolventen haben bereits zum Hochschulabschluss eine Stelle in Aussicht. Die männlichen Absolventen zeigten sich bei der Befragung allerdings im klaren Vorteil: Knapp 29 Prozent der männlichen Absolventen der Fakultät Maschinenbau und Verfahrenstechnik haben bereits die Zusage für eine Stelle – bei den Frauen sind es lediglich 10 Prozent. Während bei den weiblichen Absolventinnen mehr als drei Viertel noch keine Stelle in Aussicht haben, ist es bei den männlichen 44 Prozent.

Firmenkontaktmesse Pyramid macht Absolventen aufmerksam

Die Firmenkontaktmesse Pyramid, die jährlich im Frühjahr auf dem Campus der Hochschule Augsburg stattfindet, ist ein wichtiger Gradmesser für die Attraktivität als Arbeitgeber. Nach der Pyramid stellen 83 Prozent der teilnehmen Unternehmen einen signifikant höheren Eingang an Bewerbungen fest. Aus diesem Grund ist die Hochschulmesse Pyramid eine lohnenswerte Möglichkeit insbesondere für Kleinunternehmen und sogenannte Hidden Champions, die Aufmerksamkeit potenzieller Kandidaten auf sich zu ziehen.

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