Rennwagen von morgen

Hochschule Augsburg präsentiert zwei neue Elektro-Rennwagen

Bereits zum achten Mal stellte die Hochschule Augsburg Rennwagen auf der Bühne vor. Mit welchen Umbaumaßnahmen die Vorgängerversionen verbessert wurden.

Über ein halbes Jahr Planungs-, Konstruktions- und Fertigungsarbeit liegen hinter dem Formula-Student-Team der Hochschule Augsburg. Am 6. Juni konnte Starkstrom Augsburg e.V. stolz dann zwei neue Rennwagen der Öffentlichkeit präsentieren. „Es ist immer wieder ein emotionaler Moment, wenn das Tuch weggezogen wird und das Publikum zum ersten Mal die neuen Fahrzeuge sieht“, resümierte Elena Zehnder, dritter Vorstand des Vereins.  

Bereits zum achten Mal präsentierte das studentische Team ein Fahrzeug für die Formula Student Electric und zum dritten Mal einen autonomen Rennwagen für die Formula Student Driverless. Dieses Jahr fand der jährliche Rollout unter dem Motto „Revival – Better. Stronger. Faster.“ im Sigma Technologie Park statt.  

Rennwagen Zapp wurde umkonstruiert

Bereits im August 2018 wurden die ersten Pläne entworfen. Fast ein Jahr wurde der letztjährige Rennwagen „Zapp“ analysiert, umgeplant, umkonstruiert und verändert.  Die Vorgängerversion wurde dabei schon im vergangenen Jahr präsentiert. Teamcaptain Tristan Wiedemann erklärte anlässlich des Rollouts: „Das diesjährige Fahrzeug mit vier Elektromotoren erhielt ein optimiertes Fahrwerk, um die Fahrstabilität des Rennwagens zu steigern. Um noch schnellere Rundenzeiten erzielen zu können, wurde das Fahrzeug mit neuen Reglern ausgestattet, die den Fahrer darin unterstützen sollen, die größtmögliche Leistung aus dem System zu entnehmen.“

Die Antriebsschlupfregelung (ASR) und das Torque-Vectoring sollen dabei eine noch effizientere Beschleunigung und höhere Kurvengeschwindigkeiten ermöglichen. Ein feuerfester Hochvolt-Akkukasten aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) sorge außerdem für weniger Gewicht und begünstige dadurch ein schnelleres Erreichen hoher Geschwindigkeiten und niedrigeren Energieverbrauch.  

Eine neuartige Verbindung der verschiedenen Akkuzellen ermögliche zudem, so Wiedemann, eine noch verlustfreiere Energieentnahme. Auch das 24VNiedrigvoltnetz habe man effizienter gestalten können, worüber beispielsweise mittels Pulsweitenmodulation die Lüfter für die Aktivkühlung der Elektromotoren betrieben werden. Zudem seien neue, kleinere Prozessorboards um einiges platzsparender. Obwohl das Monocoque gleich viel wiegt wie sein Vorgänger, wurde es komplett neu aufgebaut, um aktuellen Reglementänderungen gerecht zu werden. Einer Überarbeitung musste sich auch das Aeropaket unterziehen, das durch weitere Optimierung des Lagenaufbaus im Verbundwerkstoff noch leichter und noch wirkungsvoller für die notwendige Anpresskraft sorgt. 

Fahrerloses Fenja-DV ebenfalls überarbeitet

 

Auch das fahrerlose Fahrzeug „Fenja-DV“ wurde überarbeitet. Hier habe das Starkstrom-Team, so Elena Zehnder, aus der vergangenen Saison gelernt und sich für eine Neuauslegung der Lenkung entschieden. Der Grund: Die alte Version des Systems war schlichtweg nicht stark genug, um der Querbeschleunigung gegenzuhalten. Hier setzen die Studierenden in dieser Saison auf einen leistungsstärkeren Motor, um noch höhere Kurvengeschwindigkeiten zu erreichen. Zur Gewichtsreduktion wurde zusätzlich der Hochvolt-Akku neu ausgelegt und mit niedrigerer Kapazität auf die Bedürfnisse des autonomen Rennsports angepasst. 

Ein weiterer Schwachpunkt der vergangenen Saison war das zu beschränkte Sichtfeld der verschiedenen optischen Sensoren. Da sie die „Augen“ des Fahrzeugs darstellen, wurde das „Field of View“ der Sensorik erweitert und zusätzlich die Front- und Heckflügel demontiert. Dadurch kann der fahrerlose Rennwagen besser durch den Parkour manövrieren.

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