LINDA

Pilotprojekt von LEW Verteilnetz sorgt für internationales Aufsehen

Anhand von LINDA wurde untersucht, wie sich Niederschönenfeld bei einem Stromausfall mit erneuerbaren Energien selbst versorgen kann. Auch bei Energiexperten aus aller Welt stößt das Projekt auf großes Interesse.

Notstromversorgung im Blackout-Fall durch erneuerbare Energien: Darum ging es im Projekt LINDA, das die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) gemeinsam mit der Hochschule Augsburg, der LEW Wasserkraft GmbH und weiteren Partnern zwischen 2015 und 2018 durchgeführt haben.

Projekt sorgt für große Aufmerksamkeit

Das Vorhaben sorgte für große Aufmerksamkeit – unter anderem war das Konzept mit dem Bayerischen Energiepreis ausgezeichnet worden. Auch in der Fachwelt wird LINDA als wegweisend angesehen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. So informierte sich am vergangenen Freitag eine international besetzte Arbeitsgruppe der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) im Rahmen einer Deutschlandreise vor Ort über das Projekt: Die Gruppe, darunter Vertreter aus China, Kanada, Katar, Australien und Frankreich, besuchte am Freitag das Wasserkraftwerk Feldheim.

Internationale Arbeitsgruppe informiert sich vor Ort

Christian Moser, Leiter Kraftwerkstechnik bei LEW Wasserkraft, führte die Experten über das Gelände und berichtete über die Feldversuche, in deren Rahmen das Konzept in der Praxis getestet worden war. Die Arbeitsgruppe tagte auf Einladung des Schweizer Nationalkomittees in der Nähe von Zürich und hat dabei die Gelegenheit genutzt, zum Abschluss eine Exkursion nach Augsburg zu unternehmen, um neben einem Werksbesuch bei MAN auch noch Details zum praktischen Umgang mit Inselnetzen erfahren. Die Gruppe arbeitet an weltweiten Standards zu technischen Anforderungen im Umfeld von Microgrids, also inselnetzfähigen Teilnetzen. Sie verbessern die Versorgungssicherheit und Resilienz der elektrischen Energieversorgung.

Mit LINDA erneuerbare Energien für Notstromversorgung nutzen

Das LINDA-Konzept (Lokale Inselnetzversorgung und beschleunigter Netzwiederaufbau mit dezentralen Erzeugungsanlagen bei großflächigen Stromausfällen) soll insbesondere für die Notstromversorgung kritischer Infrastrukturen wie Krankenhäuser oder der Wasserversorgung angewendet werden. Bisher wurden etwa Photovoltaikanlagen für die Notstromversorgung nicht genutzt, da diese Anlagen auf ein bestehendes Netz mit einer stabilen Spannungs- und Frequenzvorgabe angewiesen sind. Hier setzt das Projekt LINDA an: Die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) und ihre Projektpartner aus Wirtschaft und Wissenschaft haben im Projekt gezeigt, dass dezentrale Erzeugungsanlagen, wie Photovoltaikanlagen, Wasserkraftwerke oder Biogasanlagen, zur Notstromversorgung im Blackout-Fall eingesetzt werden können.

Bisher umfangreichster Praxistest

Dafür haben die Projektpartner ein Konzept entwickelt und in den bisher umfangreichsten Inselnetzversuchen in Deutschland erfolgreich in der Praxis getestet: Beim abschließenden Feldversuch waren alle drei Kommunen Niederschönenfeld, Feldheim und Rain mit rund 1.100 Haushalten, 185 Photovoltaikanlagen sowie zwei Wasserkraftwerken und einer Biogasanlage eingebunden. Ende 2018 wurde das Projekt offiziell abgeschlossen. Das LINDA Konzept wird seitdem weiterentwickelt. Es kann in Notfallkonzepte sowie Netzwiederaufbaupläne integriert werden und soll bestehende Strategien zur Wiederherstellung der Stromversorgung bei einem großflächigen Stromausfall ergänzen.

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