VDMA-Sonderpreis

Hochschule Augsburg für neues Lernkonzept ausgezeichnet

Das Team von „Digital und Regional“ nahm den VDMA-Sonderpreis in Berlin entgegen. Foto: X21de - Tatjana Dachsel
Es ist ein wichtiger Erfolg für das Modell „Digital und Regional“ des Studiengangs Systems Engineering: Der Kooperations-Studiengang der Hochschulen Augsburg und Kempten wurde kürzlich mit einem Sonderpreis im Wettbewerb „Bestes Maschinenhaus“ des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VMDA) ausgezeichnet.

Das Team um die Studiengangleiter Prof. Dr. Nik Klever von der Hochschule Augsburg und Prof. Dr. Dirk Jacob von der Hochschule Kempten nahm die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung entgegen. Vor Ort waren auch Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung und Theresia Bauer, Wissenschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg.

VMDA-Sonderpreis für gut ausgebildeten Ingenieur-Nachwuchs

Mit dem Hochschul-Preis zeichnet der VMDA Lehrkonzepte für mehr Studienerfolg aus. Der Verband möchte so dazu beitragen, dass die Studienabbruch-Quote gesenkt wird. Eine Jury aus 21 Experten aus Hochschulen, Industrie und Verbänden prämierte das sich noch im Aufbau befindende Lehrkonzept „Digital und Regional“ des Studiengangs Systems Engineering mit dem Sonderpreis.

Jury vom Konzept überzeugt

Studierende, die mitten im Berufsleben stehen, oder gleichzeitig eine IHK-Ausbildung absolvieren, können einen Hochschul-Abschluss erreichen. Auch ein Studium mit Praxis-Phasen ist möglich. An drei Tagen in der Woche arbeiten die Studierenden in ihrem Betrieb. An den beiden anderen Tagen besuchen sie Lehrveranstaltungen an den Standorten Nördlingen oder Memmingen. Unterstützung erhalten sie durch moderne E-Learning-Angebote wie Lernplattformen, Video-Podcasts oder Video-Konferenzen. Durch Instant Messengers und digitale Sprechstunden stehen sie im permanenten Austausch mit ihren Dozenten. So soll eine strukturierte und betreute Vor- und Nachbereitung des Studiums garantiert werden.

Themenfelder Digitalisierung und Industrie 4.0

Der Studiengang wurde federführend an der Hochschule Augsburg ausgearbeitet. Er ist bei Anstellung in einem Unternehmen auf viereinhalb Jahre ausgerichtet und schließt mit dem Titel Bachelor of Engineering ab.  Auf dem Lehrplan steht anwendungsorientierte Programmierung in den Bereichen Elektronik, Mechanik und Informatik. Das Grundstudium ist als breite Ingenieurs-Ausbildung in Mechatronik und Informatik angelegt. Anschließend erhalten die Studierenden die Möglichkeit, ihr Studium in den Themenfeldern Digitalisierung und Industrie 4.0 zu vertiefen.

Startschuss im Herbst 2016 gefallen

Im Herbst 2016 begannen die ersten Studenten des Studiengang Systems Engineering am Hochschulzentrum Donau-Ries in Nördlingen und am Hochschulzentrum Memmingen. Anstatt in die Hochschul-Standorte Augsburg und Kempten zu pendeln, können sie in unmittelbarer Nähe zu ihrem Arbeitgeber in Teilzeit studieren. Die Studieninhalte sind am Bedarf der regionalen Arbeitgeber ausgerichtet. Zudem sollen sie durch individuell gestaltbare Lernmethoden eine bessere Vereinbarung von Beruf, Studium und Freizeit ermöglichen. Ein neuer Durchgang des Studiengangs Systems Engineering startet im Wintersemester 2017/18.

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