Übernahme

HLS Engineering von SACHA Gruppe gekauft

Die Augsburger HLS Engineering Group. Foto: HLS Engineering Group
Ist die insolvente HLS Engineering Group gerettet? Nach dem jetzigen Kauf durch die international aktive SACHA Gruppe sehen die HLS Geschäftsführung und die Insolvenzverwaltung in eine positive Zukunft. Doch nicht alle Mitarbeiter können von der Übernahme profitieren.

Aufatmen für die Mitarbeiter und Kunden des Engineering-Dienstleister HLS Engineering Group GmbH und der HLS Ingenieurbüro GmbH. Nachdem die beiden Gesellschaften im August 2019 Insolvenzanträge in Eigenverwaltung gestellt hatten, erfolgte nunmehr der Verkauf der operativen Einheiten der Unternehmensgruppe an die international tätige SACHA-Gruppe. Mit dem Verkauf konnten das Management um Ulrich Betz die Sanierung und die Verkaufsvorbereitung in der Eigenverwaltung erfolgreich abschließen.

HLS Geschäftsführung für Restrukturierung federführend

Rückläufige  Auftragseingänge und der hohe Preisdruck in der Automotive-Engineering-Branche waren die maßgeblichen Gründe für die Insolvenz der beiden Unternehmen. Das Amtsgericht Augsburg hatte auf Antrag der Unternehmen jedoch die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. So konnte die Geschäftsführung – unterstützt von den Beratern der Kanzlei SGP Schneider Geiwitz und überwacht von einem vorläufigen Sachwalter – die Sanierung der Unternehmensgruppe selbst federführend vorantreiben. Seit Mitte August 2019 konnte die Geschäftsführung unter CEO Ulrich Betz damit den bereits zuvor eingeleiteten Restrukturierungskurs fortsetzen. Zudem wurde mit der SACHA Engineering Pvt Ltd. eine international aktive Engineering-Dienstleisterin als neue Investorin gewonnen. Die neu gegründete HLS SACHA GmbH hat dann zum 01.11.2019 die Unternehmen der beiden insolventen Gesellschaften übernehmen. Zudem übernimmt die Investorin die nicht insolventen HLS Tochtergesellschaften HLS Robotic Automation GmbH, PCM GmbH, HLS Czech s.r.o. und HLS Vietnam Ltd.

HLS CEO Ulrich Betz ist zuversichtlich

SACHA-CEO Pawan Singh erklärte zu der Übernahme: „Wir freuen uns, mit HLS nunmehr einen schlagkräftigen Dienstleister im deutschen Markt als Teil unserer Unternehmensgruppe zu haben. Gemeinsam mit dem motivierten und kompetenten Team der HLS können wir Kunden in Deutschland wie auch im internationalen Umfeld bedienen und hierbei den Wandel der Automotive-Branche als Engineering-Dienstleister begleiten.“ Auch HLS-CEO Ulrich Betz zeigte sich zuversichtlich: „Mit SACHA und Pawan Singh haben wir gute strategische Partner und Investoren für die Zukunft. Das HLS-Team und ich freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.“ 

Die meisten Arbeitsplätze bleiben bestehen

Die Gehaltszahlungen an die über 100 Mitarbeiter der beiden von der Eigenverwaltung betroffenen Gesellschaften konnten damit ebenfalls sichergestellt werden. In Zusammenarbeit mit den beteiligten Banken konnte sich das Unternehmen außerdem weiter stabilisieren und letztlich die Gespräche mit dem Investor Singh zum Abschluss bringen. Im Rahmen der Reorganisation des Unternehmens in Zusammenarbeit mit dem Investor mussten allerdings 17 Arbeitsplätze entfallen. Mit dem Betriebsrat konnte jedoch bereits Mitte Oktober 2019 ein Einvernehmen erzielt werden. Der weitaus überwiegende Teil der über 300 Arbeitsplätze der Unternehmensgruppe konnte schließlich erhalten werden. Hierzu erläuterte Generalbevollmächtigter Christian Plail: „Trotz der angespannten Marktsituation konnten wir das Unternehmen und über 300 Arbeitsplätze erhalten. Banken, Gläubigerausschuss, Geschäftsführung und Sachwalter haben hier gemeinsam an einem Strang gezogen, um dieses Ergebnis zu ermöglichen.“ 

Insolvenzverwalter spricht von einem Erfolg

Der nunmehr bestellte Insolvenzverwalter Dr. Matthias Hofmann hat inzwischen die Kaufverträge abgeschlossen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Auch Hofmann zeigte sich sehr positiv zum Verkauf: „Der Verkauf an SACHA ist für die Mitarbeiter und Geschäftspartner der HLS, aber gleichermaßen für die Gläubiger ein großer Erfolg. Der Geschäftsführung und auch dem Team um Herrn Plail vielen Dank für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit, die diesen Erfolg erst ermöglicht hat.“ Wie lange die eben erst eröffneten Insolvenzverfahren dauern werden und in welcher Höhe die Gläubiger mit Quotenzahlungen rechnen können, lässt sich derzeit – laut Insolvenzverwalter Hofmann – aber noch nicht prognostizieren.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Übernahme

HLS Engineering von SACHA Gruppe gekauft

Die Augsburger HLS Engineering Group. Foto: HLS Engineering Group
Ist die insolvente HLS Engineering Group gerettet? Nach dem jetzigen Kauf durch die international aktive SACHA Gruppe sehen die HLS Geschäftsführung und die Insolvenzverwaltung in eine positive Zukunft. Doch nicht alle Mitarbeiter können von der Übernahme profitieren.

Aufatmen für die Mitarbeiter und Kunden des Engineering-Dienstleister HLS Engineering Group GmbH und der HLS Ingenieurbüro GmbH. Nachdem die beiden Gesellschaften im August 2019 Insolvenzanträge in Eigenverwaltung gestellt hatten, erfolgte nunmehr der Verkauf der operativen Einheiten der Unternehmensgruppe an die international tätige SACHA-Gruppe. Mit dem Verkauf konnten das Management um Ulrich Betz die Sanierung und die Verkaufsvorbereitung in der Eigenverwaltung erfolgreich abschließen.

HLS Geschäftsführung für Restrukturierung federführend

Rückläufige  Auftragseingänge und der hohe Preisdruck in der Automotive-Engineering-Branche waren die maßgeblichen Gründe für die Insolvenz der beiden Unternehmen. Das Amtsgericht Augsburg hatte auf Antrag der Unternehmen jedoch die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. So konnte die Geschäftsführung – unterstützt von den Beratern der Kanzlei SGP Schneider Geiwitz und überwacht von einem vorläufigen Sachwalter – die Sanierung der Unternehmensgruppe selbst federführend vorantreiben. Seit Mitte August 2019 konnte die Geschäftsführung unter CEO Ulrich Betz damit den bereits zuvor eingeleiteten Restrukturierungskurs fortsetzen. Zudem wurde mit der SACHA Engineering Pvt Ltd. eine international aktive Engineering-Dienstleisterin als neue Investorin gewonnen. Die neu gegründete HLS SACHA GmbH hat dann zum 01.11.2019 die Unternehmen der beiden insolventen Gesellschaften übernehmen. Zudem übernimmt die Investorin die nicht insolventen HLS Tochtergesellschaften HLS Robotic Automation GmbH, PCM GmbH, HLS Czech s.r.o. und HLS Vietnam Ltd.

HLS CEO Ulrich Betz ist zuversichtlich

SACHA-CEO Pawan Singh erklärte zu der Übernahme: „Wir freuen uns, mit HLS nunmehr einen schlagkräftigen Dienstleister im deutschen Markt als Teil unserer Unternehmensgruppe zu haben. Gemeinsam mit dem motivierten und kompetenten Team der HLS können wir Kunden in Deutschland wie auch im internationalen Umfeld bedienen und hierbei den Wandel der Automotive-Branche als Engineering-Dienstleister begleiten.“ Auch HLS-CEO Ulrich Betz zeigte sich zuversichtlich: „Mit SACHA und Pawan Singh haben wir gute strategische Partner und Investoren für die Zukunft. Das HLS-Team und ich freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.“ 

Die meisten Arbeitsplätze bleiben bestehen

Die Gehaltszahlungen an die über 100 Mitarbeiter der beiden von der Eigenverwaltung betroffenen Gesellschaften konnten damit ebenfalls sichergestellt werden. In Zusammenarbeit mit den beteiligten Banken konnte sich das Unternehmen außerdem weiter stabilisieren und letztlich die Gespräche mit dem Investor Singh zum Abschluss bringen. Im Rahmen der Reorganisation des Unternehmens in Zusammenarbeit mit dem Investor mussten allerdings 17 Arbeitsplätze entfallen. Mit dem Betriebsrat konnte jedoch bereits Mitte Oktober 2019 ein Einvernehmen erzielt werden. Der weitaus überwiegende Teil der über 300 Arbeitsplätze der Unternehmensgruppe konnte schließlich erhalten werden. Hierzu erläuterte Generalbevollmächtigter Christian Plail: „Trotz der angespannten Marktsituation konnten wir das Unternehmen und über 300 Arbeitsplätze erhalten. Banken, Gläubigerausschuss, Geschäftsführung und Sachwalter haben hier gemeinsam an einem Strang gezogen, um dieses Ergebnis zu ermöglichen.“ 

Insolvenzverwalter spricht von einem Erfolg

Der nunmehr bestellte Insolvenzverwalter Dr. Matthias Hofmann hat inzwischen die Kaufverträge abgeschlossen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Auch Hofmann zeigte sich sehr positiv zum Verkauf: „Der Verkauf an SACHA ist für die Mitarbeiter und Geschäftspartner der HLS, aber gleichermaßen für die Gläubiger ein großer Erfolg. Der Geschäftsführung und auch dem Team um Herrn Plail vielen Dank für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit, die diesen Erfolg erst ermöglicht hat.“ Wie lange die eben erst eröffneten Insolvenzverfahren dauern werden und in welcher Höhe die Gläubiger mit Quotenzahlungen rechnen können, lässt sich derzeit – laut Insolvenzverwalter Hofmann – aber noch nicht prognostizieren.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben