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Halbjahresbilanz: EBITDA bei Patrizia fast verdoppelt
Halbjahreszahlen 2026

Halbjahresbilanz: EBITDA bei Patrizia fast verdoppelt

Der Patrizia-Hauptsitz in Augsburg. Patrizia hatte ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2026. Foto: Patrizia
Der Patrizia-Hauptsitz in Augsburg. Patrizia hatte ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2026. Foto: Patrizia

Der Augsburger Investmentmanager Patrizia blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2026 zurück. Trotz Iran-Konflikt scheint sich der Markt zu stabilisieren.

Im ersten Halbjahr 2026 liegt das EBITDA der Patrizia SE bei 42,7 Millionen Euro und damit um 46,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Die EBITDA-Marge ist von 21,5 Prozent auf 31,6 Prozent gestiegen.

Die Steigerung hatte sich schon im ersten Quartal angekündigt: Dort lag das EBITDA bei 23,7 Millionen Euro und damit 41,3 Prozent höher als im ersten Quartal 2025.

Kostendisziplin und Optimierung

Der Augsburger Investmentmanager führt die Steigerung auf Kostendisziplin und Optimierungen zurück. Demnach sind die Aufwandsposten um 10,9 Prozent gesunken. Patrizia begründet das vor allem mit gesunkenen Personalkosten, da die Zahl der Vollzeitäquivalente um 70 auf 800 gesunken ist. Doch auch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Plattformoptimierung haben zur Kostenreduzierung beigetragen.

Das von Patrizia verwaltete Vermögen ist nahezu gleichgeblieben. Ende 2025 lag es bei 56,2 Milliarden Euro. Zum 30. Juni 2026 lag es bei 55,9 Milliarden Euro. Den Rückgang um 0,53 Prozent erklärt Patrizia mit Verkäufen.

Die Einnahmen durch Gebühren insgesamt sind nahezu stabil geblieben (Rückgang um 0,8 Prozent auf 127,3 Millionen Euro). Generell nimmt Patrizia weiterhin durch wiederkehrende Verwaltungsgebühren mehr ein, als sie für Aufwandsposten ausgibt (110,2 Millionen Euro zu 99,8 Millionen Euro).

Erholung der Märkte, Kunden mutiger

Die Märkte für Real Assets haben sich laut Patrizia im ersten Halbjahr 2026 schrittweise, wenn auch uneinheitlich, erholt. So weist Patrizia unterzeichnete Transaktionen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro aus (plus 15,6 Prozent). Jedoch liegt das Volumen der abgeschlossenen Transaktionen bei 1,1 Milliarden Euro und damit knapp 27 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.

Gleichzeitig sind die Kunden wieder etwas mutiger: Das von Kunden eingeworbene Eigenkapital ist im Laufe des ersten Halbjahres deutlich gestiegen. Ende März betrug es noch 100 Millionen Euro. Ende Juni dann 800 Millionen Euro und damit 117,5 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025.

Auch die Transaktionsaktivität der Kunden ist wieder gestiegen: Die Gebühren für Transaktionen lagen bei 3,8 Millionen Euro und damit 5,3 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Das liegt laut Patrizia vor allem daran, dass Kunden verkauft haben.

„Das erste Halbjahr 2026 war von einer schrittweisen Erholung des Fundraisings geprägt, wobei die Kundenaktivität im zweiten Quartal nach einem verhaltenen Jahresauftakt an Fahrt gewann“, ordnet Asoka Wöhrmann, CEO der Patrizia SE, die Entwicklung ein. „Während sich die Märkte für Real Assets auf einem teilweise uneinheitlichen Erholungspfad befinden, festigen sich die zugrunde liegenden Fundamentaldaten zunehmend.“

Ausblick auf 2. Halbjahr 2026

Patrizia bestätigt seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Insgesamt erwartet der Investmentmanager ein EBITDA zwischen 60 und 75 Millionen Euro sowie eine EBITDA-Marge zwischen 22 und 26,5 Prozent. Bis zum Jahresende erwartet Patrizia, dass es ein Vermögen zwischen 55 und 60 Milliarden Euro verwaltet.

Hatte sich im ersten Halbjahr der Iran-Konflikt noch negativ auf Zinsen und Investitionen ausgewirkt, stellt Patrizia nun fest, dass sich der Markt wieder verbessert. Patrizia rechnet damit, dass das von Kunden eingeworbene Eigenkapital auch im zweiten Halbjahr steigen wird.

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