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Gründerszene: So hat Augsburg DEXevo als IT-Standort überzeugt
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DEXevo GmbH

Gründerszene: So hat Augsburg DEXevo als IT-Standort überzeugt

Dr. Kurt Gribl, Klaus Wagner, Daniel Schmidt und Eva Weber. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Nach welchen Kriterien wählen Start-ups ihren Unternehmensstandort aus? Und welche Perspektive kann ausgerechnet die Augsburger IT-Landschaft Gründern bieten? Diesen Fragen stellt sich Daniel Schmidt, Geschäftsführer der DEXevo GmbH, im Interview mit der Redaktion.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Die DEXevo GmbH wurde kürzlich für „Qualität – Made in Augsburg“ ausgezeichnet. Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Daniel Schmidt: Die Überraschung war groß. Wir haben uns sehr über diese Ehrung gefreut. Wir bewegen uns mit unserem Produkt DECAMS in einem Spezialbereich, welcher eher den wichtigen „unsichtbaren" Background-Prozessen zugeordnet werden kann. Umso größer war die Freude, dass wir mit unserem Produkt sowie unserer Denkweise und Vision aufgefallen sind. Die Auszeichnung ist hierbei ein Bonus-Meilenstein auf unserem Weg, ein nachhaltig erfolgreiches Augsburger Unternehmen zu entwickeln.

Wie schätzen Sie Augsburg als Standort für die IT-Branche ein?

Die räumliche Nähe nutzen wir vor allem für einen regen unternehmerischen Gedanken- und Erfahrungsaustausch in verschiedenen organisatorischen und technischen Fragestellungen. Eine Kooperation im Sicherheits-Hardware-Bereich ist bereits in Planung. Hierbei ist neben einem weiteren Unternehmen vor Ort auch die Fachhochschule Augsburg involviert.

Der Standort Augsburg, genauer gesagt der aiti-Park, bietet durch Uni- und Fachhochschul-Nähe optimale Möglichkeiten, rechtzeitig gut ausgebildete Fachkräfte zu gewinnen. Darüber hinaus ist die geografische Lage und Verkehrsanbindung Augsburgs ideal. Unsere aktuellen Projekte laufen vor allem im süd- und westdeutschen Raum sowie Schweiz und Österreich.

Wenn man den Worten des bayerischen Ministerpräsidenten Glauben schenken darf, soll Augsburg die dritte bayerische Metropole neben München und Nürnberg werden. Normalerweise werden für derartige Strategien Investitions- und Förderprogramme von freistaatlicher Seite bereitgestellt. Diese politische Rahmenbedingung ist ebenfalls ein erheblicher Standortvorteil.

Sie sprechen davon, wie wichtig der Erfahrungsaustausch mit anderen ist. Sind bereits konkrete Projekt-Partnerschaften in Planung?

Aufgrund unserer Ausrichtung auf die Spezialbereiche des Sicherheitsmanagements sind wir mit anderen Unternehmen in der Region noch nicht direkt in Projekten vernetzt. Allerdings arbeiten wir mit Nachdruck daran, Partner in der Region zu gewinnen.

Ihr Produkt DECAMS soll vorwiegend Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung verhindern. Wie funktioniert das System?

Im Prinzip geht es unseren Kunden darum, Projekte im Bau- und Revisionsbereich rechtssicher abzuwickeln. Aspekte dabei sind unter anderem rechtliche Rahmenbedingungen wie Hauptunternehmerhaftung bei Mindestlohn und Sozialversicherung. Hierbei haftet zunächst der Hauptunternehmer für Vergehen in der Nachunternehmerkette. Ein Weg aus dieser Haftung ist eine genaue Dokumentation sowie Kontrolle der Firmen- und Mitarbeiternachweise.

Die Dokumentation und Kontrolle ist in mittleren und großen Projekten eine echte Herausforderung. Es gilt zum Beispiel, über 300 Fremdfirmen mit über 3.000 Mitarbeiter zu registrieren, zu dokumentieren und zu kontrollieren. Außerdem erhält jeder Mitarbeiter einen personalisierten Baustellenausweis und es wird eine Zutrittskontrolle durchgeführt. Damit betreten keine unberechtigten Personen die Baustelle. Diese Vorgänge binden Personal, welches oftmals nur für diesen Zweck eingesetzt wird.

Hier kommt DECAMS in Spiel: Mittels Workflow-Abbildung in Cloud-Software, Automatisierung und elektronischer Dokumentation sorgen wir dafür, dass die Aufwände im überschaubaren Rahmen bleiben. Mittlerweile ist DECAMS eine Produktplattform und besteht aus Komponenten für Registrierung, Zutritt, Anlieferungsdisposition und Modulare Wachcontainer.

Sie sind bereits seit 2010 im Geschäft. Was ist für die nächsten Jahre vorgesehen?

Wir bewegen uns in einem extrem schwierigen Marktumfeld. Zum Beispiel haben wir nicht nur eine Zielgruppe sondern vier, mit unterschiedlichen Anforderungen. Viele Unternehmen sind noch nicht IT-affin und erfordern eine hohe Beratungsintensität, um Innovationen zu erkennen und heutige technische Möglichkeiten optimal zu nutzen. Gleiches galt übrigens auch bei der Suche nach Investoren, welche in der Regel nur kurzfristig denken und auf eine möglichst hohe Rendite setzen.

Allerdings haben wir es auch ohne Investoren und aus eigener Kraft geschafft, wichtige Meilensteine zu setzen. Mit über 15 Projekten in Deutschland bauen wir kontinuierlich unsere Markt-Reputation aus. Darüber hinaus konnten wir den größten Schweizer Sicherheitskonzern als Partner gewinnen. Dieser setzt zukünftig ausschließlich DECAMS als führende Lösung für entsprechende Projekte ein. In den nächsten Jahren sind unter anderem Erweiterungen im Personalbereich für Vertrieb, Entwicklung und Support geplant. Außerdem wollen wir uns europaweit etablieren.

Das Interview führte Isabell Walter

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