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Gesundheitsrisiko Prostitution – was tun?
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Stadt Augsburg

Gesundheitsrisiko Prostitution – was tun?

 Prostitution. © bellopropello - Fotolia.com

Seit die Debatte um Prostitution in aller Munde ist, erreichen das Gesundheitsamt Augsburg vermehrt Fragen zu sexuell übertragbaren Erkrankungen. Kondompflicht schön und gut – doch das Gesundheitsamt Augsburg fordert mehr.

Die Diskussion um das geplante Großbordell im Lechhauser Industrieviertel hat die Augsburger aufgerüttelt. Mit Beginn der Freudenhaus-Debatte häuften sich beim städtischen Gesundheitsamt Anfragen zur medizinischen Überwachung von Prostituierten. Auch viele Fragen zu sexuell übertragbaren Erkrankungen erreichen das Amt. Viele Freier scheinen fälschlicherweise davon ausgegangen zu sein, dass Prostituierte regelmäßig gesundheitlich untersucht werden. Dem ist jedoch nicht so. Die Kunden sollten sich der Gefahr der Krankheitsübertragung bewusst sein.

Untersuchungspflicht seit 2001 abgeschafft

Vielleicht erinnern einige dieser Freier sich an eine gesetzliche Regelung, die jedoch im Jahr 2001 abgeschafft wurde. Bis dato war die Untersuchungspflicht für Personen, die sexuelle Dienstleistungen anbieten, tatsächlich Gang und Gebe. Doch auch, wenn die medizinische Untersuchung noch so aufwendig gestaltet wird – bei den meisten Geschlechtskrankheiten können Ärzte keine Aussage im Hinblick auf eine mögliche Ansteckung machen. So kann eine HIV-Infektion zum Beispiel frühestens drei Monate nach dem Risikokontakt sicher ausgeschlossen werden. Mit dem nächsten Kunden kann sich für die Prostituierten dann alles wieder ändern. Das Einzige, was gegen die Übertragung von Geschlechtskrankheiten wirklich hilft, ist – ganz genau: Das Kondom.

Hygieneverordnung in Bayern schreibt Kondompflicht vor

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Die Hygieneverordnung in Bayern schreibt eigentlich auch vor, dass „weibliche und männliche Prostituierte und deren Kunden verpflichtet sind, beim Geschlechtsverkehr Kondome zu verwenden.“ Doch ob diese Vorschrift auch tatsächlich eingehalten wird, wissen wohl nur die Betroffenen selbst.

Gesundheitsamt Augsburg will Prostituierten helfen

Daher betont auch das Gesundheitsamt Augsburgs, dass es für Prostituierte umso wichtiger ist, sich untersuchen zu lassen. Doch auch hier gilt es Hürden zu überwinden. Die meisten Frauen die als Prostituierte arbeiten, sind Migrantinnen aus Ost- und Südosteuropa. Sprachliche, soziale und kulturelle Barrieren verhindern, dass die Frauen sich informieren oder Beratungs- und Untersuchungsangebote wahrnehmen können. Auch, so das Gesundheitsamt Augsburg, werden immer mehr Frauen zur Prostitution gezwungen. Oft ist es ihnen nicht möglich, Behandlungs- und Hilfsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

Was das Gesundheitsamt Augsburg fordert

Das städtische Gesundheitsamt von Augsburg bietet zwar kostenlose Untersuchungen für Prostituierte auf freiwilliger Basis an. Doch viele der Frauen wissen gar nicht um dieses Angebot Bescheid. Dabei würde das Gesundheitsamt den Prostituierten gerne mit beratender Funktion zur Seite stehen. Angesichts dieser Problematik, spricht sich das Gesundheitsamt Augsburg für eine verpflichtende Gesundheitsuntersuchung zu Beginn der Tätigkeit in Augsburg aus. So wäre eine Aufklärung über die gesundheitlichen Gefahren und Hilfeleistungen möglich.

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