Interessenausgleich und Sozialplan

Gersthofer Backbetriebe: Verhandlungen abgebrochen

Seit 10 Uhr heute Morgen haben Betriebsrat und Gewerkschaft Verhandlungen geführt. Nun heißt es von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), dass der Betriebsrat die Verhandlungen über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan für die Beschäftigten der Gersthofer Backbetriebe abgebrochen habe.

Nach Abschluss eines Sozialplans können die Gersthofer Backbetriebe die Kündigungen aussprechen. Der Betriebsrat hatte sich bereit erklärt, den Sozialplan zu unterzeichnen, wenn das Gesamtpaket stimmt, so die Gewerkschaft. Auch NGG selbst hat keine Einwände. Aber: Der Betriebsrat möchte nichts unterzeichnen, was den Kollegen nichts bringt außer der sicheren Kündigung.

„Serafin ist in der Verantwortung für die Menschen und ihre Familien“

In der Pressemitteilung der Gewerkschaft heißt es, dass die Diskussion hauptsächlich um den Betrag, den Serafin den Beschäftigten zur Verfügung stellen will, ging. Der Betriebsrat hielt in den Verhandlungen engen Kontakt zu den rund 100 Beschäftigten, die sich an der Mahnwache auf dem Werksgelände beteiligten. Deren Meinung war eindeutig: Das Angebot von Serafin, 1,5 Millionen Euro für die 400 betroffenen Beschäftigten der Gersthofer Backbetriebe zur Verfügung zu stellen, wurde als „unzureichend“ abgelehnt, so die NGG.

„Das Angebot von Serafin reicht nicht. Viele Kollegen haben Probleme, einen neuen Job zu finden. Sie benötigen Sprachkurse und Weiterbildung, sonst stehen sie auf der Straße. Hierzu reicht das Geld von Serafin hinten und vorne nicht. Serafin ist in der Verantwortung für die Menschen und ihre Familien“, kommentiert Tim Lubecki von der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG).

Nächste Aktionen bereits in Planung

Das Votum der anwesenden 100 Beschäftigten war eindeutig: Ohne eine Vertreter der Serafin machen die Gespräche keinen Sinn. Erst wenn sich jemand von Serafin an den Tisch setzt, soll weiterverhandelt werden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Betroffenen planen als nächste Aktionen eine ökumenische Gedenkfeier am Montag in Augsburg und am Dienstag eine Demonstration in München vor dem Serafin-Hauptsitz.

Serafin und Gewerkschaft sind sich weiterhin uneinig

Laut Serafin blockiert jedoch die Gewerkschaft NGG die Sozialplanverhandlungen. Deswegen hatte sich das Unternehmen entschlossen, die Mitarbeiter mit einer Zahlung von 1,5 Millionen Euro zu unterstützen. Die Unternehmensgruppe sei sich ihrer Verantwortung bewusst und habe in Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter eine schnelle und unbürokratische Lösung erarbeitet, damit die Beschäftigten kurzfristig Geld erhalten werden. Die Lösung sieht vor, dass mit einem Teil des Geldes das ausstehende Weihnachtsgeld sowie der von den Backbetrieben geschuldete Dezember-Lohn kurzfristig ausgezahlt werden kann. Der restliche Betrag von rund eine Million Euro steht für weitere Zahlungen an Arbeitnehmer, die mit dem Betriebsrat noch zu definieren sind, zur Verfügung. 

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