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Gersthofer Backbetriebe stehen vor dem Aus: 400 Mitarbeiter betroffen
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Insolvenz

Gersthofer Backbetriebe stehen vor dem Aus: 400 Mitarbeiter betroffen

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Seit 7. Dezember sind die Lechbäck Filialen geschlossen. Foto: Angelina Märkl/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Die Gersthofer Backbetriebe stehen anscheinend vor dem endgültigen Aus. Über 400 Mitarbeiter bangen um ihren Job. Was Aldi damit zu tun hat.

Zum 1. Dezember wurde das Insolvenzverfahren für die Gersthofer Backbetriebe eröffnet. Am Freitag teilte der Insolvenzverwalter laut Gewerkschaft dem Betriebsrat mit, dass der Betrieb umgehend stillgelegt wird.

Lechbäck-Filialen sind auch betroffen

Schuld daran sei Aldi. Der Großkunde wolle ab sofort keine Ware mehr von den Backbetrieben beziehen. Der weitere Geschäftsbetrieb führe nur zu noch höheren Verlusten. Auch für die Lechbäck-Filialen wurde ein Insolvenzantrag gestellt. Dort arbeiten nochmal 80 Menschen. 

 

Seit Freitag steht der Betrieb bei den Gersthofer Backbetrieben still. Noch vor Weihnachten sollen die rund 400 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten rief daher am Montag zu einer Kundgebung vor den Werkstoren auf. Fotos: Angelina Märkl/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Verlust von Aldi als Kunde hat immense Auswirkungen

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Die Gewerkschaft macht die Unternehmensleitung verantwortlich.„In letzter Zeit waren die Backbetriebe kein zuverlässiger Lieferant für Aldi“, kommentiert Tim Lubecki von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Gleichzeitig versuchte die Geschäftsführung in den letzten Wochen offensiv, Aldi höhere Preise und langfristige Zusagen abzuringen. Dieses riskante Vorgehen führte wohl dazu, dass Aldi komplett abgesprungen ist und alle Beschäftigten noch vor Weihnachten ihren Job verlieren“, so Lubecki weiter.

Auszahlung der Dezemberlöhne nicht gesichert

Derzeit scheint nicht einmal die Auszahlung der Dezemberlöhne gesichert. Für einen solchen Notfall ist eigentlich das Insolvenzgeld vorgesehen. Doch das wurde bei den Gersthofer Backbetrieben nach Angaben der Gewerkschaft bereits im Sanierungsverfahren der letzten Monate ausgeschöpft und steht jetzt nicht mehr zur Verfügung. Nur die Beschäftigten der Lechbäck-Filialen können mit Insolvenzgeld rechnen. Bei allen anderen Betroffen solle jetzt wohl ein zweites Mal der Staat einspringen in Form von Arbeitslosengeld wie die Gewerkschaft mitteilt.

Betriebsversammlung am Montag

Am Montagvormittag soll eine Betriebsversammlung bei den Gersthofer Backbetrieben stattfinden. Im Anschluss plant die Gewerkschaft eine Kundgebung.

Mehr zum Eigentümer Serafin

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Erst Ende 2014 übernahm die Serafin Unternehmensgruppe den Betrieb zusammen mit den Lechbäck-Verkaufsfilialen. Serafin steht in der Tradition von 150 Jahren Firmengeschichte der Augsburger Unternehmerfamilie Haindl. In der Serafin-Pressemitteilung anlässlich der Übernahme hieß es: „Die Geschäftsführung wird das Unternehmen am Standort Gersthofen mit gleicher Belegschaft unverändert fortführen.“

Das deckte sich mit dem erklärten Investitionsansatz der Serafin: „Wir investieren in etablierte mittelständische Unternehmen, die auf ein funktionierendes Geschäftsmodell zurückgreifen, und durch den Einsatz operativer und strategischer Maßnahmen weiterentwickelt werden können.“ 

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