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GDL-Streik: wirtschaftliche Konsequenzen drastisch
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GDL-Streik: wirtschaftliche Konsequenzen drastisch

 Nach dem Durchbruch im Tarifkonflikt ist sicher: Es wird keine weiteren Streiks geben. Foto: B4B SCHWABEN

Vom 4. bis 10. Mai streikten die Lokomotivführer der Deutschen Bahn. Dieser Streik war der längste in der Geschichte der Deutschen Bahn. Die GDL ist weiterhin nicht zufrieden mit den laufenden Tarifverhandlungen. Für Pendler und vor allem für Deutschlands Gütertransport ergeben sich aus den Streiks schwerwiegende Konsequenzen. Auch Augsburg und Bayerisch-Schwaben sind von den Folgen des GDL-Streiks betroffen.

von Alexandra Hetmann, Online-Redaktion

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) rief zum achten Mal die Lokomotivführer, Lokrangiererführer und Zugbegleiter der Deutschen Bahn (DB) zum Streik auf. Der Streik der Bahnführer dauerte diesmal eine ganze Woche an: Vom 4. Mai bis zum 10. Mai 2015 streikten sowohl der Güter- als auch der Personenverkehr. Die GDL will einen besseren Tarifvertrag für ihre Mitglieder erlangen, die sich von denen der EVG unterscheiden sollen. Der Ausstand der GDL-Mitglieder zog weitreichende Folgen mit sich. Nach dem Ende des Rekord-Streiks wird nun eine Zwischenbilanz gezogen. Das Ergebnis: Auch Augsburg und Bayerisch-Schwaben kämpfen mit den Folgen des GDL-Streiks.

Deutsche Wirtschaft fährt enorme Verluste ein

Pro Streiktag des Güter- und Personenverkehrs fuhr die DB Verluste in Höhe von 10 Millionen Euro ein. Vergangenes Jahr streikten die Lokomotivführer bereits – oft auch länger. Die DB verlor dadurch etwa 170 Millionen Euro an Einnahmen. Doch nicht nur die DB war und ist von den Streiks enorm betroffen. Nach Schätzungen von Wirtschaftsverbänden wird sich der Schaden für die deutsche Wirtschaft auf rund eine halbe Milliarde Euro belaufen. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., betonte die Probleme für den bayerischen Transport. Wenn ein Zahnrad nicht ins andere greift, kommt die Versorgungskette ins Stocken. „Ein Streik dieser Länge ist unverantwortlich. Damit wird ein zentraler Verkehrsträger in unserem Land über Tage lahmgelegt. Das hat gravierende Folgen für die Wirtschaft und insgesamt für unsere auf Mobilität angewiesene Gesellschaft“, gab Bertram Brossardt zu bedenken.

Starke Einschränkung und großer Aufwand für Pendler und Reisende

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Reisende, Berufspendler und Unternehmen waren nicht erfreut von dem langen GDL-Streik. Per Auto, Fernbus oder mit den Ersatzfahrzeugen der DB kamen sie ans Ziel. Pendler sind darauf angewiesen, denn trotz Streik galt es, in der Arbeit erscheinen zu müssen. Jeden Tag streikten circa 3.000 Lokführer. In Augsburg durfte ein Anteil von 30 Prozent der Beamten nicht streiken. Aufgrund der hohen Quote verkehrte vom Augsburger Hauptbahnhof jede Stunde ein Regionalverkehrs-Zug – das heißt jeder zweite – nach München. Der Bundesverband der Autovermieter Deutschlands e.V. gab an, dass einzelne Anbieter zeitweise keine Autos mehr zur Verfügung hatten. Die Nachfrage schöpfte die Kapazität voll aus – und das nutzten die Auto-Verleiher aus. Die Preise für einen Mietwagen wurden bis zu doppelt so hoch.

Verständnis für Streiks ausgereizt

ARD-Deutschlandtrend und das Meinungsforschungsinstitut YouGov Deutschland zeigen: Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung hat kein Verständnis mehr für die GDL-Streiks. Nach Angaben von YouGov änderte sich die Meinung bezüglich der Richtigkeit der Streiks seit Februar nicht. Die Bevölkerung sorgt sich inzwischen jedoch zunehmend um negative Folgen für die Wirtschaft. Vorerst werden die deutschen nicht von weiteren Streiks betroffen sein. „Das Land und die Bahnkunden haben jetzt eine Pause verdient – und die Bahn eine Nachdenkpause zum Reagieren“, so GDL-Chef Claus Weselsky, „unbegrenzte Streiks sind das allerletzte Mittel, so weit sind wir jedoch noch lange nicht.“ Peter Ramsauer, CSU, forderte: „Wenn keine Vernunft einkehrt, müssen Lokführer wieder verbeamtet werden – wir dürfen unser Land nicht lahmlegen lassen.“ Damit verdeutlicht auch das CSU-Mitglied die negativen Auswirkungen für Pendler, die Produktion und die Wirtschaft als Ganzes.

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