Gewerkschaft Deutscher Lokführer

GDL verzichtet vorerst auf Streiks

Foto: Andreas Dengs / pixelio.de

Kunden der Deutschen Bahn AG müssen bis Ende Januar 2014 keine Streiks befürchten. Die GDL will das verbesserte Angebot der Deutschen Bahn AG prüfen. Ein erneuter Gesprächstermin soll bis spätestens Ende Januar stattfinden.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) will das verbesserte Angebot der Deutsche Bahn AG prüfen. Eine erneute Verhandlungsrunde soll spätestens Ende Januar 2014 stattfinden. Bis dahin werde die GDL auf die angekündigten Streiks verzichten. Dieses Vorgehen ist von dem klaren Willen des Erreichens einer Lösung für die Lokomotivführer der DB bestimmt. Die Lösung beinhalte in keinem Fall die Rücknahme des einstimmigen Beschlusses der GDL-Bundestarifkommission.  Dieser beinhaltet, notwendige und umfassende Schutzbestimmungen, wenn erforderlich, auch mit einem Arbeitskampf durchzusetzen. Dies erklärte die Gewerkschaft am 16. Januar in Frankfurt.

Detaillierter Fragenkatalog zum Angebot der DB

„Auf den ersten Blick scheint das Angebot das Beste zu sein, was einem Lokomotivführer passieren kann. Der Teufel steckt jedoch bekanntlich im Detail“, kommentierte Weselsky das am 14. Januar vorgelegte neue Angebot der Bahn. Claus Weselsky ist Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokführer. Die Gewerkschaft werde einen detaillierten Fragenkatalog zu dem umfangreichen Angebot aufstellen. Bis Ende Januar soll dann ein Gesprächstermin mit der Deutschen Bahn AG vereinbart werden.

DB bereit zu Verhandlungen

Die Bahn hatte in dem Konflikt um die Absicherung am 14. Januar unter anderem eine völlige Einkommensgarantie für Lokführer angeboten. Diese soll auch Lokführer mit einschließen, die aufgrund traumatischer Erlebnisse ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Das Unternehmen reagierte zurückhaltend auf die Ankündigung. „Die DB hat ein Angebot vorgelegt. Wir sind bereit, darüber zu verhandeln“, sagte eine Bahnsprecherin am Donnerstag in Berlin.

GDL hatte mit Streiks gedroht

Die GDL forderte eine spezielle Lokführer-Versicherung gegen Berufsunfähigkeit. Diese sollte allein von der DB finanziert werden. Da die DB eine solche Versicherung als zu teuer abgelehnt hatte, hatte die GDL mit Streiks gedroht. Weselsky unterstellte der Bahn erneut, mit dem angestrebten Tarifvertrag die sogenannte „Landverschickung“ für Lokführer festschreiben zu wollen. Damit ist die Versetzung an andere Dienstorte gemeint. Dies ist der Fall, wenn die Deutsche Bahn AG bei Ausschreibungen Verkehrsaufträge verliert. Für die GDL sind die Versetzungen ein nicht mehr notwendiges Instrument aus der Sanierungsphase der DB.

DB: Keine Kündigungen 2013

Bahn-Vorstand Ulrich Weber hatte erklärt, die „Landverschickung“ gebe es überhaupt nicht. Im Jahr 2013 seien insgesamt 115 DB-Lokführer vom Verlust von Verkehrsverträgen betroffen gewesen. 27 davon seien zu einem neuen Betreiber gewechselt. Die anderen 88 Arbeiter seien weiterhin im DB-Konzern. Sie seien nun entweder auf einem anderen Arbeitsplatz oder in einer Qualifizierung angestellt. 34 seien in andere Regionen versetzt worden. Niemandem sei gekündigt worden.

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