Interview

Frank Klingemann: Das zog den Ex-KUKAner zurück zu HLS

Ende Februar wurde bekannt, dass Frank Klingemann als Mitglied der Geschäftsleitung wieder zu HLS stößt. Zuvor war er einige Jahre bei der KUKA beschäftigt. Was ihn zurück brachte, welche Ziele er hat und was er aus seiner Zeit bei KUKA zur HLS mitbringt, verrät er im Interview.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Warum verließen Sie 2011 die HLS in Richtung KUKA?

Frank Klingemann: Die HLS war zu diesem Zeitpunkt eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der KUKA Systems GmbH. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung im Anlagenbau gab es den ausdrücklichen Wunsch des damaligen Vorstandsvorsitzenden Dr. Reuter und des Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Minning, die Funktion des Geschäftsführers der KUKA Systems GmbH in Augsburg zu übernehmen. Ich habe dann übergangsweise die Geschäftsführung der Muttergesellschaft, der KUKA Systems GmbH, als auch die der Tochtergesellschaft, der HLS GmbH, wahrgenommen, bis der heutige Geschäftsführer der HLS, Ulrich Betz, die Geschäftsführung übernommen hat.

Was bringt Sie nun zurück?

Die erweiterte Ausrichtung der HLS, neben der Planung und dem mechanischen Engineering jetzt auch Automations- und Realisierungsumfänge anzubieten, finde ich sehr spannend. In dieser Strategie liegt enormes Potenzial genau wie in dem Thema Leichtbaurobotik und kollaborative Roboter. Als die Geschäftsführung und der Beirat der HLS auf mich zukamen und um Unterstützung anfragten, habe ich gerne zugesagt.

Was fällt unter Ihre Aufgaben bei HLS?

Als Mitglied der Geschäftsleitung liegen die Schwerpunkte meiner Tätigkeit in der operativen Führung der Business Unit Robotic Automation mit den Divisionen „Robotic Automation“ (Steuerungs- und Automatisierungstechnik), „Robotic Solutions“ (Automatisierungslösungen mit Robotern) und „COBOTs“ (Leichtbauroboter und kollaborative Roboter). Darüber hinaus werde ich bei der strategischen Ausrichtung der HLS Group unterstützen.

Haben Sie etwas Bestimmtes bei KUKA gelernt, dass Sie nun bei HLS umsetzen möchten?

Bei der KUKA war ich auf Seiten der KUKA Systems im Anlagenbau noch internationaler unterwegs als in den vorherigen Firmen. Als Mitglied des globalen Boards der KUKA Systems habe ich die Regionen Europa und Asien verantwortet. Dieses internationale Netzwerk kann ich gut bei der HLS mit einbringen. Weiterhin war ich ein wesentlicher Treiber bei strategischen Themen wie der sensitiven Robotik,  der Mensch-Roboter-Kollaboration und der Vollautomation, genauso wie von Industrie 4.0 Anwendungen in der Smart Factory und bei wandlungsfähigen Produktionskonzepten. Ich sehe in der kollaborativen Robotik einen großen Markt, der noch immer am Anfang eines großflächigen Roll-outs steht.

Das zweite wesentliche Thema, die Automatisierungs- und Steuerungstechnik, kenne ich seit mehr als zwei Jahrzehnten als Teil der Wertschöpfungskette von Gesamtanlagenprojekten. Ich kenne die Anforderungen aus Sicht des Kunden sehr genau und werde meine Erfahrungen beim Ausbau dieses Geschäftsfelds mit einbringen.

Welche Ziele haben Sie sich allgemein für Ihre neue Position gesteckt?

Da gibt es zwei Dimensionen. Ein Schwerpunkt liegt in der Ausrichtung des Gesamtportfolios der HLS, wo die Bereiche der Automatisierungs- und Steuerungstechnik eine sinnvolle Erweiterung der Wertschöpfungskette der ursprünglichen Dienstleistungen der HLS mit Planung und mechanischem Engineering darstellen. Hier hat man in der Vergangenheit bereits auf die veränderten Anforderungen reagiert. Darüber hinaus habe ich das Ziel, dass die beiden Divisionen der HLS sowohl im Bereich der Automatisierungs- und Steuerungstechnik als auch im Bereich der Integration von sensitiven Robotern und Leichtbaurobotern am Markt in Zukunft eine deutlich wahrnehmbarere Rolle als heute spielen.

Wie und bis wann wollen Sie diese umsetzen?

Die HLS hat hier bereits eine gute Basis gelegt und ist in diesen Bereichen schon gut aufgestellt. Mit einigen strategischen Anpassungen und zusätzlichen potenziellen Geschäftspartnern und Kunden ist ein deutlicher Aufbau und Wachstum in den oben genannten Bereichen machbar. Bis Ende 2020 sollen diese als Teil der HLS Group entsprechend am Markt wahrgenommen werden.

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Frank Klingemann: Die HLS war zu diesem Zeitpunkt eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der KUKA Systems GmbH. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung im Anlagenbau gab es den ausdrücklichen Wunsch des damaligen Vorstandsvorsitzenden Dr. Reuter und des Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Minning, die Funktion des Geschäftsführers der KUKA Systems GmbH in Augsburg zu übernehmen. Ich habe dann übergangsweise die Geschäftsführung der Muttergesellschaft, der KUKA Systems GmbH, als auch die der Tochtergesellschaft, der HLS GmbH, wahrgenommen, bis der heutige Geschäftsführer der HLS, Ulrich Betz, die Geschäftsführung übernommen hat.

Was bringt Sie nun zurück?

Die erweiterte Ausrichtung der HLS, neben der Planung und dem mechanischen Engineering jetzt auch Automations- und Realisierungsumfänge anzubieten, finde ich sehr spannend. In dieser Strategie liegt enormes Potenzial genau wie in dem Thema Leichtbaurobotik und kollaborative Roboter. Als die Geschäftsführung und der Beirat der HLS auf mich zukamen und um Unterstützung anfragten, habe ich gerne zugesagt.

Was fällt unter Ihre Aufgaben bei HLS?

Als Mitglied der Geschäftsleitung liegen die Schwerpunkte meiner Tätigkeit in der operativen Führung der Business Unit Robotic Automation mit den Divisionen „Robotic Automation“ (Steuerungs- und Automatisierungstechnik), „Robotic Solutions“ (Automatisierungslösungen mit Robotern) und „COBOTs“ (Leichtbauroboter und kollaborative Roboter). Darüber hinaus werde ich bei der strategischen Ausrichtung der HLS Group unterstützen.

Haben Sie etwas Bestimmtes bei KUKA gelernt, dass Sie nun bei HLS umsetzen möchten?

Bei der KUKA war ich auf Seiten der KUKA Systems im Anlagenbau noch internationaler unterwegs als in den vorherigen Firmen. Als Mitglied des globalen Boards der KUKA Systems habe ich die Regionen Europa und Asien verantwortet. Dieses internationale Netzwerk kann ich gut bei der HLS mit einbringen. Weiterhin war ich ein wesentlicher Treiber bei strategischen Themen wie der sensitiven Robotik,  der Mensch-Roboter-Kollaboration und der Vollautomation, genauso wie von Industrie 4.0 Anwendungen in der Smart Factory und bei wandlungsfähigen Produktionskonzepten. Ich sehe in der kollaborativen Robotik einen großen Markt, der noch immer am Anfang eines großflächigen Roll-outs steht.

Das zweite wesentliche Thema, die Automatisierungs- und Steuerungstechnik, kenne ich seit mehr als zwei Jahrzehnten als Teil der Wertschöpfungskette von Gesamtanlagenprojekten. Ich kenne die Anforderungen aus Sicht des Kunden sehr genau und werde meine Erfahrungen beim Ausbau dieses Geschäftsfelds mit einbringen.

Welche Ziele haben Sie sich allgemein für Ihre neue Position gesteckt?

Da gibt es zwei Dimensionen. Ein Schwerpunkt liegt in der Ausrichtung des Gesamtportfolios der HLS, wo die Bereiche der Automatisierungs- und Steuerungstechnik eine sinnvolle Erweiterung der Wertschöpfungskette der ursprünglichen Dienstleistungen der HLS mit Planung und mechanischem Engineering darstellen. Hier hat man in der Vergangenheit bereits auf die veränderten Anforderungen reagiert. Darüber hinaus habe ich das Ziel, dass die beiden Divisionen der HLS sowohl im Bereich der Automatisierungs- und Steuerungstechnik als auch im Bereich der Integration von sensitiven Robotern und Leichtbaurobotern am Markt in Zukunft eine deutlich wahrnehmbarere Rolle als heute spielen.

Wie und bis wann wollen Sie diese umsetzen?

Die HLS hat hier bereits eine gute Basis gelegt und ist in diesen Bereichen schon gut aufgestellt. Mit einigen strategischen Anpassungen und zusätzlichen potenziellen Geschäftspartnern und Kunden ist ein deutlicher Aufbau und Wachstum in den oben genannten Bereichen machbar. Bis Ende 2020 sollen diese als Teil der HLS Group entsprechend am Markt wahrgenommen werden.

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