Lechwerke AG / SGL Group

FOREnergy: LEW gibt SGL Group Strom auf Abruf

Dr. Hermann Berwe,  Franz Josef Pschierer, Norbert Schürmann, Diana Windeler. Foto: SGL Group

Die LEW ermöglicht der SGL Group am Standort Meitingen eine „Stromnachfrage auf Abruf“. Mit dem Pilotprojekt „FOREnergy“ lässt sich die stromintensive Produktion von Graphit-Komponenten flexibel steuern. Dadurch kann das Stromnetz gezielt stabilisiert werden.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Die SGL Group stellt in ihrem Werk in Meitingen auch Verbindungsteile für Graphitelektroden her, die im Elektrostahl-Recycling eingesetzt werden. Um den hohen Temperaturen in den Lichtbogenöfen standhalten zu können, müssen die Elektroden und Verbindungsstücke bei rund 3.000 Grad Celsius graphitiert werden. Dieser Prozess kann bis zu einer Woche dauern. Das energieintensive Aufheizen der Öfen kann jedoch innerhalb bestimmter Zeitfenster verschoben werden. Diese Flexibilität nutzt die SGL Group zusammen mit den Lechwerken (LEW). Denn ein Teil der stromintensiven Produktion der Graphit-Komponenten lässt sich gezielt steuern und kann damit gezielt das Stromnetz stabilisieren.

Stromnachfrage auf Abruf

Vermarktet wird die „Stromnachfrage auf Abruf“ der Graphitöfen der SGL Group vom Beschaffungsteam der Lechwerke. Die Spezialisten bieten die flexiblen Nachfragekapazitäten auf der bundesweiten Auktionsbörse der Stromnetzbetreiber für die Minutenreserve an. In täglichen Ausschreibungen werden hier von den hier großen deutschen Übertragungsnetzbetreibern die Reservekapazitäten für den Folgetag vergeben.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Technik ist verlässlich

Wer den Zuschlag erhält, verpflichtet sich, seine angebotene Minutenreserve in einem festgelegten Zeitfenster von vier Stunden in Bereitschaft zu halten. Zudem muss er diese bei Abruf durch den Netzbetreiber innerhalb von 15 Minuten aktivieren können. „Im Rahmen eines Qualifizierungsverfahrens mussten wir nachweisen, dass die entsprechende Technik verlässlich funktioniert und auch tatsächlich Produktionsprozesse verschoben werden“, erklärt Thomas Reitemann, Leiter Beschaffung bei LEW. „Erst nach wieder erfolgreichen Präqualifikation konnten wir die Reservekapazitäten auf der Plattform vermarkten.“

Pschierer: Fundamentale Veränderungen notwendig

Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium, besuchte kürzlich das Werk in Meitingen, um sich über das Pilotprojekt „FOREnergy“ zu informieren. „Wir wollen unser Energiesystem auf die Basis erneuerbarer Energien umstellen. Das bedeutet fundamentale Veränderungen. Dafür müssen wir etablierte Strukturen und Prozesse in Frage stellen und neue Wege gehen“, sagte Staatssekretär Pschierer.

Ziel der Kooperation von SGL und LEW ist es, die Idee der energieflexiblen Fabrik in die Praxis zu bringen. Gefördert wird das Projekt vom Freistaat Bayern mit einem Fördervolumen von 2 Millionen Euro.  

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Lechwerke AG / SGL Group

FOREnergy: LEW gibt SGL Group Strom auf Abruf

Dr. Hermann Berwe,  Franz Josef Pschierer, Norbert Schürmann, Diana Windeler. Foto: SGL Group

Die LEW ermöglicht der SGL Group am Standort Meitingen eine „Stromnachfrage auf Abruf“. Mit dem Pilotprojekt „FOREnergy“ lässt sich die stromintensive Produktion von Graphit-Komponenten flexibel steuern. Dadurch kann das Stromnetz gezielt stabilisiert werden.

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Die SGL Group stellt in ihrem Werk in Meitingen auch Verbindungsteile für Graphitelektroden her, die im Elektrostahl-Recycling eingesetzt werden. Um den hohen Temperaturen in den Lichtbogenöfen standhalten zu können, müssen die Elektroden und Verbindungsstücke bei rund 3.000 Grad Celsius graphitiert werden. Dieser Prozess kann bis zu einer Woche dauern. Das energieintensive Aufheizen der Öfen kann jedoch innerhalb bestimmter Zeitfenster verschoben werden. Diese Flexibilität nutzt die SGL Group zusammen mit den Lechwerken (LEW). Denn ein Teil der stromintensiven Produktion der Graphit-Komponenten lässt sich gezielt steuern und kann damit gezielt das Stromnetz stabilisieren.

Stromnachfrage auf Abruf

Vermarktet wird die „Stromnachfrage auf Abruf“ der Graphitöfen der SGL Group vom Beschaffungsteam der Lechwerke. Die Spezialisten bieten die flexiblen Nachfragekapazitäten auf der bundesweiten Auktionsbörse der Stromnetzbetreiber für die Minutenreserve an. In täglichen Ausschreibungen werden hier von den hier großen deutschen Übertragungsnetzbetreibern die Reservekapazitäten für den Folgetag vergeben.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Technik ist verlässlich

Wer den Zuschlag erhält, verpflichtet sich, seine angebotene Minutenreserve in einem festgelegten Zeitfenster von vier Stunden in Bereitschaft zu halten. Zudem muss er diese bei Abruf durch den Netzbetreiber innerhalb von 15 Minuten aktivieren können. „Im Rahmen eines Qualifizierungsverfahrens mussten wir nachweisen, dass die entsprechende Technik verlässlich funktioniert und auch tatsächlich Produktionsprozesse verschoben werden“, erklärt Thomas Reitemann, Leiter Beschaffung bei LEW. „Erst nach wieder erfolgreichen Präqualifikation konnten wir die Reservekapazitäten auf der Plattform vermarkten.“

Pschierer: Fundamentale Veränderungen notwendig

Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium, besuchte kürzlich das Werk in Meitingen, um sich über das Pilotprojekt „FOREnergy“ zu informieren. „Wir wollen unser Energiesystem auf die Basis erneuerbarer Energien umstellen. Das bedeutet fundamentale Veränderungen. Dafür müssen wir etablierte Strukturen und Prozesse in Frage stellen und neue Wege gehen“, sagte Staatssekretär Pschierer.

Ziel der Kooperation von SGL und LEW ist es, die Idee der energieflexiblen Fabrik in die Praxis zu bringen. Gefördert wird das Projekt vom Freistaat Bayern mit einem Fördervolumen von 2 Millionen Euro.  

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben