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Fernwärmeleitung der Stadtwerke Augsburg hat nun Neusäß erreicht
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Großbauprojekt Sailer-Areal

Fernwärmeleitung der Stadtwerke Augsburg hat nun Neusäß erreicht

 Alfred Müllner, Richard Greiner und Dr. Franz Otillinger. Bild: Angelina Märkl/ B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Über 280 Wohnungen sollen im neu entstehenden Sailer-Areal in Neusäß mit Fernwärme der Stadtwerke Augsburg (swa) beheizt werden. Eine weitere Ausdehnung ist bereits geplant.

Zum Jahreswechsel haben die Stadt Neusäß mit den Stadtwerken Augsburg einen „Gestattungsvertrag Wärme“ abgeschlossen. Das war der Startschuss für das Fernwärme-Projekt auf dem Sailer-Areal in Alt-Neusäß. Es ist gleichzeitig auch das erste, mit dem die swa Fernwärme in die Region liefern. Rund 14 Gebäude sollen in Neusäß mit Fernwärme versorgt werden.

„Echter Meilenstein“

Die Grundsteinlegung für das Großbauprojekt „Beethovenpark“ erfolgte am 20. Oktober 2017. Auf der ehemaligen Sailer-Mineralöllager-Industriebrache werden Mehrfamilienhäuser mit rund 280 Wohnungen gebaut. „Modern und zukunftsgerichtet wird auch die Wärmeversorgung im Beethovenpark sein, hier konnten wir einen echten Meilenstein setzen“, so Richard Greiner, Erster Bürgermeister der Stadt Neusäß.

Ab Herbst 2018 ist Fernwärme verfügbar

Die swa werden die Wohnungen ab Herbst 2018 mit Fernwärme versorgen. Zuerst wurde an der Fernwärmeleitung, die das Zentralklinikum Augsburg beheizt, ein Abzweig Richtung Neusäß unter die Westheimer Straße hindurch gebaut. Die Stahlrohre haben nun das Sailer-Areal erreicht. Im Gebäude am Nordostende entsteht im Kellerraum eine zentrale Übergabestelle. Dort geht die Fernwärme in die Nahwärme über. Über dieses rund einen halben Kilometer lange Nahwärme-Netz wird jedes der 14 Gebäude in dem Baugebiet versorgt. Bereits im Frühsommer wird die Fernwärme verfügbar sein.

 

Vom Zentralklinikum Augsburg wurde eine Leitung zum Sailer-Areal gelegt. Foto: Angelina Märkl/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Vom Zentralklinikum Augsburg wurde eine Leitung zum Sailer-Areal gelegt. Foto: Angelina Märkl/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Ökologisches Heizen

Dank Fernwärme kann bei der Versorgung auf mehrere Heizanlagen, die mit fossilen Brennstoffen befeuert werden, verzichtet werden. Auch der CO2-Ausstoß in der Region wird damit verringert. „Vor Ort ist nun für eine Vielzahl von Menschen ökologisches Heizen möglich“, freut sich Richard Greiner. „Unsere Fernwärme stammt zu 50 Prozent aus regenerativer Energie sowie aus unseren hocheffizienten Blockheizkraftwerken“, betont swa-Geschäftsführer Alfred Müllner. 

Erweiterungen der Fernwärme in Planung

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Das Sailer-Areal ist die erste Fläche, die angebunden werden kann. Eine Erweiterung und damit die Versorgung weiterer Baugebiete und Einzelgebäude im Zentrum von Neusäß seien möglich. Im Fokus der Erweiterungsgedanken stehe dabei das nahegelegene Schuster-Areal. Aber auch an der Parkstraße oder östlich der Hauptstraße sind weitere Schritte in Richtung Fernwärme denkbar. Unterstützung bei der Erschließung erhalten die swa auch durch Baywobau und tfm Wohnbau GmbH und Co. KG.

swa treibt auch Glasfaser-Ausbau voran

Parallel zu den Fern- und Nahwärmeleitungen wird von den swa ein Glasfasernetz aufgebaut. So werden die Gebäude des Sailer-Areals wie auch die auf dem Weg liegenden Gebäude mit einem hoch leistungsfähigen Lichtwellenleiter-Anschluss ausgestattet. Die Zuleitung zum Baugebiet ermöglicht eine Erweiterung und damit die Versorgung weiterer Baugebiete und Einzelgebäude in Neusäß. Insgesamt investieren die swa rund eine Million Euro in das Projekt.

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