Augsburger Verkehrsbund

Nach Tarifreform: Stadtwerke Augsburg ziehen erste Bilanz

Symbolbild. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Seit Januar gelten im Verkehrsverbund der AVV neue Preise. Die Tarifreform stieß auf zahlreiche Kritik. Nun gibt es erste Verkaufszahlen.

Zwei Monate ist die umstrittene Tarifreform des Augsburger Verkehrsbundes AVV her. Im AVV sind mehrere Verkehrsunternehmen integriert. Eines davon sind die Stadtwerke Augsburg (swa). Die 100 prozentige Tochter der Stadt zieht nun die erste Bilanz nach Inkrafttreten der Tarifreform.

Vor allem bei den Schülern und Senioren steigen die Abozahlen

Die Zahl der Abo-Nutzer stieg zum Stichtag  1. März gegenüber dem Vorjahr um 14,2 Prozent auf rund 41.000. Gleichzeitig ist das der mit Abstand höchste je erzielte Wert in Augsburg. Das normale Mini-Abo legte um über 20 Prozent auf gut 7.800 zu und das Mobil-Abo 9 Uhr um fast 23 Prozent auf knapp 11.500. Auch das Schülerabo stieg um fast 20 Prozent auf über 10.700 an. Grund hierfür dürfte sein, dass es seit dem 1. Januar 2018 für alle Schüler einen Zuschuss zum Ticketkauf von der Stadt Augsburg gibt. Darüber hinaus haben rund 20 Prozent mehr Senioren ein Abo.

Zahl der Einzelfahrscheine ist zurückgegangen

Lediglich das übertragene Mobil-Abo hat einen leichten Rückgang von 2,8 Prozent zu verzeichnen. Auch die Zahl der verkauften Streifenkarten ist um rund fünf Prozent gestiegen. Dafür wurden aber acht Prozent weniger Einzelfahrscheine erworben. Auch der elektronische Ticketkauf über die swa Fahrinfo-App hat deutlich zugenommen.

Insgesamt mehr Fahrgäste

Unter dem Strich bedeuten die Ticketverkäufe im Januar und Februar 2018 bei der swa einen Fahrtgastzuwachs von bereits heute rund vier Prozent. Um die Effekte der AVV-Tarifreform jedoch insgesamt beurteilen zu können, sind auch die Zahlen der anderen im AVV beteiligten Partner zu betrachten. Außerdem muss noch abgewartet werden, bis sich das System eingependelt hat. Dennoch gehe man davon aus, dass das Ziel, mehr Fahrgäste zu gewinnen, erreicht wird.

swa hat neues Hilfsmittel

Je mehr Fahrgäste, desto schwerer wird es aber auch für die swa, Fahrzeuge und Haltestellen sauber zu halten. Mit dem „swa Quality Scout“ will die swa ihre Qualität im Nahverkehr weiter verbessern. Mit dieser App können registrierte Benutzer ganz einfach über das Smartphone Verschmutzungen, Schäden und andere Defekte melden. Für die Testphase suchen die swa jetzt 500 Nutzer. „Damit kann jeder Fahrgast ganz einfach dafür sorgen, dass er selbst und alle anderen saubere und funktionsfähige Haltestellen und Fahrzeuge vorfinden“, erklärt swa-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza.

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