Best Practice Beispiele aus Schwaben

Fachkräfte-Studie von Talente für die Region und Steinbeis gestartet

Symbolbild - Die Talente beim Treffen von Talente für die Region bei Hilti. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Wie kann man Talente in der Region und im Unternehmen halten? Dieser Frage gehen das Steinbeis Institute und der Verein Talente für die Region derzeit in Bayerisch-Schwaben nach – mit ersten Erfolgen.

Diesen Sommer starteten die Partner eine neue Studie mit dem Ziel, die Region Bayerisch-Schwaben als attraktiven Wirtschaftsstandort zu positionieren – vor allem zwischen den zwei Metropolen Stuttgart und München. Initiator war Christian Gebler, Gründer des Talente für die Region e.V. Durchgeführt wird sie vom Steinbeis Institute für Effective Management.

Region muss sich gegen München und Stuttgart behaupten

„Es ist schwierig, junge, talentierte Leute zu kriegen und zu halten“, fasst Christian Gebler das Problem zusammen. Gerade letzteres belaste viele Firmen. Junge Talente in die Zeit und Geld investiert wurde ans Unternehmen zu binden – hierfür solle die Studie Lösungen hervorbringen. Gute Fachkräfte zählen heute zu den wichtigsten Wettbewerbsvorteilen. „Wir müssen ein ernstzunehmender Gegner im ‚War of Talents‘ gegen Stuttgart und München werden“, macht es Andreas Renner, Leiter des Steinbeis-Beratungszentrum Institute for effective Management (Augsburg), deutlich.

Akademiker und Fachkräfte halten

Anders als bei vielen Studien, werden die Unternehmen in persönlichen Interviews zu ihren Erfahrungen und Projekten befragt. Die Studie zielt nicht nur auf die Haltung von Akademikern, sondern Fachkräften generell ab. Mitmachen können alle Unternehmen, die am Thema Talentmanagement interessiert, beziehungsweise in diesem Bereich bereits selbst aktiv sind. Ein erstes Zwischenfazit zeigt, wie vielfältig die Ansätze in den Firmen sind, wie Steinbeis verriet. Eine Frage habe sich schon jetzt in der Studie immer mehr herauskristallisiert: Fühlen sich Talente, die Spitzenförderung suchen, bei uns in der Region zuhause? Anmeldeschluss ist am 7. September.

30 Seiten Best Practice

Christian Gebler geht davon aus, dass am Ende mindestens 40 Unternehmen an der Studie teilnehmen. Zugesagt haben bereits rund 25, darunter Branchengrößen wie Faurecia, KUKA und Hilti. Die Studie startete jetzt im August und läuft bis einschließlich September. Im Oktober soll die Auswertung erfolgen. Das wohl rund 30 Seiten umfassende Ergebnis wird die Best Practice Beispiele der Region beinhalten und soll als Leitfaden und Impulsgeber regionalen Unternehmen bei der Fachkräftesicherung helfen. „Jedes Unternehmen kann etwas lernen“, ist Christian Gebler überzeugt. Dem stimmt auch Andreas Renner zu: „Wir wollen aus der Region für die Region lernen.“

Die Studie soll ein Jahr lang exklusiv den teilnehmenden Firmen zur Verfügung gestellt werden. Anschließend soll das Wissen wohl auch externen Unternehmen zugänglich gemacht werden. Wie, ist noch offen.

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