Studie

Fujitsu: Unternehmen nutzen Künstliche Intelligenz zu wenig

Das Fujitsu-Werk in Augsburg. Foto: Kathrin Buchenroth / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die Geschäftspotenziale von Künstlicher Intelligenz (KI) werden derzeit in Europa durch eine mangelnde strategische Ausrichtung gebremst. Das zeigt eine Studie im Auftrag von Fujitsu.

Für die Studie wurden IT-Spezialisten und Entscheider aus 240 Unternehmen in ganz Europa aus den Bereichen Automotive, Fertigung und Handel befragt. Trotz eines eindeutigen Verständnisses der Vorteile von KI auf funktionaler Ebene, zunehmender Akzeptanz und der weit verbreiteten Einbeziehung von Führungskräften in die KI-Planung, sieht nur jedes vierte befragte Unternehmen KI als strategisch wichtig an. Nur elf Prozent verfügen über eine KI-Strategie.

Vorausschauende Wartung ist größtes Potential von KI

Unter den Unternehmen aus der Produktionsbranche wird die vorausschauende Wartung als das größte Potential von KI gesehen. 75 Prozent der Befragten stufen diese als "sehr wertvoll" ein. Die Studie führt dies darauf zurück, dass termingerechte Produktion oder die Lieferung bestellter Produkte für einen reibungslosen Ablauf in der Produktion enorm wichtig sind. Die Vorhersagen basieren hier auf der Analyse und dem Einsatz von Algorithmen auf den Laufzeitdaten einer Maschine. Auch die Anpassungsfähigkeit von Fertigungsprozessen an neue Produkte zu erhöhen (70 Prozent) und die Produktionseffizienz durch die Automatisierung der KI-gestützten Fertigung zu steigern (60 Prozent), wurde von den Befragten als sehr wertvoll eingestuft.

KI bringt zahlreiche Vorteile mit sich

Die meisten Befragten waren sich zudem einig, dass KI zahlreiche weitere Vorteile mit sich bringt: Ein besseres Verständnis des Kunden in Vertrieb und Marketing, die Erkennung und Prävention von Betrug im Finanz- und Rechnungswesen, die Automatisierung der Supply Chain-Planung und Erfüllung im Supply Chain Management, die Verbesserung der Cyber-Sicherheit in der IT und die Verbesserung der vorausschauenden Wartung in den Produktionsabteilungen.

Hohe Nachfrage nach KI-Technologien

Neben rechtlichen und Compliance-Fragen wurden die mangelnde Verfügbarkeit von KI in Lösungen sowie interne Kultur und Prozesse als die größten bremsenden Faktoren eingeschätzt. Drei von fünf Befragten sind frustriert von der geringen Geschwindigkeit, mit der KI in IT-Lösungen integriert wird. Das verdeutlicht die hohe Nachfrage nach entsprechenden Technologien. 

Führungskräfte müssen Potential von KI besser ausschöpfen

„Es scheint, als ob KI derzeit von funktionalen Bedürfnissen getrieben wird, mit einem klaren Verständnis der Angebote und Initiativen, die in ganz Europa im Gange sind. Aus Sicht von Fujitsu ist der fehlende strategischen Rahmen für KI jedoch überraschend und beweist, dass sich Führungskräfte stärker in interne Diskussionen einbringen müssen, um das volle Potential dieser disruptiven Technologie ausschöpfen zu können. Wir glauben, dass der Fokus momentan zu sehr auf Optimierung liegt, um zu beweisen, dass KI zu besseren Geschäftsergebnissen führt. Doch nur wenn Unternehmen einen strategischen Ansatz verfolgen, die interne Kultur ändern und Engpässe beseitigen, können sie wegweisende neue Anwendungen einsetzen, die das Kundenerlebnis radikal verbessern und neue spannende Geschäftsmöglichkeiten eröffnen,“ sagt Dr. David Snelling, Fujitsu Distinguished Engineer und Program Director Artificial Intelligence, CTO Office bei Fujitsu EMEIA.

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Für die Studie wurden IT-Spezialisten und Entscheider aus 240 Unternehmen in ganz Europa aus den Bereichen Automotive, Fertigung und Handel befragt. Trotz eines eindeutigen Verständnisses der Vorteile von KI auf funktionaler Ebene, zunehmender Akzeptanz und der weit verbreiteten Einbeziehung von Führungskräften in die KI-Planung, sieht nur jedes vierte befragte Unternehmen KI als strategisch wichtig an. Nur elf Prozent verfügen über eine KI-Strategie.

Vorausschauende Wartung ist größtes Potential von KI

Unter den Unternehmen aus der Produktionsbranche wird die vorausschauende Wartung als das größte Potential von KI gesehen. 75 Prozent der Befragten stufen diese als "sehr wertvoll" ein. Die Studie führt dies darauf zurück, dass termingerechte Produktion oder die Lieferung bestellter Produkte für einen reibungslosen Ablauf in der Produktion enorm wichtig sind. Die Vorhersagen basieren hier auf der Analyse und dem Einsatz von Algorithmen auf den Laufzeitdaten einer Maschine. Auch die Anpassungsfähigkeit von Fertigungsprozessen an neue Produkte zu erhöhen (70 Prozent) und die Produktionseffizienz durch die Automatisierung der KI-gestützten Fertigung zu steigern (60 Prozent), wurde von den Befragten als sehr wertvoll eingestuft.

KI bringt zahlreiche Vorteile mit sich

Die meisten Befragten waren sich zudem einig, dass KI zahlreiche weitere Vorteile mit sich bringt: Ein besseres Verständnis des Kunden in Vertrieb und Marketing, die Erkennung und Prävention von Betrug im Finanz- und Rechnungswesen, die Automatisierung der Supply Chain-Planung und Erfüllung im Supply Chain Management, die Verbesserung der Cyber-Sicherheit in der IT und die Verbesserung der vorausschauenden Wartung in den Produktionsabteilungen.

Hohe Nachfrage nach KI-Technologien

Neben rechtlichen und Compliance-Fragen wurden die mangelnde Verfügbarkeit von KI in Lösungen sowie interne Kultur und Prozesse als die größten bremsenden Faktoren eingeschätzt. Drei von fünf Befragten sind frustriert von der geringen Geschwindigkeit, mit der KI in IT-Lösungen integriert wird. Das verdeutlicht die hohe Nachfrage nach entsprechenden Technologien. 

Führungskräfte müssen Potential von KI besser ausschöpfen

„Es scheint, als ob KI derzeit von funktionalen Bedürfnissen getrieben wird, mit einem klaren Verständnis der Angebote und Initiativen, die in ganz Europa im Gange sind. Aus Sicht von Fujitsu ist der fehlende strategischen Rahmen für KI jedoch überraschend und beweist, dass sich Führungskräfte stärker in interne Diskussionen einbringen müssen, um das volle Potential dieser disruptiven Technologie ausschöpfen zu können. Wir glauben, dass der Fokus momentan zu sehr auf Optimierung liegt, um zu beweisen, dass KI zu besseren Geschäftsergebnissen führt. Doch nur wenn Unternehmen einen strategischen Ansatz verfolgen, die interne Kultur ändern und Engpässe beseitigen, können sie wegweisende neue Anwendungen einsetzen, die das Kundenerlebnis radikal verbessern und neue spannende Geschäftsmöglichkeiten eröffnen,“ sagt Dr. David Snelling, Fujitsu Distinguished Engineer und Program Director Artificial Intelligence, CTO Office bei Fujitsu EMEIA.

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