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Fachkräftemangel bedroht Zukunft schwäbischer Unternehmer
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IHK Schwaben

Fachkräftemangel bedroht Zukunft schwäbischer Unternehmer

 Für die aktuelle Umfrage wurden 650 Unternehmen befragt. Foto: IHK Schwaben

Der zunehmende Fachkräftemangel wird von schwäbischen Unternehmern als immer größeres Risiko für ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung eingeschätzt. 58 Prozent der Unternehmen befürchten dadurch Wertschöpfungs-Verluste.

Die Konjunktur der schwäbischen Wirtschaft läuft auf Hochtouren – trotz aktuell schwieriger politischer Rahmenbedingungen. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Schwaben unter 650 Unternehmern zum Frühjahr 2017 hervor. Insbesondere die Industrie kann sich auch international gut positionieren. Sorgen bereitet allerdings der zunehmende Fachkräftemangel.

Beste Werte seit der Jahrtausend-Wende

60 Prozent der schwäbischen Unternehmen beurteilen die aktuelle Geschäftslage mit gut. „Dieses Maß der Zufriedenheit stellt einen Höchstwert seit der Jahrtausend-Wende dar. Eine starke Inlands-Nachfrage und eine gute Absatz-Situation auf den Auslands-Märkten beflügeln die positive Stimmung“, so Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben. Im Inland gewinnt die Auftragslage an Dynamik. Die Zinsen verharren auf niedrigem Niveau und die Einkommens-Verhältnisse haben sich auch aufgrund eines erneuten Beschäftigungs-Anstiegs weiter verbessert. Allein die ansteigenden Energie-Kosten könnten die Konsumlaune dämpfen. Sie wirken sich aber im Frühjahr 2017 noch nicht auf die Inlands-Nachfrage aus.

Europäischer Markt stabil

In Europa werden die zunehmende Zersplitterung und Nationalisierungs-Tendenzen in einigen Nachbar-Staaten von 44 beziehungsweise 43 Prozent der Unternehmen als wirtschaftliches Risiko eingestuft. Noch sind die Märkte aber stabil und die Auftrags-Volumen konnten sowohl in der Eurozone wie auch in den restlichen EU-Staaten in den letzten Monaten gesteigert werden. Für die nächsten Monate rechnet die Wirtschaft aber mit einem etwas langsameren Wachstum in Europa.

Trumps Vorhaben werden als Risiko wahrgenommen

Beim Außenhandel kann gerade Nordamerika ein starkes Wachstum verzeichnen. Die politischen Vorhaben des neuen US-Präsidenten werden zwar von 35 Prozent der Unternehmen als Risiko eingeschätzt. Auf die Auftrags-Entwicklung hatte dies aber im Frühjahr 2017 noch keine Auswirkungen: Über 40 Prozent der Unternehmen generierten auf dem nordamerikanischen Markt mehr Aufträge. Nach Einschätzung der regionalen Wirtschaft wird der Markt auch in den nächsten Monaten weiter stark wachsen.

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Eine ebenfalls positive Entwicklung gab es für die Handels-Situation mit China: Nach einigen schwierigen Monaten stabilisiert sich der chinesische Außenhandel und wächst wieder. Fast ein Drittel der dort aktiven Unternehmen verzeichnet ein höheres Auftrags-Volumen.

Ausblick optimistisch

Für die nächsten Monate erwarten 31 Prozent der Unternehmen eine weitere Verbesserung der guten Geschäftslage. Die Investitionen ziehen aber immer noch nur leicht an. 30 Prozent der Befragten möchten ihre Ausgaben steigern. Jedes fünfte Unternehmen plante aber, mehr Personal einzustellen. Der Arbeitsmarkt ist eine der größten Sorgen der Unternehmen. Die knappe Fachkräfte-Situation zählt für 58 Prozent der Unternehmen zu den größten Risiken, 40 Prozent nannten die Arbeitskosten als Risiko. Jedes zweite Unternehmen sorgt sich um Einschränkungen der Arbeitsmarkt-Flexibilität. Die aktuell niedrigen Arbeitslosenquoten und hohen Beschäftigtenzahlen unterstreichen die Einschätzung und verdeutlichen die Situation. „Der Faktor Mensch wird die weitere Entwicklung der Konjunktur maßgeblich beeinflussen. Ein zunehmender Fachkräftemangel wird unweigerlich Wertschöpfungsverluste nach sich ziehen“, so Kopton.

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