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Explodierende Energiepreise: Lech-Stahlwerke schlagen Alarm
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Gas, Strom, Benzin

Explodierende Energiepreise: Lech-Stahlwerke schlagen Alarm

Die Lech-Stahlwerke GmbH in Meitingen. Foto: Peter Viskomm

Die Strompreise in Deutschland könnten bald weiter kräftig in die Höhe schießen. Für energieintensive Unternehmen wie die Lech-Stahlwerke gleicht diese Entwicklung einer Katastrophe. Was LSW fordert und ob eine baldige Lösung seitens der Politik zu erwarten ist.

Die explodierenden Energiepreise werden zu einer Bedrohung für die gesamtwirtschaftliche Erholung. Laut einer kürzliche vorgestellten Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute RWI, DIW, Ifo, IfW und IWH rechnen die Ökonomen für 2021 nur noch mit einem Wachstum des BIP von 2,4 Prozent. Im Frühjahr lag die Prognose noch bei 3,7 Prozent. Schuld daran sind neben den Lieferengpässen die stark gestiegenen Preise für Öl, Gas und Strom.

Die Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen in 2021 mit fast zehn Prozent teurerer Energie. 2022 dürften die Preise um rund sechs Prozent steigen.

Lech-Stahlwerke stellen zeitweise Produktion ein

Seit Januar 2021 haben sich die monatlichen Preise für Strom und Erdgas an den Spotmärkten nahezu verdreifacht. Für energieintensive Unternehmen, wie die Lech-Stahlwerke GmbH, gleicht diese Entwicklung einer Katastrophe. „Aktuell zwingen uns die durchschnittlichen Strompreise pro Megawattstunde (MWh), unsere Produktionsanlagen und Öfen stundenweise abzustellen, da eine Aufrechterhaltung der Produktion wirtschaftlich keinen Sinn ergibt“, so Martin Kießling, technischer Geschäftsführer LSW.

Die daraus resultierenden Nebeneffekte, wie das Abkühlen von Aggregaten, notwendiges Warmhalten von Pfannen sowie erhöhte An- und Abfahrvorgänge von komplexen Verfahren führen laut zu erhöhtem Verschleiß und Materialeinsatz und verursachen somit unnötige Zusatzkosten, wie das Unternehmen mitteilt.

Das fordert die Industrie

„Hier besteht dringender Handlungsbedarf seitens der Politik, da unter diesen Voraussetzungen die Sinnhaftigkeit des Betriebs eines Elektrostahlwerks in Frage gestellt werden muss“, so Kießling weiter. „Die Produktion von grünem Stahl, wie es jüngst Newcomer proklamieren, ist bei LSW schon seit fast 50 Jahren Programm. Die Förderung von regional nachhaltig erzeugtem Stahl sollte der Regierung ein besonderes Augenmerk wert sein!“ 

Insbesondere, da die Produktion auf Basis von Stahlschrott im Elektrostahl-Verfahren um rund 80 Prozent weniger CO2 ausstoße als auf der konventionellen Hochofen-Route und so bereits heute helfe, die hoch gesteckten Klimaziele der Stahlindustrie auf dem Weg zur Dekarbonisierung zu erreichen.

Der Mittelstandsverband (BVMW) fordert eine Absenkung der Mineralölsteuer. „Aus Sicht des Mittelstands sollte die Mineralölsteuer temporär gesenkt und die Pendlerpauschale spürbar erhöht werden", sagte der Chefvolkswirt des BVMW, Hans-Jürgen Völz, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Deshalb steigen die Strompreise

Die Gründe für die explodierenden Preise sind vielfältig. Ein Grund sind die aktuellen Klimaschutzmaßnahmen. Seit Anfang 2021 müssen Unternehmen die Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel in den Markt bringen, einen CO2-Preis zahlen. In diesem jahr sind die Kosten pro Tonne CO2 auf mehr als 60 Euro nach oben geschossen. Dadurch ist vor allem die Energieproduktion aus Kohle, bei der vergleichsweise viel CO2 ausgestoßen wird, teurer geworden. Gleichzeitig sind auch die Rohstoffpreise gestiegene. Für Kohle und Gas müssen Energiekonzerne deutlich mehr zahlen. Diese beiden Faktoren führen zusammen dazu, dass die gesamte Energieproduktion teurer geworden ist.

Was tut die Politik dagegen?

Bei einem Sondertreffen der zuständigen Minister forderten am vergangenen Dienstag mehrere südliche Länder umfassende Reformen auf EU-Ebene. Deutschland und andere nördliche Staaten lehnen ein Eingreifen in den Markt hingegen ab. Eine schnelle Lösung ist daher unwahrscheinlich. 

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