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Ex-FCA-Chef Walther Seinsch präsentiert "Verbrecherkartei"
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FC Augsburg 1907 GmbH & Co. KGaA

Ex-FCA-Chef Walther Seinsch präsentiert "Verbrecherkartei"

 Walther Seinsch mit seinem Buch "Verbrecherkartei". Foto: B4BSchwaben

Der FC Augsburg steht zurzeit mit guten Schlagzeilen in der Presse. Nach dem letztem Wochenende befindet sich der Bundesligist auf dem 4. Tabellenplatz. Einen weiteren Grund zur Freude gibt die Präsentation des Buches „Verbrecherkartei – Über Banker, Manager und Politiker“, das Walther Seinsch, bis vor Kurzem Vorstandsvoritzender des FC Agusburg, verfasst hat.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

„Verbrecherkartei“ – so hat Walther Seinsch, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg, sein erstes Buch genannt. Ein ironischer Titel, wie er erklärt. Der Inhalt dreht sich um Politik, Wirtschaft, Ethik und die Frage „Was ist Gerechtigkeit?“. Eine bunte Mischung also aus allem, was die Gesellschaft in den Jahren seit der Euro-Krise bewegt und teilweise in eine falsche Richtung gelenkt hat, wie Walther Seinsch bei seiner Buchpräsentation erklärte.

Fakten und Daten aus 40 Jahren politischem Tagebuch

Doch Walther Seinsch philosophiert nicht einfach nur in seinem Buch. Seine Beispiele sind jahrelang zusammen getragene Fakten und Begebenheiten. „Seit 40 Jahren führe ich Tagebuch. Aber mehr so ein politisches“, erzählt er. Warum genau, dass weiß Walther Seinsch auch nicht, auch das einmal ein Buch daraus werden würde, war nicht wirklich geplant. Der begeisterte Zeitungsleser interessierte sich schon immer für Wirtschaft und Politik und wäre gerne selbst dort aktiv gewesen. Eine Leidenschaft, die er nun, durch seine Schreibmaschine „Brigitte“, auf Papier gebracht hat.

Experten, und warum sie nicht gebraucht werden

Ob sich das Buch gut verkauft, interessiert ihn nicht vorrangig. Walther Seinsch hofft, durch sein Werk, eine Diskussion anzustoßen und eine Veränderung zu erzielen. Eine seiner Hauptkritikpunkte ist das Heranziehen und Überbewerten von sogenannten „Experten“. Ihm zu folge setzten diese einfach nur wilde Behauptungen in die Welt, ohne fundierte Grundlagen oder Beweise. Ein Unding für jeden Wissenschaftler, meint Seinsch. Lügen, auf die aber leider viele reinfallen, wie er bedauert.

„Schlechtreiben“ der deutschen Wirtschaft und Politik stört Seinsch

Auch das „Schlechtschreiben“ der heimische Wirtschaft und Politik in der deutschen Presse stört den FCA-Vorstandsvorsitzenden. Genauso wie die Verallgemeinerung von Bankern, Politikern und Managern. Begriffe die, wie er findet, zu Unrecht als Beschimpfungen verwendet werden. Und während wir im Ausland hoch und viel gelobt sind, für das was unsere Unternehmen und Politiker schaffen, ist es hier ein Ding der Unmöglichkeit, eine positive Nachricht über diese Themen zu finden. Und wenn doch, dann wird dies in zwei bis drei Sätzen abgehandelt. Als Randbemerkung.

Walther Seinsch wirbt für mehr politisches Engagement

Das wichtigste Thema in seinem Buch ist für Walther Seinsch das politische Engagement. Beziehungsweise das Fehlen dieses. Die Mitglieder aller deutschen Parteien zusammengezählt ergeben 1,4 Millionen. Der ADAC hat verglichen mit diesem Wert zehnmal so viele. „Wenn ich König von Deutschland wäre, würde ich sofort Wahlpflicht einführen“, erklärt er deshalb. „Junge Leute sollten sich viel mehr für die Politik interessieren und engagieren. Ich verstehe nicht, warum es keinen interessiert.“ Einmal mehr bedauerte er, nicht selbst in die Politik gegangen zu sein.

Noch am selben Abend erklärte Seinsch seinen Rücktritt als FCA-Vorstand

Bei der FCA Mitgliederversammlung, die am gleichen Abend nach der Buchpräsentation stattfand, ließ Seinsch die große Bombe platzen. „Ich möchte es kurz machen, der heutige Tag ist mein letzter Arbeitstag für den FC Augsburg. Ich freue mich, dass ich seit dem Jahr 2000 den FCA begleiten und als Präsident vorstehen durfte. Der FCA ist ein ganz besonderer Club, der sich durch eine unglaublich große Solidarität auszeichnet. Für diese tolle Zeit bedanke ich mich ganz herzlich und wünsche mir, dass diese entstandene Solidarität auch in Zukunft weitergeführt wird, denn dann wird der FCA noch lange leben", hatte Seinsch bei seiner Abschiedsrede vor den über 600 Mitgliedern verkündet. Als seinen Nachfolger hat der 73-Jährige seinen Stellvertreter Klaus Hofmann vorgeschlagen. Dieser Empfehlung folgte der Aufsichtsrat des FCA und ernannte Hofmann mit sofortiger Wirkung zum neuen Präsidenten des FC Augsburg.

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