Potenziale müssen genutzt werden

Erfolgsfaktoren von Tourismus und Industrie: vbw tagt in Augsburg

Beim jüngsten vbw-Kongress in Augsburg drehte sich alles um das Thema Tourismus als Wirtschaftsfaktor. Foto: vbw
Thema des jüngsten vbw-Kongresses in Augsburg waren die Chancen und Potenziale der schwäbischen Tourismuswirtschaft. In einem waren sich die Teilnehmer einig: Die vorhandenen Potenziale müssen konsequent genutzt werden.

„Bayern ist nach wie vor das Tourismusziel Nummer 1 in Deutschland und hat auch im Jahr 2017 neue Rekorde aufgestellt: Die Zahl der Übernachtungen wuchs um 3,7 Prozent auf 94,4 Millionen, die Zahl der Gäste erhöhte sich um knapp fünf Prozent auf 37,3 Millionen. 18,5 Prozent der jährlichen touristischen Wertschöpfung Deutschlands werden im Freistaat erwirtschaftet. Die Branche beschäftigt in Bayern direkt 560.000 Menschen. Der Tourismus ist also beschäftigungs- und umsatzstark. Auch Schwaben ist auf der Erfolgsspur: Die Zahl an Übernachtungen hat im Jahr 2017 die 16-Millionen-Grenze überschritten – das sind rund 17 Prozent aller Übernachtungen in Bayern“, so Philipp Erwein Prinz von der Leyen, Vorsitzender des Vorstands der vbw-Bezirksgruppe Schwaben.

Tourismus in Bayern und Schwaben soll weiter gestärkt werden

Von der Leyen warnte jedoch davor, sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen, „denn der Wettbewerb um nationale und internationale Gäste ist hart. Deshalb müssen wir den Tourismus in Bayern und Schwaben weiter stärken und alle vorhandenen Potenziale konsequent nutzen.“ Die vbw-Studie „Tourismus und Industrie – gemeinsame Erfolgsfaktoren“ kommt zu dem Ergebnis, dass viele Erfolgsfaktoren der Industrie auf das Beherbergungsgewerbe übertragbar sind.

„Die Studie zeigt, dass Beherbergungsbetriebe ihren Erfolg steigern können, wie zum Beispiel durch nachhaltige Investitionen in die Gästezimmer oder Gemeinschaftsräume oder eine konsequente Innovationsstrategie. Die Digitalisierung ermöglicht eine gezielte Kundenansprache und die Optimierung hoteleigener Prozesse. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist eine Verlängerung der Wertschöpfungsketten, also die Ergänzung der Übernachtungsleistung um weitere Dienstleistungen, wie beispielsweise Kochkurse oder geführte Wanderungen. Wir möchten damit der Branche und der gesamten Tourismuswirtschaft in Bayern einen Impuls geben“, so von der Leyen.

Tourismus im Wettbewerb um Fachkräfte und Wirtschaftsansiedlungen

Martin Sailer, Landrat, Landkreis Augsburg, fügte hinzu: „Tourismus ist nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern auch wichtig, um die Attraktivität von Städten und Regionen zu entwickeln und zu kommunizieren. Dieser Aspekt spielt im Wettbewerb der Städte und Regionen eine immer größere Rolle, wenn es um die Gewinnung von Fachkräften und Wirtschaftsansiedlungen geht.“

„Die Tourismuswirtschaft muss sich für die Zukunft wettbewerbsfähig halten“

Klaus Holetschek MdL, Vorsitzender des Vorstands, Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben e. V. erklärte: „Die Tourismuswirtschaft im Allgäu und Bayerisch Schwaben muss sich für die Zukunft wettbewerbsfähig halten, hierzu gehören neben den Herausforderungen der Digitalisierung vor allem Konzepte zur Steigerung der Nachhaltigkeit, der Organisation innovativer Mobilitätsangebote und die Diskussion um die Werthaltigkeit des Tourismus in ländlichen Regionen“. Holetschek plädiert zur Entwicklung dieser Themen für ein Kompetenzzentrum Tourismus in Schwaben und Bayern.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Potenziale müssen genutzt werden

Erfolgsfaktoren von Tourismus und Industrie: vbw tagt in Augsburg

Beim jüngsten vbw-Kongress in Augsburg drehte sich alles um das Thema Tourismus als Wirtschaftsfaktor. Foto: vbw
Thema des jüngsten vbw-Kongresses in Augsburg waren die Chancen und Potenziale der schwäbischen Tourismuswirtschaft. In einem waren sich die Teilnehmer einig: Die vorhandenen Potenziale müssen konsequent genutzt werden.

„Bayern ist nach wie vor das Tourismusziel Nummer 1 in Deutschland und hat auch im Jahr 2017 neue Rekorde aufgestellt: Die Zahl der Übernachtungen wuchs um 3,7 Prozent auf 94,4 Millionen, die Zahl der Gäste erhöhte sich um knapp fünf Prozent auf 37,3 Millionen. 18,5 Prozent der jährlichen touristischen Wertschöpfung Deutschlands werden im Freistaat erwirtschaftet. Die Branche beschäftigt in Bayern direkt 560.000 Menschen. Der Tourismus ist also beschäftigungs- und umsatzstark. Auch Schwaben ist auf der Erfolgsspur: Die Zahl an Übernachtungen hat im Jahr 2017 die 16-Millionen-Grenze überschritten – das sind rund 17 Prozent aller Übernachtungen in Bayern“, so Philipp Erwein Prinz von der Leyen, Vorsitzender des Vorstands der vbw-Bezirksgruppe Schwaben.

Tourismus in Bayern und Schwaben soll weiter gestärkt werden

Von der Leyen warnte jedoch davor, sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen, „denn der Wettbewerb um nationale und internationale Gäste ist hart. Deshalb müssen wir den Tourismus in Bayern und Schwaben weiter stärken und alle vorhandenen Potenziale konsequent nutzen.“ Die vbw-Studie „Tourismus und Industrie – gemeinsame Erfolgsfaktoren“ kommt zu dem Ergebnis, dass viele Erfolgsfaktoren der Industrie auf das Beherbergungsgewerbe übertragbar sind.

„Die Studie zeigt, dass Beherbergungsbetriebe ihren Erfolg steigern können, wie zum Beispiel durch nachhaltige Investitionen in die Gästezimmer oder Gemeinschaftsräume oder eine konsequente Innovationsstrategie. Die Digitalisierung ermöglicht eine gezielte Kundenansprache und die Optimierung hoteleigener Prozesse. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist eine Verlängerung der Wertschöpfungsketten, also die Ergänzung der Übernachtungsleistung um weitere Dienstleistungen, wie beispielsweise Kochkurse oder geführte Wanderungen. Wir möchten damit der Branche und der gesamten Tourismuswirtschaft in Bayern einen Impuls geben“, so von der Leyen.

Tourismus im Wettbewerb um Fachkräfte und Wirtschaftsansiedlungen

Martin Sailer, Landrat, Landkreis Augsburg, fügte hinzu: „Tourismus ist nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern auch wichtig, um die Attraktivität von Städten und Regionen zu entwickeln und zu kommunizieren. Dieser Aspekt spielt im Wettbewerb der Städte und Regionen eine immer größere Rolle, wenn es um die Gewinnung von Fachkräften und Wirtschaftsansiedlungen geht.“

„Die Tourismuswirtschaft muss sich für die Zukunft wettbewerbsfähig halten“

Klaus Holetschek MdL, Vorsitzender des Vorstands, Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben e. V. erklärte: „Die Tourismuswirtschaft im Allgäu und Bayerisch Schwaben muss sich für die Zukunft wettbewerbsfähig halten, hierzu gehören neben den Herausforderungen der Digitalisierung vor allem Konzepte zur Steigerung der Nachhaltigkeit, der Organisation innovativer Mobilitätsangebote und die Diskussion um die Werthaltigkeit des Tourismus in ländlichen Regionen“. Holetschek plädiert zur Entwicklung dieser Themen für ein Kompetenzzentrum Tourismus in Schwaben und Bayern.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben