erdgas schwaben gmbh

erdgas schwaben: „Es gibt verschiedene Wege, die Energiewende zu schaffen“

Klaus-Peter Dietmayer, Geschäftsführer von erdgas schwaben. Foto: erdgas schwaben

Wie geht es nach der gescheiterten Fusion von erdgas schwaben mit der Energiesparte der Stadtwerke Augsburg weiter? Welche Pläne hat der regionale Energieversorger für die Zukunft? Und wo steht Bayerisch-Schwaben eigentlich in der Energiewende? Zu diesen und zahlreichen weiteren Fragen nahm Klaus-Peter Dietmayer, Geschäftsführer von erdgas schwaben, gestern Stellung.

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Wo steht der Energiemarkt in Bayerisch-Schwaben? Welche Schlüsselrolle fällt Kommunen bei der Energiewende zu? Welche Position nimmt erdgas schwaben hier ein? Und was sind die Pläne des Unternehmens nach der gescheiterten Fusion mit der Energiesparte der Stadtwerke Augsburg? Darum ging es bei der Pressekonferenz am 9. November 2015 im Hauptverwaltungsgebäude von erdgas schwaben.

Fusion von erdgas schwaben mit der Energiesparte der swa: Gibt es einen neuen Anlauf?

Die geplante Fusion der Energiesparte der Stadtwerke Augsburg mit erdgas schwaben hat die Augsburger noch im Sommer stark beschäftigt. Der Bürgerentscheid machte beiden Unternehmen einen Strich durch die Rechnung. Und zumindest vorerst scheint es zu diesem Thema keine neuen Pläne zu geben. Klaus-Peter Dietmayer, Geschäftsführer von erdgas schwaben, betonte dennoch, dass die starke Zusammenarbeit des vergangenen Jahres keine verlorene Zeit gewesen sei: „Wir haben uns intensiv mit einem anderen Unternehmen beschäftigt, das zum Teil vor denselben Herausforderungen steht wie wir. Wir konnten viel voneinander lernen und haben beim Thema Energiewende gemeinsam die besten Lösungsansätze gesucht. Das ist viel wert.“ Auch heute noch sind zahlreiche gemeinsame Kooperationsfelder geblieben. So profitieren beide Unternehmen vom gegenseiteigen Austausch von Informationen und Know-how. Doch erdgas schwaben hat auch eigene neue Projekte: Unter anderem will das Unternehmen zukünftig den Bürgern online die aktive Teilnahme an der Diskussion um die Energiewende ermöglichen.

erdgas schwaben wirtschaftlich so stark wie nie

Dietmayer hob auf der Pressekonferenz auch die starke Position von erdgas schwaben innerhalb der THÜGA-Gruppe hervor. „Flächenmäßig sind wir der größte Energieversorger Bayerisch-Schwabens. Wir haben rund 70.000 Kunden von der Grenze Österreichs bis nach Franken, viele davon aus der Industrie. So gut wie heute ging es erdgas schwaben noch nie.“ Das außerordentliche gute Ergebnis von 2014 wird das Unternehmen wohl nicht übertreffen können. Dieses war jedoch zum Teil auch dem Verkauf von Netzen in Dillingen und Günzburg geschuldet. „Bereinigt man das Ergebnis um diese Verkäufe, ist das Ergebnis 2015 noch besser als das im Vorjahr“, so Dietmayer.

So schaffen wir die Energiewende: Ein Plädoyer für individuelle Lösungsansätze

„Die Energiewende ist wie ein Berg. Wir wollen alle rauf. Manche sind schneller, manche langsamer, manchen sind trainiert, andere sind unfit. Wir diskutieren eigentlich nicht das Ziel, sondern den Weg“, erklärt Klaus-Peter Dietmayer, „leider führt die Diskussion oftmals dennoch am Thema vorbei. Denn es wird verkannt, dass es durchaus mehrere Wege geben kann, die Energiewende zu schaffen. Und den schnellsten Weg schaffen vielleicht nicht alle.“ Damit individuelle Lösungen gefunden werden können, plädiert Klaus-Peter Dietmayer für einen größeren Handlungsspielraum für Kommunen im Zuge der Energiewende.

CO2 einsparen: Welche Maßnahmen machen wirklich Sinn?

„Ein weiteres Problem bei der Energiewende ist, dass wir uns bisher fast ausschließlich auf Strom konzentriert haben. Dabei macht dieser Teil nicht einmal ein Viertel unseres Energieverbrauchs aus. Worüber wir wirklich reden sollten, sind die Bereiche Verkehr und vor allem Wärme“, erklärte Klaus-Peter Dietmayer. „Außerdem ist hier ein lebensnaher Ansatz wichtig, damit private Hausbesitzer sich die Energiewende auch leisten können“, so Dietmayer weiter. Denn laut erdgas schwaben ist die Energiewende bisher schlichtweg zu teuer. erdgas schwaben setzt auf den volkswirtschaftlichen Blickwinkel: „Unser Ziel ist es, auch mit dem kleinsten Geldbeutel das Meiste rausholen zu können“, erklärte Dietmayer. Auch hier greift die Berg-Metapher wieder: Die, die am schnellsten oben sind, haben nicht viel davon, wenn die anderen unten bleiben.

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erdgas schwaben wirtschaftlich so stark wie nie

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„Die Energiewende ist wie ein Berg. Wir wollen alle rauf. Manche sind schneller, manche langsamer, manchen sind trainiert, andere sind unfit. Wir diskutieren eigentlich nicht das Ziel, sondern den Weg“, erklärt Klaus-Peter Dietmayer, „leider führt die Diskussion oftmals dennoch am Thema vorbei. Denn es wird verkannt, dass es durchaus mehrere Wege geben kann, die Energiewende zu schaffen. Und den schnellsten Weg schaffen vielleicht nicht alle.“ Damit individuelle Lösungen gefunden werden können, plädiert Klaus-Peter Dietmayer für einen größeren Handlungsspielraum für Kommunen im Zuge der Energiewende.

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