Lechwerke AG

Energiedialog Schwaben: Das halten die Bürger von der Energiewende

Mehr als 200 Gäste kamen zum 2. Energiedialog Schwaben der Lechwerke in die HWK Schwaben. Foto:LEW

Wie erleben Bürger und Unternehmen die Energiewende in Schwaben? Wo gehen die Vorstellungen auseinander, wo treffen sie zusammen? Was bedeutet der Begriff „Energiewende“ eigentlich für die Bürger? All diese Fragen waren Thema auf dem Energiedialog Schwaben 2014. Unter dem Motto „mitgestalten statt nur akzeptieren“ wurden hier Lösungsansätze für eine erfolgreiche Energiewende besprochen.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Mehr als 200 Gäste fanden sich zum diesjährigen Energiedialog Schwaben in den Räumlichkeiten der Handwerkskammer für Schwaben ein. Ein Rednerteam aus Experten diskutierte auf dem Podium, zusammen mit den Einschüben des Publikums, über das zentrale Thema der Bürgerakzeptanz. Hierbei wurde herausgearbeitet, dass ein informierter Bürger als wichtigster Baustein für eine produktive Mitgestaltung und einer effizienten Dialog gilt. Gesprächsanstöße gab das „Bürgerbarometer“.

Umfrage zur Energiewende in Bayerisch-Schwaben

Die Lechwerke haben eigens für die Diskussionsrunde eine repräsentative Umfrage rund um das Thema „Energiewende“ an 1.004 zufällig gewählten Befragten durchgeführt. Das Ergebnis dieses „Bürgerbarometers“ zeigte das geteilte Meinungsbild in Bayerisch-Schwaben. Mit 93 Prozent befürwortet der Großteil der Bevölkerung zwar die Energiewende, aber nur die Hälfte der Befragten sieht die konkrete Umsetzung dieser in ihrer Region auf einem guten Weg. Zu der Frage, welche Infrastruktur-Maßnahmen in ihrer Umgebung zur Umsetzung der Energiewende die Befragten akzeptieren würden, lagen die Wasserkraftwerke mit 85 Prozent klar vorne. Am wenigstens Akzeptanz fand der Vorschlag zum Netzausbau (44 Prozent).

Prof. Dr. Dr. Klaus Töpfer als Keynote-Redner über die Energieversorgung

Prof. Dr. Dr. Klaus Töpfer, ein profilierter Umweltpolitiker, war sowohl als Keynote-Redner wie auch als Podiumsdiskussions-Teilnehmer an der Veranstaltung beteiligt. Er erklärte, dass mit einer wachsenden Bevölkerungszahl weltweit auch der Bedarf an Lösungen für eine umweltschonende Energieversorgung steigt. „Deutschland ist sehr strukturstark und damit prädestiniert, diese Lösungen voranzutreiben. Jedes Diskussion, der wir uns dabei stellen, lohnt sich. Meine Erfahrung ist: Die Zeit, die man vorab dem Dialog einräumt, spart man hinterher ein“, so Töpfer. Als möglicher Beitrag zur finanziellen Entlastung von Verbrauchern und Unternehmen wurde von Klaus Töpfer ein „Vorleistungsfond“ vorgeschlagen. Dieser solle die EEG-Umlagen senken, welche Grund für die erhöhten Strompreise für Endverbraucher sind.

Dialog mit den Bürgern vor Ort

Ein wichtiger Punkt der Diskussion war auch das Erreichen eines konstruktiven Dialogs vor Ort. Vorschläge hierfür bot Dr. Peter Ahmels (Deutsche Umwelthilfe) auf der Podiumsdiskussion: „Es kommt vor allem darauf an, dass Bürger die Gründe genau nachvollziehen können, warum bestimmte Infrastruktur-Maßnahmen genau so geplant werden, wie sie geplant werden“, erklärte er.

Verschiedene Positionen auch unter der Bevölkerung zu erkennen

Große Beteiligung an den Diskussionen kam aber nicht nur von Seiten der Experten und Firmen. Auch das Publikum wirkte aktiv mit. Dabei kristallisierte sich auch das breite Spektrum an Positionen heraus, in denen sich die Bürger befinden. Zum einen sprachen Bürger, die direkt von den Netzausbauungsplänen betroffen sind, zum anderen meldeten sich Bürger zu Wort, die bei energieintensiven Betrieben angestellt sind. Angesichts hoher Energiepreise fürchten diese um die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes. Um dies unterschiedlichen Standpunkte unter einen Hut zu bringen, sprach sich Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer Schwaben, für eine Kompromissbereitschaft von beiden Seiten aus: „Jeder sollte bereit sein, ein Stück der eigenen Position aufzugeben. Dann wird die Energiewende ein Meisterstück“.

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Die Lechwerke haben eigens für die Diskussionsrunde eine repräsentative Umfrage rund um das Thema „Energiewende“ an 1.004 zufällig gewählten Befragten durchgeführt. Das Ergebnis dieses „Bürgerbarometers“ zeigte das geteilte Meinungsbild in Bayerisch-Schwaben. Mit 93 Prozent befürwortet der Großteil der Bevölkerung zwar die Energiewende, aber nur die Hälfte der Befragten sieht die konkrete Umsetzung dieser in ihrer Region auf einem guten Weg. Zu der Frage, welche Infrastruktur-Maßnahmen in ihrer Umgebung zur Umsetzung der Energiewende die Befragten akzeptieren würden, lagen die Wasserkraftwerke mit 85 Prozent klar vorne. Am wenigstens Akzeptanz fand der Vorschlag zum Netzausbau (44 Prozent).

Prof. Dr. Dr. Klaus Töpfer als Keynote-Redner über die Energieversorgung

Prof. Dr. Dr. Klaus Töpfer, ein profilierter Umweltpolitiker, war sowohl als Keynote-Redner wie auch als Podiumsdiskussions-Teilnehmer an der Veranstaltung beteiligt. Er erklärte, dass mit einer wachsenden Bevölkerungszahl weltweit auch der Bedarf an Lösungen für eine umweltschonende Energieversorgung steigt. „Deutschland ist sehr strukturstark und damit prädestiniert, diese Lösungen voranzutreiben. Jedes Diskussion, der wir uns dabei stellen, lohnt sich. Meine Erfahrung ist: Die Zeit, die man vorab dem Dialog einräumt, spart man hinterher ein“, so Töpfer. Als möglicher Beitrag zur finanziellen Entlastung von Verbrauchern und Unternehmen wurde von Klaus Töpfer ein „Vorleistungsfond“ vorgeschlagen. Dieser solle die EEG-Umlagen senken, welche Grund für die erhöhten Strompreise für Endverbraucher sind.

Dialog mit den Bürgern vor Ort

Ein wichtiger Punkt der Diskussion war auch das Erreichen eines konstruktiven Dialogs vor Ort. Vorschläge hierfür bot Dr. Peter Ahmels (Deutsche Umwelthilfe) auf der Podiumsdiskussion: „Es kommt vor allem darauf an, dass Bürger die Gründe genau nachvollziehen können, warum bestimmte Infrastruktur-Maßnahmen genau so geplant werden, wie sie geplant werden“, erklärte er.

Verschiedene Positionen auch unter der Bevölkerung zu erkennen

Große Beteiligung an den Diskussionen kam aber nicht nur von Seiten der Experten und Firmen. Auch das Publikum wirkte aktiv mit. Dabei kristallisierte sich auch das breite Spektrum an Positionen heraus, in denen sich die Bürger befinden. Zum einen sprachen Bürger, die direkt von den Netzausbauungsplänen betroffen sind, zum anderen meldeten sich Bürger zu Wort, die bei energieintensiven Betrieben angestellt sind. Angesichts hoher Energiepreise fürchten diese um die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes. Um dies unterschiedlichen Standpunkte unter einen Hut zu bringen, sprach sich Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer Schwaben, für eine Kompromissbereitschaft von beiden Seiten aus: „Jeder sollte bereit sein, ein Stück der eigenen Position aufzugeben. Dann wird die Energiewende ein Meisterstück“.

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