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Nach drei Verhandlungsrunden steht das neue Regelwerk für das Zugpersonal der Arverio Deutschland GmbH fest. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und das Bahnunternehmen verständigten sich auf ein umfassendes Paket. Dieses beinhaltet schrittweise Gehaltssteigerungen, diverse Prämien sowie eine fortgesetzte Reduzierung der Arbeitszeit.
Die Einkommen der nach Tarif bezahlten Belegschaft steigen in zwei Stufen: Zunächst um 2,5 Prozent im November 2026, im Dezember des Folgejahres folgt ein Plus in gleicher Höhe. Ergänzend zu den regulären Erhöhungen sollen auch verschiedene Boni ausgezahlt werden. Für 2026 ist die steuerfreie und kritisch diskutierte Entlastungsprämie der Bundesregierung von bis zu 1.000 Euro in zwei Raten vorgesehen, wobei Auszubildende die Hälfte erhalten. Im darauffolgenden Jahr führt Arverio darüber inaus für ausgelernte Fachkräfte ein Urlaubsgeld in Höhe von 600 Euro ein. Zuvor seien im Januar und Februar 2026 bereits vertraglich zugesicherte Einmalzahlungen an das Personal geflossen. Die Laufzeit der Entgeltregelungen endet Ende Februar 2028.
Ein weiterer Kernpunkt des Abschlusses betrifft die Vorgaben für die Dienstpläne. Bereits seit Beginn des Jahres 2026 können Angestellte wählen, ob sie eine Stunde kürzer arbeiten oder stattdessen einen finanziellen Ausgleich in Anspruch nehmen möchten. Eine abermalige Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit auf dann 36 Stunden ist für den Start des Jahres 2027 verbindlich fixiert worden.
Die Bahnbranche stehe derzeit durch externe Faktoren stark unter Druck. Ursachen hierfür seien laut dem Unternehmen vor allem zahlreiche Baustellen im Streckennetz, stockende Großprojekte wie Stuttgart 21, juristisch noch ungeklärte Trassenpreise sowie die Mehrausgaben durch die sinkende Wochenarbeitszeit. Dennoch sei der Kompromiss für das Verkehrsunternehmen ein wichtiger Schritt. Stefanie Petersen, seit Ende 2025 eine der Geschäftsführerin von Arverio, erklärt dazu: „In Verantwortung für unsere Fahrgäste und die Region haben wir uns zu diesem Abschluss entschlossen, auch wenn er wirtschaftlich schwierig ist. Wir sind froh, dass wir uns - wie bisher immer - auch diesmal wieder mit der GDL einigen konnten, ohne dass es zu Streiks gekommen ist.“