OSRAM Licht AG | LEDVANCE GmbH

Ehemalige OSRAM-Lampensparte LEDVANCE geht an chinesischen Investor

Das OSRAM und LEDVANCE "Zebra-Werk" in Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Ein chinesisches Konsortium übernimmt das ehemalige OSRAM-Lampengeschäft. Mehr als 400 Millionen Euro zahlten die Investoren für LEDVANCE. Olaf Berlien, Vorsitzender des Vorstand OSRAM Licht AG, sieht darin einen „Meilenstein“ für OSRAM. Die Arbeitsplätze sollen alle erhalten bleiben, auch in Augsburg.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Ein weiteres deutsches Unternehmen steht künftig unter chinesischer Führung. Nach KUKA hat sich nun auch OSRAM für einen Investor aus Asien entschieden. Das Lampengeschäft, das unter dem Namen LEDVANCE firmiert, ging nun für rund 400 Millionen Euro an ein chinesisches Konsortium. Darüber hinaus wird OSRAM in den kommenden Jahren Lizenzzahlungen für die Nutzung von Markenrechten erhalten. Das beschloss der Aufsichtsrat der OSRAM Licht AG in seiner Sitzung am Dienstag.

Hauptsitz bleibt in Deutschland

Die Transaktion wird keine zusätzlichen Personalmaßnahmen nach sich ziehen. Die Vereinbarungen, die OSRAM mit den Arbeitnehmervertretern getroffen hat, bleiben erhalten. Das bedeutet, dass die Betriebsvereinbarungen und Sozialpläne bis Ende 2018 nicht verändert werden. Die vollständige Tarifbindung und der Kündigungsschutz für die Belegschaft in Deutschland bestehen weiter. Auch der weltweite Hauptsitz von LEDVANCE ist weiterhin in Garching angesiedelt. Das Unternehmen wird somit weiter der deutschen Mitbestimmung unterliegen. Das Augsburger Werk – das sich OSRAM und LEDVANCE teilen – bleibt damit auch bestehen.

„Wir haben den besten Eigentümer für LEDVANCE gesucht und ihn gefunden“

Bei dem Käufer handelt es sich um den strategischen Investor IDG Capital Partners (IDG), das chinesische Licht-Unternehmen MLS Co., Ltd. (MLS) und den Finanzinvestor Yiwu State-Owned Assets Operation Center (Yiwu). „Die Transaktion ist ein Meilenstein in der Aufstellung von OSRAM hin zum globalen High-Tech-Player in der Lichtindustrie“, sagte Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender der OSRAM Licht AG. „Wir haben den besten Eigentümer für LEDVANCE gesucht und ihn gefunden. Innerhalb des Konsortiums ist MLS ein wachstumsorientiertes Lichtunternehmen mit einzigartiger Expertise und einer starken Stellung im wichtigen chinesischen Markt.“

Transaktion für 2017 geplant

Auch Sun Qinghuan, Chairman von MLS, brachte sein Freude über den Verkauf zum Ausdruck: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit LEDVANCE, deren Mitarbeiter und Management über umfangreiche Expertise verfügen.“ Der Abschluss der Transaktion wird im Laufe des Geschäftsjahres 2017 erwartet, unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden. „Es ist unser Ziel, die Marktposition des kooperativen Netzwerks als einer der führenden Spieler im globalen Lichtmarkt weiter zu stärken“, ergänzte Antony Yu, Partner von IDG.

Besserer Zugang zum chinesischen Markt

MLS ist eines der führenden Unternehmen im Bereich LED-basierter Produkte für Verbraucher in China. Dieses möchte von der Erfahrung von LEDVANCE profitieren und so seine Stellung im globalen Beleuchtungsmarkt ausbauen. Gleichzeitig kann sich LEDVANCE besser auf dem chinesischen Wachstumsmarkt positionieren. „Wir erhalten Zugang zu einer kosteneffizienteren Zulieferkette bei LED-Lampen und -Leuchten und wir können unsere Qualitätsstandards weiterhin aufrechterhalten. Zudem stärken wir unsere Vertriebschancen in Asien und hier insbesondere in China deutlich“, erklärt Jes Munk Hansen, CEO von LEDVANCE. Er und das Führungsteam von LEDVANCE bleiben auch nach Abschluss der Transaktion in ihren Positionen.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
OSRAM Licht AG | LEDVANCE GmbH

Ehemalige OSRAM-Lampensparte LEDVANCE geht an chinesischen Investor

Das OSRAM und LEDVANCE "Zebra-Werk" in Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Ein chinesisches Konsortium übernimmt das ehemalige OSRAM-Lampengeschäft. Mehr als 400 Millionen Euro zahlten die Investoren für LEDVANCE. Olaf Berlien, Vorsitzender des Vorstand OSRAM Licht AG, sieht darin einen „Meilenstein“ für OSRAM. Die Arbeitsplätze sollen alle erhalten bleiben, auch in Augsburg.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Ein weiteres deutsches Unternehmen steht künftig unter chinesischer Führung. Nach KUKA hat sich nun auch OSRAM für einen Investor aus Asien entschieden. Das Lampengeschäft, das unter dem Namen LEDVANCE firmiert, ging nun für rund 400 Millionen Euro an ein chinesisches Konsortium. Darüber hinaus wird OSRAM in den kommenden Jahren Lizenzzahlungen für die Nutzung von Markenrechten erhalten. Das beschloss der Aufsichtsrat der OSRAM Licht AG in seiner Sitzung am Dienstag.

Hauptsitz bleibt in Deutschland

Die Transaktion wird keine zusätzlichen Personalmaßnahmen nach sich ziehen. Die Vereinbarungen, die OSRAM mit den Arbeitnehmervertretern getroffen hat, bleiben erhalten. Das bedeutet, dass die Betriebsvereinbarungen und Sozialpläne bis Ende 2018 nicht verändert werden. Die vollständige Tarifbindung und der Kündigungsschutz für die Belegschaft in Deutschland bestehen weiter. Auch der weltweite Hauptsitz von LEDVANCE ist weiterhin in Garching angesiedelt. Das Unternehmen wird somit weiter der deutschen Mitbestimmung unterliegen. Das Augsburger Werk – das sich OSRAM und LEDVANCE teilen – bleibt damit auch bestehen.

„Wir haben den besten Eigentümer für LEDVANCE gesucht und ihn gefunden“

Bei dem Käufer handelt es sich um den strategischen Investor IDG Capital Partners (IDG), das chinesische Licht-Unternehmen MLS Co., Ltd. (MLS) und den Finanzinvestor Yiwu State-Owned Assets Operation Center (Yiwu). „Die Transaktion ist ein Meilenstein in der Aufstellung von OSRAM hin zum globalen High-Tech-Player in der Lichtindustrie“, sagte Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender der OSRAM Licht AG. „Wir haben den besten Eigentümer für LEDVANCE gesucht und ihn gefunden. Innerhalb des Konsortiums ist MLS ein wachstumsorientiertes Lichtunternehmen mit einzigartiger Expertise und einer starken Stellung im wichtigen chinesischen Markt.“

Transaktion für 2017 geplant

Auch Sun Qinghuan, Chairman von MLS, brachte sein Freude über den Verkauf zum Ausdruck: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit LEDVANCE, deren Mitarbeiter und Management über umfangreiche Expertise verfügen.“ Der Abschluss der Transaktion wird im Laufe des Geschäftsjahres 2017 erwartet, unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden. „Es ist unser Ziel, die Marktposition des kooperativen Netzwerks als einer der führenden Spieler im globalen Lichtmarkt weiter zu stärken“, ergänzte Antony Yu, Partner von IDG.

Besserer Zugang zum chinesischen Markt

MLS ist eines der führenden Unternehmen im Bereich LED-basierter Produkte für Verbraucher in China. Dieses möchte von der Erfahrung von LEDVANCE profitieren und so seine Stellung im globalen Beleuchtungsmarkt ausbauen. Gleichzeitig kann sich LEDVANCE besser auf dem chinesischen Wachstumsmarkt positionieren. „Wir erhalten Zugang zu einer kosteneffizienteren Zulieferkette bei LED-Lampen und -Leuchten und wir können unsere Qualitätsstandards weiterhin aufrechterhalten. Zudem stärken wir unsere Vertriebschancen in Asien und hier insbesondere in China deutlich“, erklärt Jes Munk Hansen, CEO von LEDVANCE. Er und das Führungsteam von LEDVANCE bleiben auch nach Abschluss der Transaktion in ihren Positionen.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben