Ehemalige OSRAM-Lampensparte

Investoren aus China: LEDVANCE-Verkauf abgeschlossen

LEDVANCE in Augsburg. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Bereits im letzten Sommer wurde bekannt, dass das ehemalige OSRAM-Lampengeschäft, LEDVANCE, an chinesische Investoren gehen wird. Der Verkauf wurde nun erfolgreich abgeschlossen. Damit ist ein weiteres Unternehmen mit Standort in Augsburg in chinesischer Hand.

Nachdem die beteiligten Parteien alle erforderlichen Genehmigungen für den Verkauf erhalten haben, konnte die Transaktion abgeschlossen werden. LEDVANCE geht damit an das chinesische Investment-Konsortium, bestehend aus dem strategischen Investor IDG Capital, dem LED-Hersteller MLS CO., LTD. (MLS) und Yiwu State-Owned Assets Operation Center.

LEDVANCE will Marktpräsenz in Asien stärken

„Wir sind sehr zufrieden mit dieser Transaktion, da sich MLS und LEDVANCE ideal ergänzen. Durch MLS haben wir nun Zugang zu sehr kosteneffizienten und leistungsstarken LED-Komponenten und werden unsere Präsenz in Asien, insbesondere in China, stärken. Dies unterstützt die LEDVANCE Strategie, unser Produktportfolio auszubauen, vor allem in den Bereichen LED-Lampen, LED-Leuchten und Smart Lighting. Wir freuen uns auf die vielen neuen Möglichkeiten, welche die Partnerschaft mit MLS mit sich bringt“, sagt Jes Munk Hansen, CEO von LEDVANCE.

Positiver Einfluss auf heimische Industrie durch chinesische Investoren

Immer mehr chinesische Investoren sind an der Übernahme deutscher Firmen interessiert. Das zeigt sowohl der aktuelle Verkauf von LEDVANCE an MLS als auch die von KUKA an Midea. Diese wachsenden Investitionen vonseiten Asiens in regionale Unternehmen werden dennoch häufig kritisch betrachtet. Im Gespräch mit der Redaktion erklärte Dr. Stefan Söhn, Geschäftsführer der MBL China Consulting GmbH aus Augsburg, wieso solche Transaktionen auch positive Seiten haben. „Man sollte nicht blauäugig sein: Natürlich wird Know-how nach China fließen. Das tut es aber schon seit Jahren“, betont Söhn. „Das hat aber bisher nicht zu einer Schwächung der heimischen Industrie geführt. Im Gegenteil: Dies hat zu der starken Marktstellung deutscher Unternehmen in China ganz wesentlich beigetragen. Im Zuge von Übernahmen könnte möglicherweise die von KUKA mit Midea abgeschlossene Investoren-Vereinbarung zum Industrie-Standard werden: Darin konnten weitreichende Zugeständnisse in Bezug auf die Sicherung der Unternehmens- und Standortinteressen festgeschrieben werden“, so Söhn weiter.

MLS will Industrie-Erfahrung von LEDVANCE nutzen

LEDVANCE und MLS wollen sich nun darauf konzentrieren, die gemeinsamen Synergien zu heben. Mit MLS bekommt LEDVANCE Zugang zu kosteneffizienten LED-Komponenten für seine LED-Produkte. Gleichzeitig hat LEDVANCE die Chance, seine Marktpräsenz in China, dem größten Lichtmarkt der Welt, auszubauen. MLS hingegen will von LEDVANCEs großer Industrie-Erfahrung und der starken internationalen Marktpräsenz profitieren. Wie mit OSRAM vereinbart, wird LEDVANCE auf Produktebene weiterhin den OSRAM-Markennamen verwenden. In den USA und Kanada wird weiterhin der Markennamen SYLVANIA geführt. Geistige Eigentumsrechte sind dabei eindeutig zugewiesen. Auf diese Weise sind MLS und LEDVANCE in der Lage, ihre Innovationen global voranzutreiben.

„Wir werden eng zusammenarbeiten“

Auch Sun Qinghuan, Chairman von MLS, blickt der kommenden Zusammenarbeit positiv entgegen: „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit unseren Kollegen bei LEDVANCE. Der Erfahrungsschatz und die Qualifikationen des LEDVANCE Management-Teams und seiner Mitarbeiter sind eine starke Basis für die Zusammenarbeit. Wir werden eng zusammenarbeiten, um unsere Führungsposition im globalen Lichtmarkt auszubauen“, betont Sun Qinghuan, Chairman von MLS.

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