Digital Day 2019 Mittelstandsforum Bayerisch-Schwaben

Dr. Stefan Braunreuther: Die Top-Speaker des Digital Days 2019 im Interview

Beim Digital Day 2019 Mittelstandsforum Bayerisch-Schwaben am 4. Juli dreht sich alles um Digitalisierung. Wir haben uns vorab mit den Top-Speakern unterhalten. Dieses Mal im Interview: Prof. Dr.-Ing. Stefan Braunreuther, Abteilungsleiter Produktionsmanagement bei Fraunhofer IGCV und Professor an der Hochschule Augsburg.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Braunreuther, stellen Sie sich bitte in 3 Sätzen vor.

Stefan Braunreuther: Ich bin 37 Jahre alt und studierter Maschinenbauer. Ich gehe derzeit zwei Tätigkeiten nach: Einerseits bin ich Abteilungsleiter Produktionsmanagement der Fraunhofer-Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV. Andererseits bin ich an der Hochschule Augsburg Professor für Fabrikbetrieb und Produktion.

Was ist Ihr Thema auf dem Digital Day?

Grob umrissen geht es um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Produktionstechnik. Sowohl in der Fertigung wie auch in der Montage werden Daten erhoben und ausgewertet. Daraus werden Muster identifiziert, die im Produktionsalltag eingesetzt werden können. Beispielsweise kann so schon vorab identifiziert werden, wann das Material einer Fräsanlage abgenutzt ist, oder wann ein Bohrer bricht. Dieses System soll künftig auch in höheren Betriebshierarchien genutzt werden können – beispielsweise auch für strategische Entscheidungen.

Was versprechen Sie sich vom Digital Day?

Ich erhoffe mir spannende Einblicke, wie andere Industrien das Thema Digitalisierung angehen. Außerdem verspreche ich mir neue Impulse und wertvolle Netzwerkarbeit. Selbstverständlich möchte ich mit meinem Vortrag und in Gesprächen auch selbst Impulse geben können.

Wie digital arbeiten Sie?

Ich muss gestehen: Ab und zu nehme ich gerne mal einen Zettel zur Hand. Gerade dann, wenn Laptop oder Handy am Beamer hängen und ich meine Notiz nicht auf der Leinwand sehen möchte, ist das durchaus praktisch. Ansonsten versuche ich aber, Zettel aus meinem Arbeitsumfeld zu verbannen.

Auch generell verändert sich die Arbeitswelt enorm. Ich kann immer und überall arbeiten, was ich als sehr angenehm empfinde. Man hält stetig den Draht zu den Kollegen beziehungsweise zur Firma, ohne dass man persönlich vor Ort sein muss.

Wie digital leben Sie privat?

Auch hier versuche ich jeden Notizzettel zu vermeiden. Dafür gibt es heute Software, die mir das Leben erleichtert. Auch mein Kühlschrank hat sein eigenes Tablet, aber das ist eher eine Spielerei. Ansonsten versuche ich durchaus, das Smartphone auch mal aus der Hand zu legen.

Ohne welches technische Gadget können Sie nicht mehr leben?

Ohne die Kalenderfunktion am Telefon.

Was können Sie im Zusammenhang mit Digitalisierung nicht mehr hören?

Zum einen ist das die regelrechte Welle um Industrie 4.0: Namensverschnitte wie Versicherung 4.0 oder Bauernhof 4.0 kann ich einfach nicht ernst nehmen. Dass die Digitalisierung in allen Bereichen Einzug hält, ist richtig und gut, aber dieser Neologismus, ist unnötig.

Zum anderen sehe ich die teils weitverbreitete negative Geisteshaltung zur Digitalisierung als schwierig. Im Rahmen der technischen Gegebenheiten werden viele Daten erhoben und ausgewertet. Während die einen diese Entwicklung mittragen und mitnehmen, verschließen sich die anderen davor und sehen sofort eine Verschwörung. Es bringt nichts, vor der Digitalisierung die Augen zu verschließen. Am Ende läuft man nur gegen die Wand.

Neben Stefan Braunreuther erwarten Sie am 4. Juli weitere Top-Speaker mit praxisnahen Kurzvorträgen, etwa Tobias Wirth (fly-tech IT), Bernhard Manzl (Siemens) oder Ray Seibold (Boxbote/Innoit). Jetzt gleich Tickets sichern!

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Braunreuther, stellen Sie sich bitte in 3 Sätzen vor.

Stefan Braunreuther: Ich bin 37 Jahre alt und studierter Maschinenbauer. Ich gehe derzeit zwei Tätigkeiten nach: Einerseits bin ich Abteilungsleiter Produktionsmanagement der Fraunhofer-Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV. Andererseits bin ich an der Hochschule Augsburg Professor für Fabrikbetrieb und Produktion.

Was ist Ihr Thema auf dem Digital Day?

Grob umrissen geht es um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Produktionstechnik. Sowohl in der Fertigung wie auch in der Montage werden Daten erhoben und ausgewertet. Daraus werden Muster identifiziert, die im Produktionsalltag eingesetzt werden können. Beispielsweise kann so schon vorab identifiziert werden, wann das Material einer Fräsanlage abgenutzt ist, oder wann ein Bohrer bricht. Dieses System soll künftig auch in höheren Betriebshierarchien genutzt werden können – beispielsweise auch für strategische Entscheidungen.

Was versprechen Sie sich vom Digital Day?

Ich erhoffe mir spannende Einblicke, wie andere Industrien das Thema Digitalisierung angehen. Außerdem verspreche ich mir neue Impulse und wertvolle Netzwerkarbeit. Selbstverständlich möchte ich mit meinem Vortrag und in Gesprächen auch selbst Impulse geben können.

Wie digital arbeiten Sie?

Ich muss gestehen: Ab und zu nehme ich gerne mal einen Zettel zur Hand. Gerade dann, wenn Laptop oder Handy am Beamer hängen und ich meine Notiz nicht auf der Leinwand sehen möchte, ist das durchaus praktisch. Ansonsten versuche ich aber, Zettel aus meinem Arbeitsumfeld zu verbannen.

Auch generell verändert sich die Arbeitswelt enorm. Ich kann immer und überall arbeiten, was ich als sehr angenehm empfinde. Man hält stetig den Draht zu den Kollegen beziehungsweise zur Firma, ohne dass man persönlich vor Ort sein muss.

Wie digital leben Sie privat?

Auch hier versuche ich jeden Notizzettel zu vermeiden. Dafür gibt es heute Software, die mir das Leben erleichtert. Auch mein Kühlschrank hat sein eigenes Tablet, aber das ist eher eine Spielerei. Ansonsten versuche ich durchaus, das Smartphone auch mal aus der Hand zu legen.

Ohne welches technische Gadget können Sie nicht mehr leben?

Ohne die Kalenderfunktion am Telefon.

Was können Sie im Zusammenhang mit Digitalisierung nicht mehr hören?

Zum einen ist das die regelrechte Welle um Industrie 4.0: Namensverschnitte wie Versicherung 4.0 oder Bauernhof 4.0 kann ich einfach nicht ernst nehmen. Dass die Digitalisierung in allen Bereichen Einzug hält, ist richtig und gut, aber dieser Neologismus, ist unnötig.

Zum anderen sehe ich die teils weitverbreitete negative Geisteshaltung zur Digitalisierung als schwierig. Im Rahmen der technischen Gegebenheiten werden viele Daten erhoben und ausgewertet. Während die einen diese Entwicklung mittragen und mitnehmen, verschließen sich die anderen davor und sehen sofort eine Verschwörung. Es bringt nichts, vor der Digitalisierung die Augen zu verschließen. Am Ende läuft man nur gegen die Wand.

Neben Stefan Braunreuther erwarten Sie am 4. Juli weitere Top-Speaker mit praxisnahen Kurzvorträgen, etwa Tobias Wirth (fly-tech IT), Bernhard Manzl (Siemens) oder Ray Seibold (Boxbote/Innoit). Jetzt gleich Tickets sichern!

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