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Dierig kämpft mit niedrigen Textil-Exporten nach Westafrika
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Immobilien-Geschäft weiter stark

Dierig kämpft mit niedrigen Textil-Exporten nach Westafrika

 Die Christian Dierig GmbH in Augsburg. Foto: Rebecca Weingarten/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Der deutliche Rückgang der Export-Geschäfte nach Westafrika machte der Augsburger Dierig Holding AG 2016 zu schaffen. Der Konzern blieb fast zehn Prozent unter dem Vorjahres-Umsatz. In anderen Bereichen verlief das Jahr jedoch positiver.

Die Christian Dierig GmbH, teil des Dierig-Konzerns, musste im Export hochwertiger Damaste nach Westafrika einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen. „Zum einen ist dies nachfragebedingt, zum anderen haben wir den Umsatz bewusst zurückgefahren, um Risiken zu vermeiden“, erklärt Christian Dierig. Die schlechte Konsum-Konjunktur ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter der Bürgerkrieg in Mali, die Ebola-Epidemie sowie der niedrige Ölpreis.

 Zusammenbruch der Konsum-Konjunktur in 2016

„Die Wirtschaft in Nigeria hängt am Öl. Ist der Ölpreis niedrig, steigt sofort die Arbeitslosigkeit. Anders als bei uns gibt es in Nigeria kaum staatliche soziale Sicherungs-Systeme. Wer arbeitslos wird, begibt sich in den Schutz der Großfamilie. Selbst wohlhabendere Familien können darauf nur mit radikalem Konsum-Verzicht reagieren. Deshalb ist 2016 die Konsum-Konjunktur zusammengebrochen“, erklärt Vorstandssprecher Christian Dierig. Im Afrika-Geschäft musste die Christian Dierig GmbH 2016 Wertberichtigungen bilden, um Vorsorge vor Zahlungs-Ausfällen zu treffen.

Faurecia ermöglicht großes Immobilien-Vorhaben

Dennoch erreichte der Konzern mit einem Umsatz von 68,4 Millionen Euro seine Planvorgaben. Der Hauptumsatz wurde mit 60,1 Millionen Euro wieder im Textilbereich erwirtschaftet. Einen Rekordumsatz und ein gutes Ergebnis erzielte der Dierig-Konzern außerdem in seiner Immobilien-Sparte. Das größte Immobilien-Vorhaben des Jahres 2016 war die Errichtung von Neubauten für den Mieter Faurecia am Standort Gersthofen. Der Automobil-Zulieferer Faurecia nutzt den Gesamtkomplex seit seiner Fertigstellung als weltweites Technologie-Zentrum für die Katalysatoren-Technik. Im Zuge der Standort-Erweiterung für Faurecia hatte der Dierig-Konzern 2015 rund 50.000 Quadratmeter Gewerbe-Grundstücke erworben.

Alternative Flächen-Nutzungen in Planung

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„Für die restliche Fläche in direkter Autobahnnähe zeigte sich reges Interesse“, erklärt Immobilienvorstand Bernhard Schad. „In Verhandlungen mit potenziellen Investoren und Mietern konzipieren wir alternative Nutzungen für die Fläche.“ Zudem konnte der Dierig-Konzern 2016 die Entwicklungs-Tätigkeit im Augsburger Schlachthof-Quartier abschließen. Dort wurden 2016 zwei neue Mieteinheiten nach dem Umbau an die Mieter übergeben, auch konnte die letzte freie Mieteinheit vermarktet werden.

Optimistische Prognose

Der Dierig-Konzern ist wie geplant in das Jahr 2017 gestartet und erwartet in diesem Jahr einen Rückgang des Textilumsatzes zwischen fünf und zehn Prozent gegenüber dem Jahr 2016. Die Immobilien-Sparte wird dagegen mit einem prognostizierten Umsatzplus von zehn bis zwölf Prozent ihren Wachstumskurs fortsetzen, so die Prognose. Gleichwohl kann der Konzernumsatz 2017 im Vergleich zu 2016 rückläufig sein.

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