Erster Meilenstein bei „Cockpit 2025“

ZF und Faurecia stellen Fahrersitz der Zukunft vor

Patrick Koller und Dr. Stefan Sommer. Foto: ZF und Faurecia
ZF Friedrichshafen und Faurecia arbeiten seit einigen Monaten an einem Prototypen für einen sicheren Fahrersitz. Jetzt stellen sie erste Ergebnisse vor.

Im Mai 2017 gaben ZF und Faurecia ihre Kooperation erstmals bekannt. Die Zusammenarbeit basiert auf dem Austausch von Know-how und Kompetenzen und umfasst keine finanziellen Transaktionen. „Vernetzte Ökosysteme gibt es nicht nur im Silicon Valley“, erläutert Dr. Stefan Sommer, CEO von ZF, dazu. „ZF und Faurecia sind überzeugt, dass die Philosophie eines Ökosystems auch zwischen Paris und Friedrichshafen funktioniert, sodass wir unseren Kunden weltweit einzigartige Lösungen bieten können.“ Mit einem Konzept für einen Fahrersitz zeigten ZF und Faurecia auf der Internationalen Automobil-Ausstellung 2017 (IAA 2017), wie sich passive Sicherheit in der Übergangszeit vom assistierten zum automatisierten Fahren gestalten lässt.

Der erste Prototyp

Der neue Sitz erlaubt drei unterschiedliche Positionen des Fahrers: die Fahrposition, eine Relax-Position und eine Work-Position, in der der Sitz leicht in Richtung Kabinenmitte gedreht ist. Die Rückenlehne wurde neu konstruiert und in zwei Bereiche unterteilt. Die Anbindungspunkte des Fahrergurtes sind ebenfalls integriert, wodurch man gegen die veränderten Bedingungen in einem Unfall geschützt ist. Das Gurtsystem lässt sich auch in das HMI (Human Machine Interface) des Fahrzeuges einbinden. Dies ist wichtig für Assistenzsysteme und automatisierte Fahrfunktionen, bei denen der Fahrer informiert wird, die Kontrolle über das Fahrzeug wieder zu übernehmen.

Schutz für alle Beteiligten

Ebenso integriert ist der neuartige, von ZF entwickelte Advanced Far Side Airbag. Er kann Kopf und Hals des Fahrers besonders im Falle eines Aufpralls von der dem Fahrer abgewandten Seite schützen. Darüber hinaus schützt ein rückseitig am Sitz angebrachter Airbag die Mitfahrer auf der Rückbank. „Damit können wir nur vier Monate nach dem Start der Zusammenarbeit einen ersten Prototyp vorstellen. Dass die beiden Unternehmen in so kurzer Zeit ihre jeweiligen Kompetenz-Schwerpunkte zusammenbringen, ist auch ein starkes Signal für die langfristige Ausrichtung der Kooperation“, so Torsten Gollewski, ZF Verantwortlicher für die Vorentwicklung.

Die Zusammenarbeit zahlt sich aus

Nur vier Monate nach dem Abschluss ihrer Kooperation legen ZF und Faurecia auch weitere Perspektiven ihrer Zusammenarbeit vor. Nicht nur der Fahrersitz soll verbessert werden, sondern auch der gesamte Auto-Innenraum. Unter dem Stichwort „Cockpit 2025“ wollen die Unternehmen den Wandel des Innenraumes vom assistierten zum automatisierten Fahren gestalten.

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