Amazon Sorting Center

Deutsche Post schließt Paketzentrum in Graben

Die Deutsche Post stellt den Betrieb des Paketzentrums in Graben bei Augsburg ein. 80 Arbeitsplätze sind davon betroffen.

Das Amazon Sorting Center (ASC), ein direkt an das Amazon Logistikzentrum angeschlossenes DHL-Paketzentrum, wird zum 1. Mai 2020 geschlossen. Das bestätigte die Deutsche Post DHL Group auf Anfrage unserer Redaktion am Montag. „Aufgrund der aktuell rückläufigen Sendungsmengen sehen wir einen wirtschaftlichen Betrieb des Standortes nicht weiter gewährleistet“, so Dieter Nawrath, Pressestelle Süd der Deutschen Post AG. Bedingt sei dies unter anderem durch die verstärkte Eigenzustellung von Amazon in Deutschland. 

Rund 80 Mitarbeiter betroffen 

Von dieser Maßnahme betroffen sind rund 80 Arbeitnehmer. Diese wurden am Montag über die weiteren Schritte informiert. Im ersten Schritt werde ab dieser Woche die Samstagsschicht eingestellt. „Für die Beschäftigten erarbeiten wir in enger Abstimmung mit dem zuständigen Betriebsrat derzeit einen Sozialplan und werden gegebenenfalls weitere Beschäftigungsmöglichkeiten in unserem Konzern anbieten“, so Nawrath. 

ver.di Bayern kritisiert die Schließung

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hält die geplante Schließung des Betriebsteils Amazon Sorting Center langfristig für einen schweren Fehler. „Es ist mehr als genug Arbeit in der Branche da, die großen Wettbewerber der Paketbranche erhöhen deswegen ihre Kapazitäten, nur die Deutsche Post AG schließt in Zeiten des Wachstums einen Paketsortierstandort“, kritisiert David Merck von ver.di Bayern.

„Gerade vor dem Hintergrund der erst kürzlich erfolgten Modernisierungen am Standort hätten wir uns die Entwicklung eines Weiterbetriebs unabhängig vom Kunden Amazon gewünscht und hielten es langfristig für die richtige Entscheidung. Konzepte diesbezüglich gibt es“, berichtet Merck. ver.di werde in den kommenden Tagen und Wochen den Fokus auf die sozialverträgliche, wohnortnahe Weiterbeschäftigung aller Betroffenen legen. Niemand solle arbeitslos werden oder weniger als bisher verdienen.

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Rund 80 Mitarbeiter betroffen 

Von dieser Maßnahme betroffen sind rund 80 Arbeitnehmer. Diese wurden am Montag über die weiteren Schritte informiert. Im ersten Schritt werde ab dieser Woche die Samstagsschicht eingestellt. „Für die Beschäftigten erarbeiten wir in enger Abstimmung mit dem zuständigen Betriebsrat derzeit einen Sozialplan und werden gegebenenfalls weitere Beschäftigungsmöglichkeiten in unserem Konzern anbieten“, so Nawrath. 

ver.di Bayern kritisiert die Schließung

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hält die geplante Schließung des Betriebsteils Amazon Sorting Center langfristig für einen schweren Fehler. „Es ist mehr als genug Arbeit in der Branche da, die großen Wettbewerber der Paketbranche erhöhen deswegen ihre Kapazitäten, nur die Deutsche Post AG schließt in Zeiten des Wachstums einen Paketsortierstandort“, kritisiert David Merck von ver.di Bayern.

„Gerade vor dem Hintergrund der erst kürzlich erfolgten Modernisierungen am Standort hätten wir uns die Entwicklung eines Weiterbetriebs unabhängig vom Kunden Amazon gewünscht und hielten es langfristig für die richtige Entscheidung. Konzepte diesbezüglich gibt es“, berichtet Merck. ver.di werde in den kommenden Tagen und Wochen den Fokus auf die sozialverträgliche, wohnortnahe Weiterbeschäftigung aller Betroffenen legen. Niemand solle arbeitslos werden oder weniger als bisher verdienen.

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