Öffentlicher Nah- und Fernverkehr

Der Umbau des Augsburger Hauptbahnhofes schreitet voran

Die ersten Gleise für die unterirdische Straßenbahnhaltestelle der Stadtwerke Augsburg (swa) unter dem Augsburger Hauptbahnhof werden jetzt verlegt. Doch der Umbau des Hauptbahnhofes stellt nur ein Teil des Gesamtprojektes Mobilitätsdrehscheibe dar. Was die nächsten Schritte des Umbaus sind und wie der Hauptbahnhof als neuer Verkehrsknotenpunkt den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen will.

Auf der Westseite des Bahnhofs Richtung Rosenaustraße haben LKWs die ersten Gleisstücke angeliefert. Von dort aus werden zunächst im Tunnel West mit der unterirdischen Wendeschleife insgesamt rund 350 Meter Gleise, also 700 Meter Schienen, verlegt. Bis Februar 2022 werden die Gleisbauarbeiten dort voraussichtlich abgeschlossen sein. Dann folgen der Vorplatz West an der Rosenaustraße, das Kernstück mit der unterirdischen Straßenbahnhaltestelle und der östliche Tunnelbereich Richtung Innenstadt.

 

 Wie die Herausforderung der unterirdischen Baustelle gelöst wurde

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 Die unterirdische Baustelle birgt dabei einige Herausforderungen. Im Tunnel ist weniger Platz als bei einer überirdischen Baustelle. Für den Antransport auf die Baustelle ist Präzision gefragt. Große Bauteile, wie beispielsweise die Weichen, können im Tunnel nur mit kleinen Mobilkränen und Teleskopstaplern bewegt werden. Auch für große Baugeräte musste eine Lösung gefunden werden, denn sie haben keinen Platz im Tunnel. „Der Beton für das Einbetonieren der Gleiströge wird zum Beispiel über Schlauchleitungen zur Einbaustelle in der Wendeschleife gepumpt“, beschreibt swa Oberbauleiter Thomas Weinl. „Die große Betonpumpe steht hierbei am Tunnelportal West“.

 

 Die Einflussnahme des Wetters auf den Bau

 Erschwerend kommt der Bau über die Wintermonate hinzu. „Einige Arbeiten wie das Schweißen der Schienen oder auch das Einbetonieren können nicht bei Temperaturen unter fünf Grad erledigt werden“, sagt Thomas Weinl. Daher muss auch der Wetterbericht bei den Bauarbeiten berücksichtigt werden. Sind die Temperaturen zu niedrig, können Bauteile mit einem Zelt überbaut und notfalls geheizt werden. „Aktuell liegen wir genau im Zeitplan, aber natürlich kann das Wetter den ganzen Bauablauf beeinflussen“, so Weinl. Noch in diesem Jahr sollen zudem Montagen für Heizung, Lüftung, Klima- und Sanitäranlagen sowie erste Stahlbauarbeiten erfolgen.

 

 Straßenbahnlinien fünf und sechs folgen 2026

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 Auf dem Vorplatz West wird der Anschluss für die Straßenbahnlinien hergestellt, die künftig durch den Tunnel fahren werden. 2023 werden zunächst zwei von später drei Linien in der Haltestelle unter dem Hauptbahnhof verkehren, die Linien drei und vier, die in der unterirdischen Wendeschleife wenden und Richtung Innenstadt zurückfahren. Ebenfalls genutzt werden kann der neue Fußgängertunnel von Westen in den Hauptbahnhof. Die Linie sechs, sowie die geplante Linie fünf zum Uniklinikum, folgen bis voraussichtlich 2026. Für den Bau der Trasse der Linie fünf sind die Genehmigungsunterlagen für den ersten Abschnitt bei der Regierung von Schwaben Ende 2020 eingereicht worden.

 

 Gemeinsame Sache beim Ausbau

 Seit rund sechs Jahren bauen die Stadtwerke Augsburg (swa) in diesem Gemeinschaftsprojekt zusammen mit der Deutschen Bahn (DB) und der Stadt Augsburg von zwei Seiten an dem 405 Meter langen Tunnel samt Straßenbahnhaltestelle, Fußgängerverbindung und Verteilerebene unter dem Hauptbahnhof. Weil während des laufenden Zugbetriebs gebaut wird, also unter „rollendem Rad“, musste ein detaillierter Zeitplan mit Sperrpausen für die einzelnen Gleise und Bahnsteige exakt eingehalten werden.

 

 Verbindung von Schienenverkehr mit den Straßenbahnen der swa

Mit der Straßenbahnhaltestelle zwei Etagen unter den Zuggleisen des Hauptbahnhofs und der Verteilereben für Reisende dazwischen wird der Schienenregional- und -fernverkehr der DB optimal mit den Straßenbahnen der swa in Augsburg verbunden. Bis 2023 die ersten Straßenbahnen mit Fahrgästen die Haltestelle und den Tunnel unter dem Hauptbahnhof nutzen können, vergehen aber nochmals rund zwei Jahre. Teilweise parallel zum Gleisbau beginnt der Einbau der Aufzüge, Fahrtreppen und der gesamten Gebäude- und Sicherheitstechnik, von Signalen für die Straßenbahnen bis zur Brandmelde- und Entrauchungsanlage.

 

 Das beinhaltet das Gesamtprojekt Mobilitätsdrehscheibe

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 Wenn die Straßenbahnhaltestelle unter dem Hauptbahnhof 2023 eröffnet wird, ist ein Großteil des Gesamtprojekts „Mobilitätsdrehscheibe“ fertig, das aus sechs Teilprojekten besteht. Die Straßenbahnlinie sechs nach Friedberg ist seit 2010 in Betrieb, der neue Königsplatz wurde 2014 eröffnet, die Verlängerung der Linie drei nach Königsbrunn geht am 12. Dezember in Betrieb. Auch die Verlängerung der Linie eins und der Neubau der Linie 5 Richtung Uniklinikum sind Teil des Gesamtprojekts.

 

 Investitionen von einer halben Milliarde Euro

Insgesamt investieren die swa damit mehr als eine halbe Milliarde Euro in den zukunftsfähigen Ausbau des Nahverkehrs und damit in den Klimaschutz in Augsburg und der Region. Das größte Einzelprojekt ist der Hauptbahnhof mit rund 230 bis 250 Millionen Euro. Mit dem Projekt Hauptbahnhof wird sich die Situation für Fahrgäste wesentlich verbessern. Die Tramhaltestelle im zweiten Untergeschoß ist barrierefrei mit Aufzügen und Fahrtreppen ausgebaut und mit der darüber liegenden ebenfalls barrierefrei ausgebauten Verteilerebene und weiter mit den Bahnsteigen der DB verbunden. Das Projekt wird mit dem Höchstsatz von 83 Prozent der förderfähigen Kosten von Bund und Land bezuschusst. In den zusätzlichen Bahnsteig F für den Regio-Schienen-Takt und die Modernisierung insbesondere bahntechnischer Anlagen investiert die Deutsche Bahn in Augsburg zusätzlich weit über 100 Millionen Euro.

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Auf der Westseite des Bahnhofs Richtung Rosenaustraße haben LKWs die ersten Gleisstücke angeliefert. Von dort aus werden zunächst im Tunnel West mit der unterirdischen Wendeschleife insgesamt rund 350 Meter Gleise, also 700 Meter Schienen, verlegt. Bis Februar 2022 werden die Gleisbauarbeiten dort voraussichtlich abgeschlossen sein. Dann folgen der Vorplatz West an der Rosenaustraße, das Kernstück mit der unterirdischen Straßenbahnhaltestelle und der östliche Tunnelbereich Richtung Innenstadt.

 

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 Gemeinsame Sache beim Ausbau

 Seit rund sechs Jahren bauen die Stadtwerke Augsburg (swa) in diesem Gemeinschaftsprojekt zusammen mit der Deutschen Bahn (DB) und der Stadt Augsburg von zwei Seiten an dem 405 Meter langen Tunnel samt Straßenbahnhaltestelle, Fußgängerverbindung und Verteilerebene unter dem Hauptbahnhof. Weil während des laufenden Zugbetriebs gebaut wird, also unter „rollendem Rad“, musste ein detaillierter Zeitplan mit Sperrpausen für die einzelnen Gleise und Bahnsteige exakt eingehalten werden.

 

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Mit der Straßenbahnhaltestelle zwei Etagen unter den Zuggleisen des Hauptbahnhofs und der Verteilereben für Reisende dazwischen wird der Schienenregional- und -fernverkehr der DB optimal mit den Straßenbahnen der swa in Augsburg verbunden. Bis 2023 die ersten Straßenbahnen mit Fahrgästen die Haltestelle und den Tunnel unter dem Hauptbahnhof nutzen können, vergehen aber nochmals rund zwei Jahre. Teilweise parallel zum Gleisbau beginnt der Einbau der Aufzüge, Fahrtreppen und der gesamten Gebäude- und Sicherheitstechnik, von Signalen für die Straßenbahnen bis zur Brandmelde- und Entrauchungsanlage.

 

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Insgesamt investieren die swa damit mehr als eine halbe Milliarde Euro in den zukunftsfähigen Ausbau des Nahverkehrs und damit in den Klimaschutz in Augsburg und der Region. Das größte Einzelprojekt ist der Hauptbahnhof mit rund 230 bis 250 Millionen Euro. Mit dem Projekt Hauptbahnhof wird sich die Situation für Fahrgäste wesentlich verbessern. Die Tramhaltestelle im zweiten Untergeschoß ist barrierefrei mit Aufzügen und Fahrtreppen ausgebaut und mit der darüber liegenden ebenfalls barrierefrei ausgebauten Verteilerebene und weiter mit den Bahnsteigen der DB verbunden. Das Projekt wird mit dem Höchstsatz von 83 Prozent der förderfähigen Kosten von Bund und Land bezuschusst. In den zusätzlichen Bahnsteig F für den Regio-Schienen-Takt und die Modernisierung insbesondere bahntechnischer Anlagen investiert die Deutsche Bahn in Augsburg zusätzlich weit über 100 Millionen Euro.

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