Kommentar

Das wird in den nächsten Jahren für das Handwerk besonders wichtig

Der Klimawandel ist auch im Handwerk angekommen. Ulrich Wagner, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) ist sicher: Dieser wird sich auch im Sozialen und Wirtschaftlichen niederschlagen.

In einem Kommentar beschreibt Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK, ein Modell für nachhaltiges Wirtschaften. Dieses ist aus drei Pfeilern aufgebaut, die sich gegenseitig beeinflussen: Ökologie, Wirtschaft und Soziales.

„Es geht um die Balance“

„Klimaschutz ist in aller Munde und unbestritten von fundamentaler Bedeutung für unsere Erde. Ökologie ist daher ein ganz wesentlicher Baustein, wenn wir von Nachhaltigkeit sprechen. Doch es gehört mehr dazu. Es geht um die Balance im wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Bereich. Was sich so theoretisch anhört, wird in Teilen bei vielen Handwerksunternehmen bereits gelebt. Oft braucht es nur eine Initialzündung, um weitere Komponenten zusammenzubringen“, so Ulrich Wagner.

Die Handwerksbetriebe wissen, um die Bedeutung nachhaltigen Wirtschaftens

Die HWK bietet deshalb gezielte Unternehmensberatungen an. Die Resonanz auf dieses Angebot sei beachtlich. Nach Wagner sei den Unternehmen klar, dass es nicht nur ausschließlich um die stete Steigerung des Gewinns gehen könne. Das Bewusstsein dafür, dass man sich so aufstellen müsse, dass mit Ressourcen wohl überlegt umgegangen werden kann, wächst.

„In der Mitte muss immer der Mitarbeiter stehen“

„In der Mitte dieser Strategien muss immer der Mitarbeiter stehen, der speziell im personalintensiven Handwerk eine Schlüsselrolle einnimmt. Deshalb ist eine vorausschauende und nachhaltige Personalstrategie bei allen Maßnahmen zur Nachhaltigkeit besonders wichtig. In Zukunft werden die Kunden Unternehmen noch stärker nach diesen Kriterien bewerten, weil sie wissen, dass Firmen, die sich auf diesem Feld engagieren, erheblich zur Zukunftssicherung beitragen“, so Wagner.

HWK-Projekt zeigte Herausforderungen der nächsten Jahre auf

Doch das heißt nicht, dass die HWK nicht um die enorme Gewichtung des Klimawandels für die regionalen handwerklichen Betriebe wüsste. Anfang des Jahres rief die Kammer so bereits zu einem Projekt mit dem Titel „Das bayerische Handwerk im Fokus des Klimawandels – Chancen, Risiken, Strategien“ auf. An sieben Unternehmen wurden Fallstudien erstellt. Finanziert wurde das Projekt durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Warum sich Betriebe schon jetzt auf klimatische Veränderungen einstellen 

So sind Anpassungsmaßnahmen an die aktuellen und zu erwartenden Bedingungen nicht optional. Für viele Betriebe seien solche aber schon heute erforderlich. Für das bayerische Handwerk stellen Extremwetter und extreme Temperaturen einen besonders hohen Risikofaktor dar. Milde Temperaturen während der Wintermonate könnten aber auch Chancen bieten.

Projekt erarbeitet individuelle Lösungen

Doch nicht nur die Betroffenheit der Betriebe durch die Folgen des Klimawandels wurde deutlich. Auch deren Kreativität, Innovationskraft und Engagement zur Abdämpfung der beschriebenen Risiken trat hervor. So konnten für jedes Gewerk spezifische Stellschrauben zur Klima-Anpassung erarbeitet werden. Diese könnten auch anderen Handwerksbetrieben Anhaltspunkte und Inspiration zur Klimaanpassung bieten.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Kommentar

Das wird in den nächsten Jahren für das Handwerk besonders wichtig

Der Klimawandel ist auch im Handwerk angekommen. Ulrich Wagner, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) ist sicher: Dieser wird sich auch im Sozialen und Wirtschaftlichen niederschlagen.

In einem Kommentar beschreibt Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK, ein Modell für nachhaltiges Wirtschaften. Dieses ist aus drei Pfeilern aufgebaut, die sich gegenseitig beeinflussen: Ökologie, Wirtschaft und Soziales.

„Es geht um die Balance“

„Klimaschutz ist in aller Munde und unbestritten von fundamentaler Bedeutung für unsere Erde. Ökologie ist daher ein ganz wesentlicher Baustein, wenn wir von Nachhaltigkeit sprechen. Doch es gehört mehr dazu. Es geht um die Balance im wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Bereich. Was sich so theoretisch anhört, wird in Teilen bei vielen Handwerksunternehmen bereits gelebt. Oft braucht es nur eine Initialzündung, um weitere Komponenten zusammenzubringen“, so Ulrich Wagner.

Die Handwerksbetriebe wissen, um die Bedeutung nachhaltigen Wirtschaftens

Die HWK bietet deshalb gezielte Unternehmensberatungen an. Die Resonanz auf dieses Angebot sei beachtlich. Nach Wagner sei den Unternehmen klar, dass es nicht nur ausschließlich um die stete Steigerung des Gewinns gehen könne. Das Bewusstsein dafür, dass man sich so aufstellen müsse, dass mit Ressourcen wohl überlegt umgegangen werden kann, wächst.

„In der Mitte muss immer der Mitarbeiter stehen“

„In der Mitte dieser Strategien muss immer der Mitarbeiter stehen, der speziell im personalintensiven Handwerk eine Schlüsselrolle einnimmt. Deshalb ist eine vorausschauende und nachhaltige Personalstrategie bei allen Maßnahmen zur Nachhaltigkeit besonders wichtig. In Zukunft werden die Kunden Unternehmen noch stärker nach diesen Kriterien bewerten, weil sie wissen, dass Firmen, die sich auf diesem Feld engagieren, erheblich zur Zukunftssicherung beitragen“, so Wagner.

HWK-Projekt zeigte Herausforderungen der nächsten Jahre auf

Doch das heißt nicht, dass die HWK nicht um die enorme Gewichtung des Klimawandels für die regionalen handwerklichen Betriebe wüsste. Anfang des Jahres rief die Kammer so bereits zu einem Projekt mit dem Titel „Das bayerische Handwerk im Fokus des Klimawandels – Chancen, Risiken, Strategien“ auf. An sieben Unternehmen wurden Fallstudien erstellt. Finanziert wurde das Projekt durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Warum sich Betriebe schon jetzt auf klimatische Veränderungen einstellen 

So sind Anpassungsmaßnahmen an die aktuellen und zu erwartenden Bedingungen nicht optional. Für viele Betriebe seien solche aber schon heute erforderlich. Für das bayerische Handwerk stellen Extremwetter und extreme Temperaturen einen besonders hohen Risikofaktor dar. Milde Temperaturen während der Wintermonate könnten aber auch Chancen bieten.

Projekt erarbeitet individuelle Lösungen

Doch nicht nur die Betroffenheit der Betriebe durch die Folgen des Klimawandels wurde deutlich. Auch deren Kreativität, Innovationskraft und Engagement zur Abdämpfung der beschriebenen Risiken trat hervor. So konnten für jedes Gewerk spezifische Stellschrauben zur Klima-Anpassung erarbeitet werden. Diese könnten auch anderen Handwerksbetrieben Anhaltspunkte und Inspiration zur Klimaanpassung bieten.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben