Interview

Das hat die Schwarze Kiste mit dem „Mohrenkönig“ in Augsburg vor

Der Gründer der Schwarzen Kiste, Sebastian Hrabak, übernimmt den „Mohrenkönig“ im Antonsviertel. Wie es mit der Traditionskneipe weitergeht und wieso er sein Restaurant dafür schließt, hat er uns im Interview verraten.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie kam es dazu, dass Sie den „Mohrenkönig“ übernehmen?

Sebastian Hrabak: Ich wohne schon ewig in der Nähe des Mohrenkönigs. Er hat mir einfach schon immer gefallen. Die Patina, das Gebäude an sich, der Biergarten. Für mich ist die Location eine der schönsten Gastronomien in ganz Augsburg, auch wenn sie in der Sulzerstraße etwas versteckt liegt. Da ist es klar, dass man zuschlagen muss, wenn sich die Gelegenheit bietet. Der Mohrenkönig ist für mich mehr als nur eine Gastronomie. Da steckt jetzt schon sehr viel Herzblut drin.

Was haben Sie mit der Traditionskneipe vor?

Das Konzept im Mohrenkönig wird so bleiben, wie es ist. Der Mohrenkönig ist eine bayerische Wirtschaft mit Biergarten. Ich selbst bin ein sehr großer Fan von richtigen bayerischen Gasthäusern und Wirtschaften, in denen zum Beispiel beim Frühschoppen am Stammtisch noch gekartelt wird. Ich kenne das aus meiner Kindheit auf dem Land noch sehr genau und ich bin überzeugt, dass man das in der Stadt auch schaffen kann! 

Wir wollen, dass sich jeder Gast, der in den Mohrenkönig kommt, wie zuhause fühlt; egal ob in Abendrobe und kurzem Kleidchen vor dem Event in der Kongresshalle oder direkt von der Baustelle im Blaumann. Sähe doch lustig aus, wenn diese Personen zusammen am Tisch sitzen, oder? 

Wie viel müssen Sie investieren und in was?

Der Mohrenkönig ist alt. Er hat sehr viel Tradition. Doch ist die Gastwirtschaft – vor allem die Toilettenanlage – etwas in die Jahre gekommen. Unser Partner und Eigentümer des Objekts, das Brauhaus Riegele, wird mit uns zusammen renovieren. Hier wird das Brauhaus einen großen Teil der Investitionen tragen, wie zum Beispiel die Erneuerung der Toilettenanlagen oder der Kühlhäuser. Wir werden aber natürlich auch einiges an Liebe in das Objekt stecken, so wie wir es auch in unseren anderen Filialen gemacht haben. Wir sind davon überzeugt, dass am Ende ein toller Mohrenkönig dabei rauskommt.

Sie schließen im Zuge dessen die „Schwarze Kiste Burger & Bar“ in der Gögginger Straße. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Die Entscheidung für eine Schließung ist immer schwierig; vor allem wenn ein Laden sehr gut läuft wie die Schwarze Kiste Burger & Bar. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass wir nur noch das tun, womit wir vom Bauchgefühl zu 100 Prozent leben können. Wir haben einfach die Pflicht, den Mohrenkönig und auch die Schwarze Kiste am Hochablass oder die Schwarze Kiste Haunstetter Straße mit vollem Elan zu machen. Daher waren wir uns nicht sicher, ob es uns gelingt, auch noch die Schwarze Kiste Burger & Bar weiter auf diesem Level zu halten.

Manchmal ist es klüger, wenn man vermeintlich einen Schritt zurück geht, auch wenn es viele Menschen von außen nicht nachvollziehen können. Wir können jetzt schon sagen, dass wir mit der Entscheidung, die Burger & Bar zu schließen, sehr gut leben können. Wir freuen uns jetzt auf die letzten zwei Monate in diesem tollen Objekt. Denn am 30. April 2019 ist der letzte Öffnungstag mit einem tollen Abschiedsevent. 

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft? Sind schon neue Projekte in der Pipeline?

Wir haben mittlerweile eine Bekanntheit und Größe erreicht mit der Schwarzen Kiste, da bleiben natürlich Anfragen nicht aus. Wir bemühen uns aber ehrlich gesagt aktuell nicht um weitere Projekte. Zusätzlich gehen wir dann den Neubau am Hochablass im Jahr 2019 an, der voraussichtlich spätestens 2021 umgesetzt werden soll. Und unsere Erfahrung aus den letzten sieben Jahren zeigt: Man ist gut beraten, wenn man einfach nicht zu viele offene Baustellen hat.  

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Sebastian Hrabak: Ich wohne schon ewig in der Nähe des Mohrenkönigs. Er hat mir einfach schon immer gefallen. Die Patina, das Gebäude an sich, der Biergarten. Für mich ist die Location eine der schönsten Gastronomien in ganz Augsburg, auch wenn sie in der Sulzerstraße etwas versteckt liegt. Da ist es klar, dass man zuschlagen muss, wenn sich die Gelegenheit bietet. Der Mohrenkönig ist für mich mehr als nur eine Gastronomie. Da steckt jetzt schon sehr viel Herzblut drin.

Was haben Sie mit der Traditionskneipe vor?

Das Konzept im Mohrenkönig wird so bleiben, wie es ist. Der Mohrenkönig ist eine bayerische Wirtschaft mit Biergarten. Ich selbst bin ein sehr großer Fan von richtigen bayerischen Gasthäusern und Wirtschaften, in denen zum Beispiel beim Frühschoppen am Stammtisch noch gekartelt wird. Ich kenne das aus meiner Kindheit auf dem Land noch sehr genau und ich bin überzeugt, dass man das in der Stadt auch schaffen kann! 

Wir wollen, dass sich jeder Gast, der in den Mohrenkönig kommt, wie zuhause fühlt; egal ob in Abendrobe und kurzem Kleidchen vor dem Event in der Kongresshalle oder direkt von der Baustelle im Blaumann. Sähe doch lustig aus, wenn diese Personen zusammen am Tisch sitzen, oder? 

Wie viel müssen Sie investieren und in was?

Der Mohrenkönig ist alt. Er hat sehr viel Tradition. Doch ist die Gastwirtschaft – vor allem die Toilettenanlage – etwas in die Jahre gekommen. Unser Partner und Eigentümer des Objekts, das Brauhaus Riegele, wird mit uns zusammen renovieren. Hier wird das Brauhaus einen großen Teil der Investitionen tragen, wie zum Beispiel die Erneuerung der Toilettenanlagen oder der Kühlhäuser. Wir werden aber natürlich auch einiges an Liebe in das Objekt stecken, so wie wir es auch in unseren anderen Filialen gemacht haben. Wir sind davon überzeugt, dass am Ende ein toller Mohrenkönig dabei rauskommt.

Sie schließen im Zuge dessen die „Schwarze Kiste Burger & Bar“ in der Gögginger Straße. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Die Entscheidung für eine Schließung ist immer schwierig; vor allem wenn ein Laden sehr gut läuft wie die Schwarze Kiste Burger & Bar. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass wir nur noch das tun, womit wir vom Bauchgefühl zu 100 Prozent leben können. Wir haben einfach die Pflicht, den Mohrenkönig und auch die Schwarze Kiste am Hochablass oder die Schwarze Kiste Haunstetter Straße mit vollem Elan zu machen. Daher waren wir uns nicht sicher, ob es uns gelingt, auch noch die Schwarze Kiste Burger & Bar weiter auf diesem Level zu halten.

Manchmal ist es klüger, wenn man vermeintlich einen Schritt zurück geht, auch wenn es viele Menschen von außen nicht nachvollziehen können. Wir können jetzt schon sagen, dass wir mit der Entscheidung, die Burger & Bar zu schließen, sehr gut leben können. Wir freuen uns jetzt auf die letzten zwei Monate in diesem tollen Objekt. Denn am 30. April 2019 ist der letzte Öffnungstag mit einem tollen Abschiedsevent. 

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft? Sind schon neue Projekte in der Pipeline?

Wir haben mittlerweile eine Bekanntheit und Größe erreicht mit der Schwarzen Kiste, da bleiben natürlich Anfragen nicht aus. Wir bemühen uns aber ehrlich gesagt aktuell nicht um weitere Projekte. Zusätzlich gehen wir dann den Neubau am Hochablass im Jahr 2019 an, der voraussichtlich spätestens 2021 umgesetzt werden soll. Und unsere Erfahrung aus den letzten sieben Jahren zeigt: Man ist gut beraten, wenn man einfach nicht zu viele offene Baustellen hat.  

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