Interview

Blaue Kappe: Nachfolger des Augsburger Odeon ist eröffnet

Das Augsburger Traditionslokal Odeon hat seit Samstag ein neues Gesicht. Christoph Steinle, Gründer von August Gin, hat in der Location sein Restaurant Blaue Kappe eröffnet. Unserer Redaktion hat er verraten, was er alles am Odeon verändert hat und wie sein Konzept aussieht.

Nach 33 Jahren hat das Odeon in der Volkhartsstraße im Juni 2016 geschlossen. Hauseigentümer Leopold Schwarz von der Brauerei Schwarzbräu war danach auf der Suche nach einem neuen Pächter und hat die Location umfassend renoviert. Seit 5. Oktober betreibt nun Christoph Steinle, dem der Bungalow-Club in der Gögginger Straße gehört, zusammen mit Benjamin Mitschele, der die Bar Oh Boi in der Ludwigstraße mit verantwortet, die Blaue Kappe.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wollten Sie schon immer selbstständig sein?

Christoph Steinle: Ich hatte mit meinem Mitgesellschafter schon mit 18 Jahren die erste Firma, die wir dann mit Beginn des Studiums wieder verkauften. Danach hatte ich wieder den Wunsch, mein eigener Chef zu sein. Also, ja.

Wie kamen Sie dazu, dem ehemaligen Odeon neues Leben einzuhauchen?

Über einen Kontakt wurde mit mitgeteilt, dass das Objekt zu pachten wäre. Wir erstellten dann ein Konzept und bekamen von Schwarzbräu den Zuschlag. Damals noch in anderer Konstellation.

Welches Konzept steckt hinter der Blauen Kappe?

Wir wollen eine moderne Viertelkneipe für das Domviertel sein.

Wie würden Sie Ihre Küche beschreiben?

Wir wollen den Gästen regional, sauber gekochte und einfache Gerichte ohne Zusatzstoffe bieten, die man jeden Tag gerne essen möchte. Aber es soll auch für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Woher beziehen Sie ihre Zutaten? 

Direkt von den Erzeugern und regionalen Anbietern, wie zum Beispiel die Schwäbisch Hällische Erzeugergemeinschaft, Bennomühle Friedberg, Lidl Bauernhof Mering, Fische vom Stadtfischer Schindler.

Welche Neuerungen haben Sie am ehemaligen Odeon vorgenommen?

Die komplette Technik wurde erneuert. Optisch am Auffallendsten ist die offene Küche, die auch gut einen Meter mehr in den Gastraum gerückt ist. Ein weiteres Highlight ist die Schanktheke mit zwölf Zapfhähnen, die an die Stelle der bisherigen Musiktheke getreten ist. 

Ist noch etwas vom Traditionslokal erhalten?

Die Vertäfelung und die Böden wurden liebevoll restauriert und der Charme des Odeon ist somit erhalten geblieben.

Wie kamen sie auf den Namen des neuen Restaurants?

Wir wollten den Charakter Viertelkneipe / Restaurant herauskehren, und damit ist eine Ortsangabe einfach am Besten. So weiß jeder Augsburger gleich, wo wir sind.

Wie viel haben Sie in den Umbau investiert?

Das Gros des Umbaus wurde von Leopold Schwarz von Schwarzbräu übernommen. Es war leider deutlich mehr als veranschlagt.

Sie bieten Biere von Schwarzbräu an. Gibt es denn keinen August Gin zu trinken?

Natürlich haben wir auch alle Sorten AUGUST Gin und Gin Drinks im Angebot.

Wie kriegen Sie Ihre einzelnen Projekte alle unter einen Hut?

Ich kann mich mittlerweile auf ein junges verlässliches und arbeitswütiges Team stützen, für das ich jeden Tag aufs Neue sehr dankbar bin. Ohne alle diesen Zahnrädchen, die mittlerweile perfekt ineinander greifen, wäre dies niemals möglich.

Was haben Sie in Zukunft noch geplant?

Für 2019 stehen noch zwei Gastroprojekte in Aussicht und wir arbeiten täglich daran, dass die Marke AUGUST Gin weiter gedeiht und Verbreitung in Deutschland und dem Rest Europas findet. Ende des Jahres stellen wir noch einen Crémant vor in Zusammenarbeit mit Chateu Langlois in Sancerre, den wir unter dem Namen Máison Peng launchen.

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Blaue Kappe: Nachfolger des Augsburger Odeon ist eröffnet

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Nach 33 Jahren hat das Odeon in der Volkhartsstraße im Juni 2016 geschlossen. Hauseigentümer Leopold Schwarz von der Brauerei Schwarzbräu war danach auf der Suche nach einem neuen Pächter und hat die Location umfassend renoviert. Seit 5. Oktober betreibt nun Christoph Steinle, dem der Bungalow-Club in der Gögginger Straße gehört, zusammen mit Benjamin Mitschele, der die Bar Oh Boi in der Ludwigstraße mit verantwortet, die Blaue Kappe.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wollten Sie schon immer selbstständig sein?

Christoph Steinle: Ich hatte mit meinem Mitgesellschafter schon mit 18 Jahren die erste Firma, die wir dann mit Beginn des Studiums wieder verkauften. Danach hatte ich wieder den Wunsch, mein eigener Chef zu sein. Also, ja.

Wie kamen Sie dazu, dem ehemaligen Odeon neues Leben einzuhauchen?

Über einen Kontakt wurde mit mitgeteilt, dass das Objekt zu pachten wäre. Wir erstellten dann ein Konzept und bekamen von Schwarzbräu den Zuschlag. Damals noch in anderer Konstellation.

Welches Konzept steckt hinter der Blauen Kappe?

Wir wollen eine moderne Viertelkneipe für das Domviertel sein.

Wie würden Sie Ihre Küche beschreiben?

Wir wollen den Gästen regional, sauber gekochte und einfache Gerichte ohne Zusatzstoffe bieten, die man jeden Tag gerne essen möchte. Aber es soll auch für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Woher beziehen Sie ihre Zutaten? 

Direkt von den Erzeugern und regionalen Anbietern, wie zum Beispiel die Schwäbisch Hällische Erzeugergemeinschaft, Bennomühle Friedberg, Lidl Bauernhof Mering, Fische vom Stadtfischer Schindler.

Welche Neuerungen haben Sie am ehemaligen Odeon vorgenommen?

Die komplette Technik wurde erneuert. Optisch am Auffallendsten ist die offene Küche, die auch gut einen Meter mehr in den Gastraum gerückt ist. Ein weiteres Highlight ist die Schanktheke mit zwölf Zapfhähnen, die an die Stelle der bisherigen Musiktheke getreten ist. 

Ist noch etwas vom Traditionslokal erhalten?

Die Vertäfelung und die Böden wurden liebevoll restauriert und der Charme des Odeon ist somit erhalten geblieben.

Wie kamen sie auf den Namen des neuen Restaurants?

Wir wollten den Charakter Viertelkneipe / Restaurant herauskehren, und damit ist eine Ortsangabe einfach am Besten. So weiß jeder Augsburger gleich, wo wir sind.

Wie viel haben Sie in den Umbau investiert?

Das Gros des Umbaus wurde von Leopold Schwarz von Schwarzbräu übernommen. Es war leider deutlich mehr als veranschlagt.

Sie bieten Biere von Schwarzbräu an. Gibt es denn keinen August Gin zu trinken?

Natürlich haben wir auch alle Sorten AUGUST Gin und Gin Drinks im Angebot.

Wie kriegen Sie Ihre einzelnen Projekte alle unter einen Hut?

Ich kann mich mittlerweile auf ein junges verlässliches und arbeitswütiges Team stützen, für das ich jeden Tag aufs Neue sehr dankbar bin. Ohne alle diesen Zahnrädchen, die mittlerweile perfekt ineinander greifen, wäre dies niemals möglich.

Was haben Sie in Zukunft noch geplant?

Für 2019 stehen noch zwei Gastroprojekte in Aussicht und wir arbeiten täglich daran, dass die Marke AUGUST Gin weiter gedeiht und Verbreitung in Deutschland und dem Rest Europas findet. Ende des Jahres stellen wir noch einen Crémant vor in Zusammenarbeit mit Chateu Langlois in Sancerre, den wir unter dem Namen Máison Peng launchen.

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