Flexibler Arbeitsplatz

Das Habitat: offene Werkstatt als Coworking Space

Für Profis, Hobby-Handwerker und „professionelle Bastler“: mit dem Habitat schafft der gleichnamige Verein einen ganz besonderen Coworking Space in Augsburg auf dem Dierig Gelände. Wir haben uns in der offenen Werkstatt umgesehen.

Ein Coworking Space, in dem man tatsächlich etwas mit den Händen schaffen kann? In dem selbstständige Handwerker auf Hobby-Bastler treffen, die ein wenig mehr als nur werkeln wollen? Das möchte Habitat ermöglichen. Auf dem Dierig Gelände in Pfersee entsteht derzeit ein ganz neuer Coworking Space. Werkstätten mit Geräten für Schreiner, Schlosser, Goldschmiede und mehr Gewerken steht regelmäßigen Kunden wie auch Neulingen zur Verfügung. Unter professioneller Leitung, wie Andi Häußler bei einem Rundgang erklärte.

Habitat übernimmt Räume der Jungen Werkstatt

Das Habitat hat nur geöffnet, wenn eine Fachkraft vor Ort ist. Nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern weil man mehr anbieten möchte, als nur einen Arbeitsplatz. Das gehöre zum Abo dazu, so Häußler. Die Maschinen stammen zum Großteil von der Jungen Werkstatt, einer Einrichtung der Diakonie. Diese hatte die Räume zuvor genutzt, an den Verein ab Winter 2018 untervermietet. Nun ist Habitat selbst Hauptmieter. Daneben gab es Spenden, wie die Werkbank von Bernd Siegmund, einige Maschinen wurden dazugekauft. Auch ein 3D-Drucker soll kommen.

Neun Werkstätten, vier bis sechs Büroplätze

Die Schreinerei im Erdgeschoss ist schon länger in Betrieb und für Profi- wie Hobby-Schreiner zugänglich. Im Keller entstehen nun nach und nach Räume für weitere Gewerke. Am Ende stehen auf rund 1.000 Quadratmeter neun verschiedene Werkstätten mit professionellen Maschinen und Werkzeugen bereit. Hier werden auch Kurse angeboten sowie ein Repair-Café. Wer etwas mehr Ruhe sucht, wird bei den 4-6 Büroplätzen fündig, die zum Teil in Einzelbüros gemietet werden können. Die Raumausstattung kann mitgebracht, oder mit-gemietet werden. Bei letzterer Variante wird sie in der Werkstatt nebenan von den Vermietern selbst geschreinert. Dass man hier nicht einfach nur lange Tische mit 80 Zentimeter Platz pro Person bekommt, das sei eines der All-Einstellungsmerkmale sind Andi Häußler und Florian Pichler überzeugt.

Platz für selbstständige Handwerker

Die beiden sind eigentlich „Branchenfremd“. Sie engagieren sich ehrenamtlich im Verein, arbeiten hin und wieder aber auch gerne selbst in der Werkstatt. Ein professionelles Hobby, das sei es, was Habitat ermögliche. Die Nachfrage sei definitiv da. Drei Goldschmiedinnen wollen sich sobald der Raum fertig ist hier niederlassen. Auch ein selbstständiger Schreiner hat hier einen Teil der Werkstatt für sich gemietet. „Wir haben aber sicher noch Platz für zwei oder drei weitere Schreiner“, ist sich Florian Pichler sicher. Man freue sich aber auch über jeden, der hier sein Hobby ausleben möchte.

Rundgang durch "das_habitat"

Vernetzen im Habitat

Wichtig ist dem Verein auch: Austausch. „Es ist schön zu sehen, wie sich die Nutzer hier gegenseitig helfen“, freut sich Pichler. Genau dafür stehe auch der Name „Habitat“, erklärt Andi Häußler. Ein „Lebensraum und Nährboden für neue Ideen und Projekte“, die eben gerade dann entstehen, wenn man sich vernetzt. Das gelte für private Ideen, aber auch um ein Produkt oder eine Geschäftsidee zu testen, bis hin zur Planung und Organisation von Veranstaltungen, Initiativen oder Kampagnen.

Habitat sucht schon jetzt neue Räume

Zwar ist Habitat erst seit diesen Sommer Mieter und noch am um- und ausbauen, der Verein weiß aber bereits jetzt, dass er sich in einem Jahr neue Räume suchen muss. Die Entscheidung, wann die Gebäude auf dem Dierig Gelände – auf dem auch der neue Coworking Space steht – abgerissen werden, fällt wohl im Frühjahr. Es soll Platz für Wohnraum entstehen. „Das ist zwar einerseits schön für die Stadt Augsburg, andererseits ist es sehr schwer, für ein Projekt wie unseres Platz zu finden“, so Häußler. Optimistisch sei er dennoch. „Wenn, dann wachsen wir sogar eher. Kleiner werden wir auf keinen Fall!“

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