Kommentar

Corona-Lockerungen schuld an Geisterspiel vom AEV

Beim FCA wird zu Zehntausenden gejubelt – beim AEV herrscht Stille. Wegen den strengen Corona-Regeln in Bayern spielt der AEV am Freitag vor leeren Rängen. Beim FC Augsburg sind seit Montag 12.500 Zuschauer erlaubt. Wem soll man das erklären?

Mit der seit diesem Montag gültigen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung reagiert Bayerns Gesundheitsministerium mit Ein- und Beschränkungen auf die wieder steigenden Inzidenzzahlen, etwa 3G-Regelung für Restaurantbesuche oder Testnachweise für Krankenhausbesuche Nur König Fußball werden wieder Lockerungen gewährt: Die zulässige Zuschauerzahl wird von 35 auf 50 Prozent der Stadionkapazität erhöht und ist zudem unabhängig von jeglicher Inzidenzzahl.

Corona-Lockerungen gelten nur für Fußball

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Zwar heißt es seitens des Ministeriums, große Sport- und Kulturveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter seien künftig inzidenzunabhängig unter den bisherigen Voraussetzungen (z. B. Vorlage eines Testnachweises, Untersagung des Verkaufs und des Ausschanks von Alkohol etc.) möglich. Doch wer genauer hinsieht liest heraus: Diese Erleichterung ist nur für die Fußball-Bundesliga gemacht. 

AEV: Kein wirtschaftlicher Betrieb möglich

Denn der AEV beispielsweise spürt nichts von den Erleichterungen. Ganz im Gegenteil: Am Freitag wird der Test gegen Bietigheim zum Geisterspiel. Mit dem pauschalen Verbot von Stehplätzen in Bayern und der Beibehaltung von Mindestabständen können nicht einmal alle Dauerkartenbesitzer ins 6.179 Zuschauer fassende Stadion. Daher hat sich der AEV „schweren Herzens“ dazu entschieden, den Test vor leeren Rängen auszutragen. Ein wirtschaftlicher Betrieb sei mit diesen Vorschriften nicht möglich. Um alleine alle Dauerkarteninhaber sowie die VIP- und Logenkunden unterzubringen, sind 50 Prozent der Kapazität nötig. Dafür musste in Bayern der Mindestabstand wegfallen sowie Stehplätze zugelassen werden.

Benachteiligung der bayerischen Clubs 

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Doch das ist nur in allen anderen 15 Bundesländern möglich - nur in Bayern wieder nicht. Die DEL-Klubs aus NRW und Baden-Württemberg können ihre Hallen mit deutlich mehr Fans füllen. So wird, wie der AEV mitteilt, Bietigheim in einer ausverkauften Halle spielen, Krefeld und Schwenningen vor bis zu 5.000 Zuschauern oder Iserlohn vor ausverkauften Sitzplätzen und wenigstens zu 50 Prozent vollen Stehrängen. Dies teils ohne das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes am eigenen Platz und mit Ausschank von alkoholischen Getränken. Selbst die großen Arenen wie Köln, Mannheim, Düsseldorf können wieder zu 50 Prozent gefüllt sein.  

„Eishockeystandort Augsburg akut gefährdet

„Wir sehen den Eishockeystandort Augsburg unter diesen ungleichen Voraussetzungen – die sich für uns rational nicht mehr greifen lassen – akut gefährdet. Die völlig unterschiedliche Handhabung in den verschiedenen Bundesländern führt nun zu einer eklatanten Wettbewerbsverzerrung und ist ein Affront gegenüber dem bayerischen Hallensport“, äußert sich der AEV in einer Pressemitteilung. Wieso die Stadt Augsburg nichts tut? Ihr sind in diesem Fall die Hände gebunden.  

Die derzeitige Regelung gilt in Bayern vorerst bis 10. September. DEL-Start ist am 17. Es bleibt zu hoffen, dass Bayern endlich die Problematik erkennt und was dagegen unternimmt. Lässt der Freistaat die bayerischen Eishockeyclubs weiter in verwaisten Hallen spielen, stehen Existenzen auf dem Spiel. Welcher Sponsor bleibt, wenn seine Werbung von den Fans nicht wahrgenommen werden kann? Wer kauft Merchandise-Artikel, wenn er sie nicht ausführen kann?

Kämpfen bis zum Ende!

Der Eishockeysport im Allgemeinen – und der AEV im Speziellen – war immer kooperativ, hat zum Schutz aller die Regelungen akzeptiert und das Beste aus der Geistersaison 2020/21 gemacht. Doch kann er, trotz treuer Fans und Sponsoren, noch eine einnahmelose Saison überstehen? Was spricht gegen die 3G-Regel im Curt-Frenzel-Stadion? Die Fans, die es so vermissen, ihrem Verein zuzujubeln, würden sich sicherlich streng an alle Regeln halten – und der AEV in gewohnter Konsequenz alle Regeln durchsetzen. Corona hat schon viel kaputt gemacht – der AEV darf nicht auch noch der ungleichen Regelwut zum Opfer fallen. Bleibt dem AEV nur eins: Kämpfen bis zum Ende!   

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Beim FCA wird zu Zehntausenden gejubelt – beim AEV herrscht Stille. Wegen den strengen Corona-Regeln in Bayern spielt der AEV am Freitag vor leeren Rängen. Beim FC Augsburg sind seit Montag 12.500 Zuschauer erlaubt. Wem soll man das erklären?

Mit der seit diesem Montag gültigen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung reagiert Bayerns Gesundheitsministerium mit Ein- und Beschränkungen auf die wieder steigenden Inzidenzzahlen, etwa 3G-Regelung für Restaurantbesuche oder Testnachweise für Krankenhausbesuche Nur König Fußball werden wieder Lockerungen gewährt: Die zulässige Zuschauerzahl wird von 35 auf 50 Prozent der Stadionkapazität erhöht und ist zudem unabhängig von jeglicher Inzidenzzahl.

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Denn der AEV beispielsweise spürt nichts von den Erleichterungen. Ganz im Gegenteil: Am Freitag wird der Test gegen Bietigheim zum Geisterspiel. Mit dem pauschalen Verbot von Stehplätzen in Bayern und der Beibehaltung von Mindestabständen können nicht einmal alle Dauerkartenbesitzer ins 6.179 Zuschauer fassende Stadion. Daher hat sich der AEV „schweren Herzens“ dazu entschieden, den Test vor leeren Rängen auszutragen. Ein wirtschaftlicher Betrieb sei mit diesen Vorschriften nicht möglich. Um alleine alle Dauerkarteninhaber sowie die VIP- und Logenkunden unterzubringen, sind 50 Prozent der Kapazität nötig. Dafür musste in Bayern der Mindestabstand wegfallen sowie Stehplätze zugelassen werden.

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„Eishockeystandort Augsburg akut gefährdet

„Wir sehen den Eishockeystandort Augsburg unter diesen ungleichen Voraussetzungen – die sich für uns rational nicht mehr greifen lassen – akut gefährdet. Die völlig unterschiedliche Handhabung in den verschiedenen Bundesländern führt nun zu einer eklatanten Wettbewerbsverzerrung und ist ein Affront gegenüber dem bayerischen Hallensport“, äußert sich der AEV in einer Pressemitteilung. Wieso die Stadt Augsburg nichts tut? Ihr sind in diesem Fall die Hände gebunden.  

Die derzeitige Regelung gilt in Bayern vorerst bis 10. September. DEL-Start ist am 17. Es bleibt zu hoffen, dass Bayern endlich die Problematik erkennt und was dagegen unternimmt. Lässt der Freistaat die bayerischen Eishockeyclubs weiter in verwaisten Hallen spielen, stehen Existenzen auf dem Spiel. Welcher Sponsor bleibt, wenn seine Werbung von den Fans nicht wahrgenommen werden kann? Wer kauft Merchandise-Artikel, wenn er sie nicht ausführen kann?

Kämpfen bis zum Ende!

Der Eishockeysport im Allgemeinen – und der AEV im Speziellen – war immer kooperativ, hat zum Schutz aller die Regelungen akzeptiert und das Beste aus der Geistersaison 2020/21 gemacht. Doch kann er, trotz treuer Fans und Sponsoren, noch eine einnahmelose Saison überstehen? Was spricht gegen die 3G-Regel im Curt-Frenzel-Stadion? Die Fans, die es so vermissen, ihrem Verein zuzujubeln, würden sich sicherlich streng an alle Regeln halten – und der AEV in gewohnter Konsequenz alle Regeln durchsetzen. Corona hat schon viel kaputt gemacht – der AEV darf nicht auch noch der ungleichen Regelwut zum Opfer fallen. Bleibt dem AEV nur eins: Kämpfen bis zum Ende!   

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