Burger King

Burger King: Lohndesaster als zweiter Gang?

Auch ein Burger King in Augsburg ist von den Negativ-Schlagzeilen des Franchisers betroffen, Foto: B4B SCHWABEN

Im Fall ,Burger King‘ reißen die Beschuldigungen der Gewerkschaft NGG gegenüber dem Arbeitgeber nicht ab. Dem Vorwurf der selbst initiierten Kündigungswelle gegen Betriebsräte – unter anderem auch in Augsburg – folgt jetzt die Anklage einer schlechten Zahlungsmoral – unter anderem auch in sechs bayerisch-schwäbischen Filialen.

Der Fall um den Burger King-Franchiser Yi-Ko Holding aus Stade zieht weite Kreise. Nun äußerte sich die stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Michaela Rosenberger, zu der schlechten Zahlungsmoral, die angeblich in den deutschlandweit 91 Burger King-Filialen des Franchisers herrscht: „Mal zahlt die Yi-Ko Holding, die Eigentümerin der Burger King GmbH, nicht das tarifliche Urlaubsgeld, dann wieder keine Zuschläge für Mehr- und Nacht-Arbeit. Bei der Vielzahl von Fällen und den uns vorliegenden Daten fällt es uns schwer zu glauben, dass es sich bei den Vorgängen um ,normale‘ Fehler handelt.“ Für die Burger King-Beschäftigten sei die Situation ein Desaster. Es werde mit den finanziellen Ängsten von ganzen Familien gespielt, so Rosenberger weiter. „Auch die bei Burger King Beschäftigten müssen pünktlich ihre Miete bezahlen.“

NGG befürchtet weitere Schwierigkeiten für Burger King-Mitarbeiter

Die NGG berichtet außerdem, dass die Yi-Ko Holding Anfang Mai erklärt habe, die bereits vereinbarte Tarif-Erhöhung sowie das tarifliche Urlaubsgeld im Juli nicht bezahlen zu wollen. Erst auf öffentlichen Druck hin habe der Burger King-Franchiser sich tarifkonform verhalten, gibt die NGG an. Im Juli hätten schließlich Urlaubsgelder für rund 400 Beschäftigte gefehlt, davon seien auch sechs Restaurants in Schwaben betroffen gewesen. „Wer weiß, welche ,Fehler‘ noch zulasten der Beschäftigten gemacht werden. Zu befürchten ist, dass auf die Beschäftigten noch einiges zukommen wird“, mutmaßt Tim Lubecki von der Gewerkschaft NGG in Augsburg.

Burger King-Franchiser steht in der Kritik

Nicht nur die Zahlungsmoral des Burger King-Franchisenehmers, auch der Umgang mit den Rechten seiner Mitarbeiter steht derzeit in der Kritik. Insbesondere die NGG beklagt eine sogenannte Kündigungswelle, die sich in der Kündigung von deutschlandweit insgesamt 15 Burger King-Betriebsräten äußert.

Auch Augsburger Burger King von der Kündigungswelle betroffen

Im Mai 2013 hatte die Yi-Ko Holding insgesamt 91 Burger King-Filialen von der Burger King Company in Deutschland als Franchiser übernommen. Mit den insgesamt 15 Kündigungsverfahren gegen Betriebsräte macht das Unternehmen seither immer wieder Schlagzeilen – auch in Augsburg. Hier wird einem Betriebsrat vorgeworfen, am 16. Juni 2013 insgesamt 1.950 Euro aus dem Tresor entwendet zu haben. Bei einem Güteverhandlungstermin vor dem Augsburger Arbeitsgericht Anfang August 2013 kam keine Einigung zustande – nun wird in diesem Fall der 22. Oktober 2013 abgewartet. Für dieses Datum wurde der Anhörungstermin festgelegt.

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Auch Augsburger Burger King von der Kündigungswelle betroffen

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